Das märchenhaft anmutende Schloss Wernigerode zählt zu den größten Sehenswürdigkeiten des Harzes. Ursprünglich war es als mittelalterliche Burg angedacht, die den Weg der deutschen Kaiser auf ihren Jagdausflügen in den Harz sichern sollte. Eine erste Burganlage wurde im 12. Jahrhundert über der Stadt Wernigerode errichtet. Zwischen 1862 und 1885 wurde sie dann von Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode, Vizekanzler unter Otto von Bismarck, zum prunkvollen Residenzschloss umgebaut.
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![]() Schloss Wernigerode im Winter (ghentooo/cc ) |
Rundgänge durch das Schloss
Durch das Hexentor treten Besucher auf die große Freiterrasse vor das imposante Schloss. Hier lässt sich bereits ein erster Blick auf den romantischen Innenhof erhaschen. Zwei Museumsrundgänge führen durch über 40 der insgesamt 250, zum Großteil original eingerichteten Zimmer des deutschen Hochadels. Zu sehen sind unter anderem das Porzellan-Kabinett, der Rauchsalon, das majestätische Kaminzimmer mit seinen in blauem Samt verkleideten Wänden und das Historische Zimmer, das bereits Kaiser Wilhelm I. bewohnte, wenn er in Wernigerode zu Gast war.
Seit 1930 ist das Schloss in Teilen der Öffentlichkeit zugänglich. Eine Besonderheit: Angeblich gleicht der Fußboden in keinem Raum dem in einem anderen. Wer sich auf die Zinnen des Schlosses hoch wagt, der hat einen sehr schönen Blick auf den Brocken und das reizvolle Städtchen Wernigerode.
Schlosskirche und Innenhof
Außergewöhnlich schön ist auch die Schlosskirche, die “capellanus in castro” mit ihrem neogotischen Altar und der Kanzel aus französischem Kalkstein. Durch ihre runde Form und die eingezogenen Emporen, hat sie eine bemerkenswerte Akustik. Die historische Hallenkirche wird besonders gerne für Hochzeiten genutzt.
Schloss Wernigerode
Am Schloss 1
38855 Wernigerode
Tel.: +49(0) 3943-553030
www.schloss-wernigerode.de
Öffnungszeiten und Preise
Mai bis Oktober
10.00 bis 18.00 Uhr
November bis April
Dienstag bis Freitag
10.00 bis 17.00 Uhr
Erwachsene sechs Euro
Familienkarte 14,50 Euro
Der Innenhof gilt als Highlight von Schloss Wernigerode. Seine malerische Gestaltung erhielt er im Wesentlichen durch den Schlossumbau von 1862 bis 1885. In seiner Mitte steht ein kleiner Brunnen, der von Heckenrosen umwuchert ist. Auch an dem Rest des mittelalterlichen Gemäuers ranken sich die Rosen in Richtung Zinnen empor. Eine kleine Stärkung kann man im Schloss-Café, der ehemaligen Fürstinnen-Garderobe, einnehmen. Bei einem Milchkaffee und einem Stück selbstgemachtem Kuchen, kann man den romantischen Innenhof am besten genießen.
Extra-Tipp: Es empfiehlt sich eine Fahrt mit der Schlossbahn von Wernigerode hinauf zum Schloss und wieder zurück.

















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