“Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt und vom Himmel die bleiche Sichel des Mondes blinkt….” Wer denkt bei diesen, inzwischen in die Jahre gekommenen Liedzeilen nicht sofort an Urlaub? Die oft besungene Insel Capri im Golf von Neapel ist für viele Deutsche der Inbegriff des “Dolce Vita”. Auch heute hat sich am Capri-Kult nichts geändert. Jahr für Jahr strömen – besonders in den Sommermonaten – tausende Touristen hierher, um sich von der Naturschönheit der kaum 11 km² großen, italienischen Insel verzaubern zu lassen.
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![]() Touristenmagnet Capri (heydrienne/cc ) |
Wer einen Strandurlaub auf Capri verbringt, muss also damit rechnen, nicht alleine zu sein. Macht aber nichts, denn schließlich wird man reichlich entschädigt.
Sehenswertes auf Capri

Ob als Tagesausflug vom italienischen Festland aus oder als ausgedehnter Inselurlaub, Capri ist – trotz genteiliger Behauptungen – auch zur Badesaison eine Reise wert.
Obwohl Capri eher klein ist, gibt es rund um die beiden Gemeinden der Insel, die Orte Capri und Anacapri, unendlich viel zu entdecken: Neben den für Capri so berühmten Grotten, den zahlreichen Kulturgütern lädt vor allem eine vom Klima überaus begünstigte Vegetation zu zahlreichen größeren oder kleineren Ausflügen ein.
Rund um die Stadt Capri
- Piazzetta (eigentlich Piazza Umberto I): Die weltberühmte Piazzetta mit ihren wirklich einladenden Cafés ist ein hübscher kleiner Platz im Herzen des Ortes Capri. Leider ist dieser Platz meist völlig von Touristen überfüllt. Auch die nett gekleideten Kellner, die versuchen, große Reisegruppen in die Restaurants zu locken, sind ganz schön nervig. Tipp. Die malerische Piazza besser in den frühen Morgenstunden besuchen, denn dann ist es hier leerer. Auch zum Essen sollte man sich lieber ein anderes Plätzchen aussuchen, denn sonst zahlt man immens hohe Touristenpreise.
- Faraglioni (deutsch Klippen): Die nadelförmige Felsformationen sind das Wahrzeichen der Insel. Diese drei Felsenklippen ragen am Höchsten Punkt 109 m aus dem Meer heraus. Der höchste der drei Felsen (Stella) ist zudem durch eine kleine Landzunge mit der Küste verbunden. Scòpolo, der zweithöchste der drei Felsen, steht am weitesten im Meer. Auf diesem Felsen ist eine sehr seltene, blaue Eidechsen-Art zu Hause.
- Belvedere di Tragara: Von dieser Aussichtsterrasse, die sich am Ende der Via Tragara befindet, kriegt man eine atemberaubende Sicht auf die Faraglioni geboten. Von der Belvedere di Tragara kann man weiter in Richtung Pizzolungo und Arco Naturale laufen.
- Arco Naturale: An der Ostküste Capris ragt inmitten der wilden Waldlandschaft ein mächtiger, durch Erosion geformter Natursteinbogen aus Fels ins Meer hinaus. Von der Piazzetta aus führt ein Fußweg über die Via Le Botteghe und die Via Matromania in etwa 20 Minuten dorthin.
- Grotta di Matromania: Unterhalb des Arco Naturale geht es herab zur Matromania Höhle, ein Ort, der zur Römerzeit als Kultstätte genutzt wurde. Aus dem alten, halbkreisförmigen Mauerwerk lassen sich heute noch die Reste einer Brunnenanlage erschließen. Wer einmal da ist, sollte weiter bis zum Meer hinabzusteigen, um dann über Pizzolungo und die Belvedere di Tragara Terrasse zurück nach Capri zu gelangen.
- Sehenswert sind auch: Giardini di Augusto (Augustus-Gärten), die Kirche San Constanzo oder die Kathedrale Santo Stefano. Weitere Sehenswürdigkeiten rund um die Stadt Capri findest du auf capritourismus.com.
Rund um die Stadt Anacapri
Anacapri ist die zweite Gemeinde auf der Insel Capri. Hier, im westlichen Teil der Insel, sollte man folgende Sehenswürdigkeiten nicht verpassen:
- Grotta Azzurra (Blaue Grotte): Die Blaue Grotte ist eine Höhle im Nordwesten der Insel. Für die meisten ist sie das Synonym für Capri. Ihr Zugang ist ein gerade mal knapp 4 m hohes Felsloch im Meer. Da das Tageslicht überwiegend unter dem Meeresspiegel reflektiert im Meerwasser in die Grotte gelangt, schimmert das Wasser im Innern der Höhle in einem einzigartigen Blauton. Man erreicht die Grotte zu Fuß oder mit dem Bus über die Landstraße von Anacapri in Richtung Villa Damecuta. Wer in Capri wohnt, greift am besten auf den Pendelbootservice an der Marina Grande zurück. Vor der Grotte angelangt, steigt man in ein schmales Vier- Mann-Boot um. Da das Gedränge zur Grotte in der Regel groß ist, muss man auch mal längere Wartezeiten in Kauf nehmen.
- Monte Solaro: Dieser Berg ist mit 589 m der höchste der Insel. Wer auf den Berg gelangen möchte, muss von der Piazza della Vittoria den Sessellift nutzen, der im Zehn- Minuten-Takt hinauf fährt.
- Sehenswert rund um Anacapri sind weiterhin: Die Casa Rossa (das rote Haus), Castello di Barbarossa, Parco Filosofico oder die Kirche Santa Sofia. Weitere Sehenswürdigkeiten rund um die Stadt Anacapri findest du auf capritourismus.com.
Baden auf Capri
Nicht überall auf Capri darf gebadet werden. Aufgrund der Steinschlag-Gefahr wurde an einigen Stellen der Inselküste das Baden mittlerweile verboten. Wo Warnschilder mit der Aufschrift „Caduta Massi“ angebracht sind, ist es ratsam, genügend Abstand zum Felsenufer zu halten. Wer auf Capri baden möchte, sollte zudem die Badelatschen nicht vergessen, denn Capri ist felsenreich und auch die Sandstrände meist grobsteinig. Die Schönsten Badestellen auf Capri sind:
- Spiaggia Marina Grande: Dieser Strand im Norden ist der größte Strand der Insel. Der Sandstrand wird immer wieder durch kleine Kiesabschnitte unterbrochen, glasklares Wasser lädt zu einem erfrischenden Bad im Mittelmer ein. Der Strand ist mit Liegen und Schirmen ausgestattet. Auch Tretbootfahren ist möglich.
- Spiaggia Gradola di Capri: Dieser Strand ist in der Gemeinde von Anacapri, direkt neben der berühmten Blauen Grotte, zu finden. Der Platz zum ausgiebigen Sonnenbaden, eine Plattform aus Stein, ist nicht sehr groß, dafür wird man aber mit transparentem Wasser belohnt. Der Strand ist von Anacapri aus leicht mit dem Bus zu erreichen.
- La Spiaggia Cala Ventroso: Dieser Strand ist zwischen dem Leuchtturm und der Bucht der Marina Piccola situiert. Es handelt sich bei der Spiaggia Cala Ventroso um eine wunderschöne Badebucht, die durch einen schmalen Felsen gekennzeichnet und von den schroffen Klippen des Monte Solaro umgeben ist. Die Badestelle ist nur mit dem Boot zu erreichen und berühmt dafür, dass sie in unmittelbarer Nähe zu den schönsten Grotten (wie der Grotta dello Champagne oder e la Grotta Verde) liegt.
Übernachten auf Capri
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Anreise Capri
Am besten ist Capri mit dem Flugzeug zu erreichen. Der nächstgrößere Flughafen ist der Flughafen von Neapel, der u.a. von Easyjet, Airberlin und Lufthansa von mehreren deutschen Flughäfen aus angeflogen wird. Von hier nimmt man am besten den Bus bis zur Molo Beverello (ca.3 Euro) und steigt dann aufs Schiff um. Achtung: Unbedingt Ticketpreise vergleichen: Es fahren große Schiffe, die ca. eine Stunde nach Capri brauchen und Tragflächenboote, die teurer aber flotter sind.
Auf Capri selbst bedeutet Mobilität meist zu Fuß gehen, denn es ist verboten, die Insel mit dem Auto oder dem Motorrad zu besuchen, es sei denn man besitzt ein Anwesen oder ist residenter Bürger.




















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