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Weltreise 21, Blue Mountains, Australien: Schluchten statt Berge

Von Honolulu kommend überschreite ich auf dem Weg nach Australien die Datumsgrenze – mit dem Ergebnis, dass mein gut zehnstündiger Flug auf dem Papier 31 Stunden dauert, der Mittwoch zum Donnerstag wird und ich nun ewig einen Tag hinterher sein werde. Danke, Magellan, Galileo, Aristoteles oder wer auch immer das erfunden hat… und nach nur einer Nacht in Sydney führt mich meine Weltreise weiter in die Blue Mountains, die ich mir ganz anders vorgestellt hatte.

Die "Three Sisters" (malte göbel)
Die "Three Sisters" (malte göbel)

Denn zunächst hält die Bezeichnung „Blue Mountains“ nicht das versprochene Gebirge. Ja, etwas hügelig und waldig wird es, als sich mein Zug ungefähr eine Stunde von Sydney entfernt hat, aber anstatt dass sich nun links und rechts langsam Berge in den Himmel strecken, ist dort nur noch mehr Wald mit Hügeln. „Wo sind die Berge?“, schleudere ich gleich nach der Ankunft in Katoomba meiner Gastgeberin Seka entgegen, die seit ein paar Jahren in dem Dörfchen mit dem lustigen Namen wohnt. Sie schmunzelt, lädt mich ins Auto, und nach fünf Minuten Fahrt haben wir eine atemberaubende Sicht auf die „Three Sisters“ (siehe oben). Ach so.

Nicht Berge, sondern Hochebene

Denn die Blue Mountains sind tatsächlich gar nicht so sehr ein Gebirge, sondern eine Hochebene aus Sandstein, in die Flüsse tiefe Täler gegraben haben – ganz schön beeindruckend, teilweise geht es hundert Meter senkrecht in die Tiefe. Unten wiegen dann Eukalyptuswälder, die den Bergen ihren Namen gegeben haben – bei Tageslicht liegt ein blauer Schimmer über den Wäldern, das kommt von einem verdunstenden, ätherischen Öl der Eukalyptusbäume. Seit 2000 sind Teile der Blue Mountains zudem Weltkulturerbe – wegen der Artenvielfalt der Wälder.

Die „Three Sisters“ sind die bekannteste Steinformation der Blue Mountains – und natürlich legendenumwoben. Denn die Felsen sind der Legende zufolge drei Schwestern, die von einem Schamanen der Aboriginals in Stein verwandelt wurden – damit sie, je nach Legende, in Abwesenheit des Vaters keine Dummheiten machen oder nicht von einem Nachbarstamm geraubt werden. Der Vater vergaß aber, wie der Zauber rückgängig gemacht werden kann bzw. der Schamane wurde im Kampf getötet – und so sind die Schwestern noch heute versteinert.

Buschfeuer

Am zweiten Tag in Katoomba muss ich eine weniger schöne Erfahrung machen: Buschfeuer! Ich höre beim Wandern zunächst nur die Sirenen, dann sehe ich von einem Ausguck aus den Rauch. Und wenig später ruft mich meine Gastgeberin an, ich soll möglichst schnell nach Hause kommen und packen, wir könnten evakuiert werden. Glücklicherweise ist das Feuer schnell gelöscht.

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Malte, Reiseexperte

Einmal um die Welt war für mich ein Traum. Dann habe ich einfach beschlossen, ihn in die Tat umzusetzen. Nun reise ich fünf Monate lang über Nordamerika, Australien und Asien um die Welt.
Für Abacho.de berichte ich regelmäßig von meiner Tour, erzähle aus dem Weltreisealltag und gebe Tipps für spannenderes Reisen.

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1 Comment

  1. Peer sagt:

    bei den three sisters waren wir damals auch… fantastisch.

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