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Skifahren am Mont Blanc in Frankreich

Der Mont Blanc an der französisch italienischen Grenze, mitten in den Alpen, gilt als der höchste Berg Europas. Wer im Umkreis dieses majestätischen Gipfels einen Winterurlaub verbringt, kann mit puren Wintersportvergnügen rechnen. Wir verraten fünf Dinge, die man sich bei einer Reise zum „Weißen Berg“ auf gar keinen Fall entgehen lassen sollte.

Wintersportvergnügen am Mont Blanc (TRAILSOURCE.COM/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a>)
Wintersportvergnügen am Mont Blanc (TRAILSOURCE.COM/cc)

1. Adrenalinkick pur: Abfahrt im Vallée Blanche

Das Skigebiet Vallée Blanche (das weiße Tal) ist eine echte Herausforderung. Den meisten Wintersportler juckt es in den Fingern, wenigstens einmal im Leben über diese 20km lange, unpräparierte Piste zu düsen. Die einzigartige Bergkulisse, die schimmernden Farben der Eisabbrüche und Gletscher sowie der unberührte Schnee machen eine Abfahrt im Vallée Blanche zu einem Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst. Das Vallée Blanche ist jedoch nur etwas für Geübte und auf keinen Fall für Anfänger geeignet. Zudem sollte die Abfahrt nur mit professioneller Begleitung – sprich mit einem Bergführer – durchgeführt werden. Die größte Gefahr dieses Skigebietes geht von versteckten Gletscherspalten aus, die man leicht übersehen kann.

Wer die Herausforderung liebt, wird in diesem Skigebiet aber auf jeden Fall auf seinen Kosten kommen. Bereits der Anfang des Vallée Blanche sorgt für den nötigen Kick: Man wird empfangen von einem Abstieg, der es in sich hat. Aber keine Sorge: Der Bergführer sorgt für den sichern Abstieg seiner Schützlinge.

2. Mit der Zahnradbahn zum Mer de Glace

Das Mer de Glace. (heatheronhertravels/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a>)
Das Mer de Glace. (heatheronhertravels/cc)

Das Mer de Glace ist mit einer Fläche von 40 Quadratkilometern der größte Gletscher Frankreichs und der Mont Blanc Gruppe. Ca. 20 min. braucht die Zahnradbahn (vom Bahnhof Charmonix bis zur Gare du Montenvers), um Urlauber an diesen atemberaubenden Ort mit dem verheißungsvollen Namen „Eismeer“ zu bringen. In dieser Zeit überwindet die nicht mehr allzu neue Zahnradbahn einen Höhenunterschied von knapp 1000m.

Die Reise lohnt, denn von der Bergstation hat man einen wahninnig tollen Blick auf das „Meer aus Eis“, das an seinen Rändern magisch in Grün- und Blautönen funkelt. Wer möchte, kann von der Plattform noch näher an den Gletscher herankommen: Seit 1960 gibt es hier eine Gondel, mit der man zum Eis herunterfahren kann. Am Gletscher selbst gibt es die Grotte de Glace, ein kleines, künstlich angelegtes Höhlensystem. Die angelegte Grotte – ausgestattet mit Lichteffekten und Glasskulpturen –  kann für manchen ein wenig zu viel des Guten sein. Besser ist es, die Mer de Glace von der Gare du Montenvers zu bestaunen.

3. Skivergnügen Brévent

Das Skigebiet rund um den Mont Blanc ist ein echtes Eldorado für jeden Wintersportbegeisterten. Eigentlich kann bei der Wahl der richtigen Piste nichts schief gehen: Nicht verpassen sollte man aber keinesfalls das Gebiet des 2.525 hohen Berges Brévent. Zwar liegt dieses Skigebiet genau auf der gegenüberliegenden Seite des Tales von Chamonix und ist daher eigentlich kein Teil des Montblanc Massivs mehr, aber gerade deswegen bietet sich hier die beste Sicht auf den höchsten Berg der Aplen. Zudem haben auch weniger geübte Snowboarder und Skifahrer hier die Chance, sich ausgiebig auszutoben. Denn gegenüber dem Vallé Blanche ist das Gebiet Brévent auch für Anfänger durchaus geeignet.

4. Sightseeing in Chamonix

Der Ort Chamonix. (edwin.11/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a>)
Der Ort Chamonix. (edwin.11/cc)

Natürlich gehört zu einem Winterurlaub am Mont Blanc auch ein Besuch von Chamonix dazu. Das Städtchen hat – im Gegensatz  zu vielen anderen bekannten Skiorten in den französischen Alpen – eine lange Tradition als Urlaubsort aufzuweisen. Das merkt man Charmonix mit seinen alten Bauten im Zentrum durchaus an. Heute wissen vor allem Urlauber aus Russland, Osteuropa oder sogar der Golfregion diesen einzigartigen Charme Chamonix zu schätzen.

5. Mit der Gondel auf die Aiguille du Midi

Die stolzen 4.810m des Montblanc werden von keinem anderen Gipfel der Alpen überragt. Wer bei seinem Urlaub im Winter ganz nach oben auf den Berg möchte, sollte daher ein geübter und gut trainierter Bergsteiger sein. Für alle anderen gibt es jedoch eine nicht weniger attraktive Alternative: Eine Gondelfahrt auf die Aiguille du Midi, ein felsiger Vorposten im Mont-Blanc-Massiv südlich von Chamonix. Von dieser ca. 3.842 m hohen Bergspitze bietet sich ein einzigartiger 360 Grad Panoramablick über die Alpen.

Die Abfahrstation der Gondel befindet sich am südlichen Rand der Innenstadt von Charmonix. Hier herrscht in der Regel Hochbetrieb, ein bisschen Geduld sollten Urlauber daher schon mitbringen. Die Wartezeit kann man sich aber im Café mit dazugehörigem Souvenirshop vertreiben. Von der Bergstation Aiguille du Midi mit diversen Cafés und Aussichtsplattformen kann man im Sommer sogar noch weiter auf die italienische Seite gelangen: Mit der Gondel „Panoramic Mont-Blanc“, die im Winter allerdings geschlossen hat.

Anreise:

Flugzeug: Der nächste große internationale Flughafen ist Genf. Lufthansa und EasyJet bieten von vielen deutschen Städten aus, Flüge hierhin an.
Auto: Den Montblanc erreicht man aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über Genf und Sanchalles.
Zug: Der Montblanc ist nicht ans französische Zugnetz angeschlossen, wohl aber Chamonix und Saint-Gervaisles Bains.

Weitere Infos zur Region erhält man über das Touristenbüro www.chamonix.com oder www.st.gervais.net

Weitere Infos zum Wintersport mit SnowTrex und in der Zeitschrift: “Frankreich erleben” (Januar/Februar 2011).

Hotel buchen:

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Weitere Angebote: z.B. Seminarhotel in der Schweiz

Alex Fingas, Reiseexperte

Reisen und Kunst sind meine große Leidenschaft, die ich immer wieder gerne miteinander verknüpfe. Bei meinen zahlreichen Entdeckungstouren durch die Welt ist mir vor allem Italien zur zweiten Heimat geworden. Doch jetzt stehen erst einmal entlegenere Orte auf meinem Reiseplan. Bis dahin freue ich mich auf den gegenseitigen Austausch von Reiseeindrücken, -tipps und -erfahrungen.

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