Malte auf Weltreise, Reise Inspiration, Städtereisen

Weltreise 28, Bangkok, Thailand: Ausgrooven, Shopping, Tempel

Bangkok sei perfekt als erste Stadt bei einer Asien-Reise, wurde mir immer wieder gesagt: Es ist ziemlich westlich und hat eine U-Bahn, viele sprechen Englisch, Thailand ist ingesamt auf Touristen eingestellt – hier kann man sich super auf Asien eingrooven. Bei mir läuft es aber andersrum: Bangkok ist die letzte Stadt meiner Weltreise, soll mich also auf Europa eingrooven oder besser gesagt von Asien ausgrooven. Außerdem nutze ich die Stadt vor allem für Shopping – vorher hatte ich mir immer verboten, Dinge zu kaufen, weil ich sie ja auch durch die Gegend schleppen musste. Nun steht nur noch der Flug nach Berlin bevor, insofern kann ich voll zuschlagen.

Bangkok - ziemlich westlich (Abacho/M.v.R.-G.)
Bangkok - ziemlich westlich (Abacho/M.v.R.-G.)

Und für Shopping ist Bangkok definitiv geeignet. Im Fahrstuhl meines Hotels komme ich mit einer älteren Dame aus Australien ins Gespräch. Sie fliegt mindestens zweimal pro Jahr für ein Wochenende nach Bangkok – zum Shoppen. Sie gibt mir ein paar Tipps. Als erstes erwähnt sie den Chatuchak Weekend Market. Der ist mit über 8.000 Ständen der größtes Markt von Südostasien und es gibt alles von Klamotten über Pflanzen zu Tierbabys zu kaufen. Die Werktags-Alternative liegt genau um die Ecke von unserem Hotel: der Pratunam Markt, ein Gewirr aus überdachten Gässchen – eigentlich ein Großmarkt, aber man kann auch Einzelstücke kaufen. Wenn man mehr nimmt, wird es billiger. Für Elektro-Kram von iPhone-Hüllen über Laptops und raubkopierten Filmen gibt es den Pantip Plaza oder die MBK-Mall – letzteres ebenfalls schnell erreichbar, nur ein paar Stationen mit der Sky Train. Nicht weit davon liegt das Siam Paragon, das mir als „KaDeWe Bangkoks“ empfohlen wird.

Aber eigentlich braucht man diese Einkaufszentren gar nicht. Denn überall gibt es auf der Straße Stände, bei denen es alles Mögliche billig zu kaufen gibt: Schuhe, Klamotten, raubkopierte Filme, Angry-Birds-T-Shirts und so weiter. Sowieso die Straße: Hier spielt sich nicht nur das Shopping-Leben ab, sondern auch das Essen. „Folge einfach Deiner Nase“ hatte mir ein Freund in Honolulu geraten. Das mache ich, entdecke irgendwo im Straßengewirr ein super leckeres Pad Thai, eine Portion für 30 Baht, also 75 Cent – unschlagbar günstig, unschlagbar gut!

Shopping ist gut, Tempel sind besser

Bangkok ist aber noch mehr als Shopping. In der Altstadt, die weniger gut von der U-Bahn, dafür lustigerweise mit zwei Schiffslinien ganz gut erschlossen ist, gibt es die Backpacker-Hölle Khao San Road, die ich mir diesmal allerdings spare (in Saigon fand ich das schon schlimm genug). Statt dessen: Tempel! Die sind im quirligen und turbulenten Bangkok Orte der Ruhe. Mit dem Kanalboot fahre ich von meinem Hotel Richtung Altstadt. Das ist eine lustige Sache, das Boot macht gar nicht richtig fest, sondern legt einfach den Rückwärtsgang ein, und man muss schnell an bzw. von Bord springen. Die Kassiererin (bei mir waren es immer Frauen) turnt außen am Boot herum und nimmt das Geld an. Sie trägt einen Helm. Zuerst wundere ich mich, eine Schwimmweste wäre irgendwie sinnvoller, doch als das Boot mit Karacho unter einer der vielen tiefen Brücken durchfährt, geht mir der Sinn des Helms auf.

Der liegende Buddha - vorne rechts die Zehen (malte göbel)
Der liegende Buddha - vorne rechts die Zehen (malte göbel)

Und dann geht die Tempel-Tour los! Meine Highlights sind Wat Saket, Wat Pho und Wat Arun. Wat Saket ist ein Tempel auf einem Hügel, dem Golden Mount. Um die Ecke von der Boot-Endhaltestelle Panfa Leelard steigt man über eine Treppe durch einen malerischen Garten mit künstlicher Wasserfall-Idylle. Oben kann man auf ein paar Gongs schlagen. Außerdem gibt es einen super Blick auf die Altstadt, mit den Wolkenkratzern des modernen Bangkok auf der anderen Seite.

Der Wat Pho liegt eine kurze Taxifahrt entfernt. Dort bestaune ich den größten liegenden Buddha der Welt – der liegt einfach da, räkelt sich mit seinem goldenen Körper und guckt belustigt auf die vielen Touristen, die aufgeregt um ihn herumlaufen. Das Tempelgelände rumdrum ist weitläufig mit weiteren kleineren Blattgold-Buddhas und comichaft wirkenden Statuen bestückt. Alles nur ein Vorgeschmack auf die Schönheiten, die Thailand ansonsten bereithält. Zum wiederholten Mal auf dieser Reise sage ich mir: I’ll be back!

Malte, Reiseexperte

Einmal um die Welt war für mich ein Traum. Dann habe ich einfach beschlossen, ihn in die Tat umzusetzen. Nun reise ich fünf Monate lang über Nordamerika, Australien und Asien um die Welt.
Für Abacho.de berichte ich regelmäßig von meiner Tour, erzähle aus dem Weltreisealltag und gebe Tipps für spannenderes Reisen.

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