Strand & Meer, Reise Inspiration, Deutschland

Sylt für den schmalen Geldbeutel

Nicht alles auf Sylt ist teuer. Nicht nur die Prominenz kann sich auf der schönen Nordseeinsel einen Urlaub leisten. Auch „Otto Normal“ kann auf Sylt einen schönen Strandurlaub mit Kind und Kegel, oder auch ohne, verbringen.

Der Leuchtturm von Kampen auf Sylt. (Tobias Mandt/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a>)
Der Leuchtturm von Kampen auf Sylt. (Tobias Mandt/cc)

Die Umrisse der größten nordfriesischen Insel Sylt kleben nicht umsonst auf zahlreichen Autohecks: Sylt ist ein Strand- und Badeparadies, bekannt für sein erholsames Klima. Kein Wunder, dass die Insel so viele Fans hat. Die Kurorte Westerland, Kampen und Wenningstedt erlangten weltweit Berühmtheit. Vor allem das noble Kampen, mit seinen Designerboutiquen und exklusiven Hotels ist beim Jet Set beliebt.

Sylt: Mehr Sonne, mehr Meer

Im Jahr 2005 wurde es gemessen: Sylt bekommt pro Jahr durchschnittlich 180 Sonnenstunden mehr ab als der Rest Deutschlands. Trotzdem ist es auf der Insel nie stickig heiß, denn das vom Golfstrom beeinflusste Klima ist zwar mild aber sorgt nie für schwüle Luft.

Ideal ist ein Urlaub auf der Insel für Familien, Wassersport-Fans sowie Singles und Paare jeden Alters. Auf Sylt kann man für jedes Budget Urlaub machen: High Class im 5-Sterne-Hotel oder günstig auf dem Campingplatz.

Günstiger Urlaub auf Sylt

Für Singles und Paare bietet Sylt zahlreiche Hotels und Ferienwohnungen. Man ist hier gut auf Singles und Paare eingestellt, denn es gibt viele Ein- bis Zweiraum-Appartements. Für etwa 35 Euro pro Nacht kann man als Single oder Pärchen in Westerland unterkommen und sich selbst verpflegen. Hotelzimmer in derselben Region kosten 100 Euro und mehr pro Person und Nacht.

Ferienhäuser für vier Personen kosten in der Hauptsaison auf Sylt etwa 160 bis 300 Euro pro Nacht, also ganz schön teuer. Da ist Camping eine wirklich sinnvolle Alternative:
Es gibt sieben Campingplätze auf der Insel, zum Beispiel in Kampen, Wenningstedt, Tinnum oder Westerland. Campen in Kampen kostet etwa 16 Euro pro Zelt-Stellplatz (bis sechs Quadratmeter) oder 24 bis 26 Euro für einen Wohnwagenstellplatz. Kurtaxe muss man auch beim Camping berappen: Drei Euro pro Tag und Person (ab 18 Jahre).

Anreise nach Sylt

Die Insel Sylt ist mit dem Auto über den Hindenburg-Damm, via Autozug, zu erreichen. Der kostet natürlich extra. Man kann auch mit dem Zug anreisen und sich ein Auto vor Ort mieten oder aber die Fahrräder mitnehmen. Sylt bietet viele Radwege, so dass man auch ohne Auto auskommt. Auch per Flugzeug oder Fähre kann man nach Sylt gelangen. Hier ein Kostenvergleich der Anreise-Möglichkeiten:

  • Die Überfahrt mit dem Autozug ab Niebüll (Hin- und Rückfahrt) kostet etwa 84 Euro.
  • Der Flug von Berlin nach Sylt (Westerland) kostet circa 190 Euro hin und zurück pro Person inklusive Zwischenstop in Köln oder Düsseldorf.
  • Überfahrt mit der Fähre nach List ab Rømø (Hin- und Rückfahrt): etwa 75 Euro.
  • Die Zugfahrt gibt’s ab etwa 29 Euro pro Person, wenn man früh bucht.

Sehenswürdigkeiten auf Sylt

  • Eine Wattwanderung sollte Pflicht sein.
  • Das steinzeitliche Grab Denghoog und das nahe liegende Wenningstedt mit dem einzig stehenden Gewässer der Insel, dem Dorfteich, und den malerischen Friesenhäusern und Cafés ringsherum.

Essen und Trinken auf Sylt

Essen auf Sylt bedeutet: Frischer Fisch, Nordseekrabben, Austern oder andere Meeresfrüchte. Neben der „Sansibar“ oder „Gosch“ gibt es auf Sylt auch noch andere, sehr süße Restaurants. Allen gemeinsam sind die hohen Preise in den beliebten Orten Kampen oder Westerland. Im Restaurant „Tadjem Deel“ in Rantum ist es weniger nobel, dafür auch günstiger und bodenständiger. Im „Rostiger Anker“ in Hörnum trifft man ebenso auf bodenständige und handfeste Sylter Küche.

Unbedingt machen auf Sylt

  • Die letzte Wanderdüne Deutschlands besichtigen in Listland. Sie wandert immer mehr nach Osten und steht unter strengem Naturschutz.
  • Kaffee und Kuchen in einem netten Café abseits vom Touristentroubel, zum Beispiel im „Voigt’s Alte Backstube“ in List mit leckeren Windbeuteln und Pfannkuchen.

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Claudia Krempler, Reiseexperte

Backpacking durch Europa, Städtereisen am Wochenende aber auch Wanderurlaub in den heimischen Bergen oder Erholung an der Ostsee gehörten für mich bisher zum Urlaubsprogramm. Ab jetzt heißt es: Verreisen mit der Familie und das am liebsten nach Asien. Bis dahin sammle ich fleißig Eindrücke und Ideen von den schönsten Orten der Erde.

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