Neandertal nahe Düsseldorf


Um es von vornherein klarzustellen: Das Neandertal in Mettmann, rund zehn Kilometer östlich von Düsseldorf gelegen, verdankt seinen Namen nicht dem Neandertaler, sondern Joachim Neander. Der bekannte Kirchenmusiker war Pfarrer der Neanderkirche in der Bolkerstraße und verbrachte seine Freizeit oft in dem damals noch schluchtartigen und felsigen Tal.

Der Blick ins Neandertal (JacobEnos/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a> <a href="" target="_blank" rel="nofollow"></a>)
Der Blick ins Neandertal (JacobEnos/cc )

Zerstörung eines Naturparadieses

Die Landschaft in dieser Region des Rheinlandes war ungewöhnlich felsig im Vergleich zur sonst eher flachen Umgebung, und entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem beliebten Ausflugsziel für Naturfreunde. 1849 sollte jedoch die Wende kommen. Mit dem einsetzenden Kalksteinabbau, der vor allem mit der “Actiengesellschaft für Marmorindustrie” vorangetrieben wurde, kam es zu einer kompletten Zerstörung dieses wildromantischen Tals.

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Beim Abbau von Kalkstein stießen im August 1856 zwei italienische Arbeiter auf diverse Knochenteile. Anfangs vermutete man einen Höhlenbären hinter den Fragmenten, der in der “Kleinen Feldhofer Grotte” gelebt haben soll. Der Wuppertaler Professor Johann Carl Fuhlrott identifizierte sie allerdings als Überbleibsel eines Urzeitmenschen. Es war die Geburtsstunde des Neandertalers.

Auf den Spuren der Urzeitmenschen

Heute ist das Neandertal ein Naturschutzgebiet und beherbergt das berühmte Neanderthal-Museum, in dem alles Wissenswerte zur Geschichte der Umgebung, den fossilen Überresten und den Menschen ausgestellt wird.

Adresse
Neanderthal-Museum Mettmann
Talstraße 300
40822 Mettmann
Tel.: +49(0)2104-9797-0
www.neanderthal.de

Die Fundstelle liegt rund 200 Meter entfernt an der Mettmanner Straße.

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag
von 10.00 bis 18.00 Uhr
November bis Februar
von 10.00 bis 16.00 Uhr

Die Eintrittspreise findet man hier.
Die alte Fundstelle kann ebenfalls besichtigt werden. Hier fand man bei neuen Grabungen 1999 und 2000 weitere Fundstücke und stellte fest, dass an dieser Stelle eine Gemeinschaft von rund 70 Neandertalern vor 42.000 Jahren gelebt und gearbeitet hatte.

Sie liegt unmittelbar hinter dem letzten erhaltenen Felsblock, dem Rabenstein, und befindet sich in rund 20 Meter Höhe, gewissermaßen in der Luft. Wer sich auf die umstehenden Steinliegen legt und auf die Markierungen der Fluchtstangen achtet, kann sich ungefähr vorstellen, wo der “erste Düsseldorfer” seine letzte Ruhe gefunden hatte.

Extra-Tipp: Im “Eiszeitlichen Wildgehege Neandertal” können Kinder frei lebende Waldtiere hautnah erleben, zum Beispiel Heckrinder, Wisente und Heckpferde. Sie haben auch zu Zeiten der Neandertaler in dieser Gegend gelebt und waren Teil ihrer Jagdbeute.

(von S. Thiel)

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