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Tansania Reise: Serengeti und Sansibar

Eine Reise nach Afrika, das bedeutet immer eine Reise, die man nicht nur einmal macht, egal in welche Ecke des schwarzen Kontinents es einen verschlägt. Wer in Südafrika war, das Kap gesehen hat, die gewaltige Schönheit der Natur und natürlich die Tiere in den Parks, der kehrt zurück.

Blick zurück in den Ngorongoro Krater (Xenia Richters)
Blick zurück in den Ngorongoro Krater (Xenia Richters)
Themen des Reiseberichts über Tansania

Tansania und Sansibar entdecken: Wild und exklusiv

Ndutu Conservation: Tiere hautnah (Xenia Richters)
Ndutu Conservation: Tiere hautnah (Xenia Richters)

Nicht anders ist es mit Ostafrika: Wer einmal den Kilimanjaro gesehen hat (das reicht, man muss ihn nicht unbedingt gleich besteigen!), der will zurück. Zurück nach Tansania, zurück in die Wildnis, zurück zu den Sonnenuntergängen nach einer staubigen Tages-Safari, zu den Maasai, den Steppen, den kühlen Anhöhen rund um Mount Meru oder zurück zur feuchten Tropenhitze von Sansibar.

Tansania, um im Vergleich mit Südafrika zu bleiben, hat einen großen Vorteil zum touristisch noch besser erschlossenen und wohlhabenderen Kap-Staat: In Tansania gibt es keine Zäune, die Nationalparks haben keine Grenzen.

Gnu Babies auf Wanderschaft (Xenia Richters)
Gnu Babies auf Wanderschaft (Xenia Richters)

Die Gnus, Zebras, Elefanten, Löwen, Geparde oder Antilopen, Gazellen und Giraffen sind frei und bewegen sich frei. Die berühmte „Migration“ von Millionen Tieren jedes Jahr – und nicht etwa die Grenze des Krügerparks oder einer Farm – bestimmt Ort und Zeit einer Safari in Tansania.

Und daher ist eine Reise durch Tansania, durch die Serengeti, den Tarangire- oder den Kili- oder einen den anderen Nationalparks ein echtes Naturerlebnis. Aber auch eines, das gut geplant werden sollte. Denn es kann sein, dass man bei Tansania Reisen mit dem Jeep durch die unendliche Weite der Serengeti brettert – und kaum eines der 1,3 Millionen Gnus (und ihre Begleiter, die Zebras) antrifft. Weil sie gerade dem Regen folgen und woanders grasen.

Ngorongoro Krater am Rande der Serengeti

Akazienwälder am Hang Ngorongoro Kraters (Xenia Richters)
Akazienwälder am Hang Ngorongoro Kraters (Xenia Richters)

Ein Tipp jedoch ist quasi bombensicher: Das achte Weltwunder, der Ngorongoro Krater am Rande der Serengeti. Ein unglaublich großer Kater, der vor vier Millionen Jahren entstand und in dem sich alle Tiere versammeln (bis auf die Giraffen), nach denen man in Tansania auf Safari Ausschau hält.

Sogar Nashörner leben in diesem verrückten Biotop, das jeden, aber auch wirklich jeden Besucher in Bann zieht. Dort hat es alles, dort gibt es alles (für die Jäger und die Gejagten) – also auch keinen Grund den Krater als Lebensraum zu verlassen.

Bungalow der Plantation Lodge (Xenia Richters)
Bungalow der Plantation Lodge (Xenia Richters)

Mein Tipp für eine wirklich schöne, gepflegte und perfekt gelegene Unterkunft, wenn man den Krater besuchen und auch noch Lake Manyara erleben will: Die Plantation Lodge in Karatu. Toller Weinkeller, geschmackvolle Bungalows, super Service und zudem einer der wenigen Plätze, wo man sich nachts frei bewegen kann.

In allen anderen Lodges oder Camps ist es zu gefährlich. Nicht etwa wegen der Kriminalitätsrate Tansanias, sondern weil die wildlebenden Tiere einem diesen Spaß schwer verderben könnten!

Tarangire Nationalpark: Elefanten und Baobab Bäume

Swala Camp im Tarangire Nationalpark (Xenia Richters)
Swala Camp im Tarangire Nationalpark (Xenia Richters)

Also: Schlau machen über die Jahreszeit, dann ist Tansania das perfekte Ziel fürs Safari-Abenteuer der rauen oder auch exklusiven Sorte. Das wirklich wunderbare Swala Camp im Tarangire Nationalpark etwa bietet in der absoluten Abgeschiedenheit von Zivilisation alles, was ein verwöhntes Herz begehrt.

Sogar Internet, Swimmingpool, hausgebackenes Brot und die luxuriösesten Zelte in denen man wohl in Tansania nächtigen kann. Wer im Januar anreist, wird sich jedoch mit Myriaden von Fliegen rumschlagen müssen – nur im Jeep, nicht im Camp, aber dennoch furchtbar ärgerlich.

Nichtsdetsotrotz ist der Tarangire Park mit seinem Elefanten-Reichtum, seiner abwechslungsreichen Landschaft, den phantastischen Baobab Bäumen und eben diesem Swala Camp ein MUSS, gleich nach dem Ngorongoro Krater.

Arusha Nationalpark und Mount Meru

Kohama Camp: Frühstück in der Wildnis (Xenia Richters)
Kohama Camp: Frühstück in der Wildnis (Xenia Richters)

Erfrischend kühl und mückenfrei – für den, der Panik vor Malaria hat -ist die Gegend rund um den Mount Meru, beim kleinen aber feinen Arusha Nationalpark. Die Hatari Lodge bietet wunderbare Ausflüge zur Aklimatisierung an, wenn man mit Condor auf dem Kilimanjaro Airport angelandet ist. Schicker 60er-Jahre Style bestimmt die Bungalows dieser Lodge und wer es wilder mag, der kann in das Shu Mata Camp weiterziehen, das die Hatari Lodge ebenfalls betreibt: Übernachten im Zelt in Maasai-Land mit Blick auf den Kilimanjaro!

Solche Zeltcamps gibt es unzählige und für fast jeden Geldbeutel in Tansania. Ganz billig ist natürlich keines, denn immerhin müssen die Gastgeber alles, aber auch wirklich alles in die Wildnis schleppen, um die Touristen dort unter freiem Himmel bei den Tieren campen zu lassen: Wasser und Nahrung, Wein, Bier, den unverzichtbaren Gin für den Sundowner nach der Safari, meist sogar Eiswürfel oder zumindest Kühlanlagen bis hin zu Bettwäsche und Klopapier!

Camp Kohama: Übernachten im Busch (Xenia Richters)
Camp Kohama: Übernachten im Busch (Xenia Richters)

Das Swala Camp gehört sicher zu den exklusivsten, das Kohama Camp beim Ndutu Lake, nahe der Serengeti, zu den einfacheren. Aber das muss nichts schlechtes heißen, es geht am Ende immer darum, welche Eindrücke die Safari hinterlässt, welche Tiere man erleben durfte, ob man sie gar beim Jagen oder Töten beobachten konnte oder frischgeborene Löwen, Elefanten oder Zebras gesehen hat.

Ein Vorteil beim Ndutu Camp: Es liegt außerhalb eines Parks, bietet gleichzeitig die ganze Bandbreite an Flora & Fauna, und der Safari-Fahrer kann direkt an die Tiere heranfahren, die strengen Regeln der Nationalparks gelten dort nicht. Bessere Schnappschüsse bekommt man nirgendwo anders!

Strandurlaub auf Sansibar

Strandidylle im Norden Sansibars (Xenia Richters)
Strandidylle im Norden Sansibars (Xenia Richters)

Wem all das nicht reicht, der kann den Urlaub abschließen mit ein paar Tagen Strandurlaub auf Sansibar, der Gewürzinsel mitten im tieftürkisen Indischen Ozean. Die Hauptstadt Stonetown an sich ist schon eine Reise wert: wild, exotisch, eng, heiß.

In den Souks der Altstadt mischen sich die schönsten Düfte mit grenzwertigen Eindrücken vom Fleisch- und Fischmarkt, Anachronismus mit modernem Tourismus, Afrika mit Indien – jahrhundertelang verliefen hier schon die Handelswege, wurde im Hafen umgeschlagen, was Asien und Persien zu bieten hatten.

Altstadt von Stonetown mit Blick auf den Indischen Ozean (Xenia Richters)
Altstadt von Stonetown mit Blick auf den Indischen Ozean (Xenia Richters)

Am Strand herumzudösen ist allerdings nur was für Hartgesottene: das Meer hat tückische Gezeiten (im Reisebüro nachfragen!) und ist mit einer Temperatur von 35 Grad Celsius nicht wirklich erfrischend. Schnorcheln und Tauchen jedoch sind Genuss pur.

Waisenhaus in Tansania unterstützen

Wer beim Reisen auch noch Gutes tun will, in Tansania selbst und für ein rein privates Projekt: Unsere Autorin betreut bei Arusha ein Waisenhaus mit 19 Kindern. Viel ist schon erreicht, es wurden bereits zwei Häuser gebaut, Brunnen gebohrt und für Strom gesorgt, doch es gibt immer etwas zu tun.

Mehr Information: people-to-people Projekt www.ped-world.de oder direkt bei x.richters@gmx.de. Nach Afrika kehrt man ja schließlich immer zurück, und dann kann man sogar sehen, was aus den Spenden (mit Spendenquittung fürs Finanzamt) geworden ist. Verwaltungskosten gibt es bei ped-world übrigens keine, alles kommt direkt dort an, wo es hingehört.

Informationen zu Hotels und Flug

Hotels / Safari Lodges

Flüge nach Tansania
Flüge nach Tansania, bietet die Fluggesellschaft Condor, via Frankfurt / Main. Die Flüge landen in Kilimanjaro oder Sansibar. Jetzt günstigen Flug nach Tansania suchen.

Reiseführer & Literatur für Tansania

Touren und Aktivitäten in Tansania

Reisebüro für Tansania Reisen: Christoph Friedrich, Inhaber von Concept Reisen, einem Reisebüro für Tansania, hat alle Ecken Tansanias selbst bereist und stellt individuelle Safaris zusammen. Hier ist man gut informiert, wann die Migration der Tiere wo verläuft, wann die Zebras und Gnus ihre Babies bekommen oder zu welcher Jahreszeit man auf der Safari noch einen Fleecepulli braucht.

Peggy Reichelt, Reiseexperte

Viele Reisen nach Asien, Nordamerika, Australien, Afrika oder Kurztrips innerhalb Europas durfte ich schon erleben. Der weiße Fleck auf der Wunschliste der bereisten Kontinente – Südamerika – wird hoffentlich bald gefüllt. Bis dahin bin ich weiter auf der Suche nach Insidertipps und freue mich, diese hier zu teilen!

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