Malte auf Weltreise, Reise Inspiration

Weltreise 25, Beijing, China: Verbotene Stadt und Große Mauer

Eigentlich wollte ich ja gar nicht nach Beijing (bzw. Peking, wie es im Westen Viele noch nennen) – wie ich eigentlich auch nur per Zufall nach Hongkong gefahren bin, und dann weiter nach Shanghai ja auch nur, weil dort ein alter Freund von mir recht spontan hingezogen war. Aber wenn man schonmal in der Gegend ist, sollte man sich Beijing nicht entgehen lassen, gerade auf einer Weltreise: Wenn schon, denn schon! Also Hanoi nach hinten verschoben, ein nettes Guesthouse im Internet gesucht und als Hauptziele angepeilt: die Verbotene Stadt und die Grosse Mauer.

Die Verbotene Stadt (malte göbel)
Die Verbotene Stadt (malte göbel)

Schon die Suche meines Guesthouses, des Emperor’s Guard Station Courtyard Hotel, gestaltet sich spannend. Die Anreise per Schnellzug und U-Bahn aus Shanghai war vollkommen problemlos, dann stand ich im Hutong und wusste nicht, wohin. Ein Hutong ist ein Straßenzug in Beijing, und zwar hinter den eigentlichen Straßen, bestehend aus lauter kleinen Gassen, in denen es weder Straßennamen noch Hausnummern gibt. Früher wäre ich hilflos gewesen, heute helfe ich mir mit meinem Smartphone, habe die chinesischen Schriftzeichen der Adresse abfotografiert, und die vierte Person, der ich es unter die Nase halte, weist mich in eine enge Gasse, die gerade zur Hälfte aufgebuddelt ist. Angekommen!

Und nur zwei Tage Zeit für die Essentials! Ich teile paritätisch: Einen Tag Verbotene Stadt, einen Tag große Mauer. Zusammenfassend ist zu beiden zu sagen: Es hat seinen guten Grund, dass sie weltbekannte Touristenattraktionen sind. Ich bin begeistert. Am ersten Tag lasse ich mich im Strom von Tausenden anderer Touristen (größtenteils übrigens Chinesen) unter einem großen Mao-Porträt durch in die Verbotene Stadt treiben – wo sich die Menschen dann gleich auf weitläufigen Plätzen verlieren. Der frühere Kaiserpalast ist wirklich eine Stadt in der Stadt. Als Einzelner fühlt man sich klein, und wer etwas Stille erleben will: Einfach ganz nach links oder rechts gehen, in einen der kleinen Nebenpaläste, wo die meisten Leute nicht hingelangen. Von draussen kommen auch keine Laute rein, dafür ist die Dunst- und Schmutzglocke der Stadt zu dicht.

Die Große Mauer (malte göbel)
Die Große Mauer (malte göbel)

Große Mauer

Am nächsten Morgen stehe ich früh auf, denn ich habe eine Bustour zur Großen Mauer gebucht. Es regnet in Strömen, mein Guesthouse-Besitzer bietet mir an, die Tour deswegen zu verschieben, aber ich habe keine Zeit dafür. Anderthalb Stunden Busfahrt, immer noch Regen, mit einer Seilbahn hoch zur Mauer, jetzt kommt zum Regen noch Nebel dazu. War das wirklich eine so gute Idee? – War es, denn die Wolkendecke reist auf und gibt atemberaubende Blicke auf die Mauer frei. Die Wolken schmiegen sich in die Täler, ich fühle mich wie in einem Gemälde von Katsushika Hokusai – Wahnsinn! Dank des vermeintlich schlechten Wetters ist es auch nicht überlaufen.

Mein Fazit also: Mal kurz in einer Stadt stoppen ist eigentlich nicht mein Fall. Hier lohnt es sich aber. Sehr sogar. Etwas traurig steige ich in mein Flugzeug, das mich wieder Richtung Hongkong bringt. Beijing, I’ll be back!

Tipps der Redaktion Anzeigen

Einfach übersetzen!

Übersetzen wird zum Kinderspiel. Personal Translator 14 Standard für schnelle und einfache Übersetzungen.

Über 6 Millionen Titel bei iTunes

Deine Lieblingsmusik, zahlreiche Apps und mehr bietet dir iTunes rund um die Uhr.
Malte, Reiseexperte

Einmal um die Welt war für mich ein Traum. Dann habe ich einfach beschlossen, ihn in die Tat umzusetzen. Nun reise ich fünf Monate lang über Nordamerika, Australien und Asien um die Welt.
Für Abacho.de berichte ich regelmäßig von meiner Tour, erzähle aus dem Weltreisealltag und gebe Tipps für spannenderes Reisen.

Artikel, die dich auch interessieren könnten:

1 Comment

  1. jacek sagt:

    Klasse Foto! Erst letzte Woche habe ich „The Last Emperor“ nach Jahren mal wieder angeschaut und dabei gedacht, wie spannend es sein muss in der verbotenen Stadt spazieren zu gehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.