Die Neue Nationalgalerie am Kulturforum Postsamer Platz in Berlin gilt als Ikone moderner Architektur. Das von Ludwig Mies von der Rohe (1886 bis 1969) entworfene Gebäude gleicht einem Tempel aus Glas, dessen riesige Halle völlig ohne stützende Elemente auskommt. Aber nicht nur der Blick auf die Museumsarchitektur lohnt. Denn im Inneren hält dieses Berliner Museum seinen eigentlichen Schatz versteckt: Eine spektakuläre Kunstsammlung mit Werken des 20. Jahrhunderts.
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![]() Ikone moderner Architektur: Die Neue Nationalgalerie (Manfred Brückels/cc ) |
Sammlungsgeschichte
Gegründet wurde die Neue Nationalgalerie in den 60er Jahren, als man im Westteil der damals geteilten Stadt Berlin nach einer dauerhaften Bleibe für die Kunst der Moderne suchte. In dem 1968 eröffneten Museums am Potsdamer Platz wurden zunächst die Bestände der Alten Nationalgalerie und der Galerie des 20. Jahrhunderts untergebracht. Nach der Wiedervereinigung kam es zu Neuordnung des Sammlung: Die Kunst des 19. Jahrhunderts, darunter Werke des Impressionismus, zog in die Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel und in die Galerie der Romantik im Schloss Charlottenburg. Gleichzeitig zogen Werke der Moderne von der Museumsinsel in die Neue Nationalgalerie.
Die Sammlung heute
Heute umfasst die Sammlung der Neuen Nationalgalerie Werke von der Klassischen Moderne bis zu den 60er Jahren. Kubismus, Konstruktivismus, Dada und die Malerei am Bauhaus sind mit hochrangigen Exponaten vertreten. Einen Schwerpunkt der Kunstsammlung bildet dabei der deutsche Expressionismus mit Werken der “Brücke” – darunter Arbeiten Ernst Ludwig Kirchners, Otto Muellers, Karl Schmidt-Rottluffs, Erich Heckel und Emil Noldes. Max Beckmann, Otto Dix, George Grosz und Oskar Kokoschka sind in der Kunstsammlung ebenso präsent.
Neue Nationalgalerie
Potsdamer Straße 50
10785 Berlin
Tel.: +49(0)30-266424510
www.smb.museum.de
Öffnungszeiten und Preise
täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr
Donnerstag von 10.00 bis 22.00
montags geschlossen
Erwachsene ca. acht Euro
ermäßigt ca. vier Euro
Neben Werke der Künstlergruppe CoBrA bildet die amerikanische Farbfeldmalerei von Frank Stella und Ellsworth Kelly, Mark Rothko und Barnett Newman einen weiteren Schwerpunkt. Zur Sammlung der Nationalgalerie gehört seit der deutschen Wiedervereinigung auch die Kunst der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), die laut eigenen Angaben hier so vielfältig vertreten ist wie in keinem anderen öffentlichen Museum.
Übrigens: In einem dreiteiligen Ausstellungszyklus wird die Sammlung der Neuen Nationalgalerie derzeit neu präsentiert: Nach “Moderne Zeiten. Die Sammlung. 1900-1945″ ist seit November 2011 der zweite Teil der Präsentation zur Kunst des 20. Jahrhunderts aus der Sammlung der Nationalgalerie:”Der geteilte Himmel. 1945 – 1968. Die Sammlung. Neue Nationalgalerie” zu sehen. Der dritte Teil wird Ende 2013 folgen.
Ergänzt wird die Präsentation durch große Sonderausstellungen mit Werken der zeitgenössischen Kunst. Diese sind in der Regel in der oberen, gläsernen Halle der Neuen Nationalgalerie zu finden.

















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