Einspänner, Fiaker und Brauner sind in diesem Fall keine Pferdegespanne. Doch wie die traditionellen Kutschen begegnen Wien-Besuchern diese Begriffe nahezu überall. Es handelt sich um typische Kaffeevariationen, die in der Stadt der Kaffeehäuser unbedingt probiert werden müssen. Wien hat noch viel mehr zu bieten: Stephansdom, Schloss Schönbrunn und das Museumsquartier dürfen bei einer Städtereise nicht fehlen. Hier findest du Tipps, wie sich Pracht, Prunk und Prater an einem Wochenende entdecken lassen.
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![]() Hereinspaziert: Der Wiener Prater lockt mit Riesenrad und Co (Ethan Prater/cc ) |
Erster Tag: Innenstadt mit UNESCO-Welterbe
Das Wochenende in der österreichischen Hauptstadt beginnt mit einer Tour durch das Zentrum. Die Wiener Innenstadt spiegelt europäische Geschichte wieder: Bauwerke aus der Gotik sowie der Barock- und Gründerzeit zeigen den Wandel vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Deshalb nahm die UNESCO die Innenstadt 2001 in die Liste der Welterbestätten auf, wie das zuständige Magistrat der Stadt mitteilte.

- Der gotische Stephansdom gilt als Wahrzeichen Österreichs. Die gotische Kirche steht zentral am Stephansplatz (U1/U3-Haltestelle) und ist ein Besuchermagnet. Der erste Tag startet mit einem wunderbaren Panorama über die Stadt. Zuvor müssen jedoch 343 Treppenstufen bewältigt werden. In der Türmerstube des fast 140 Meter hohen Südturms angekommen, wird der Aufstieg mit einem traumhaften Ausblick belohnt. Der Turm ist laut Kirchenmeisteramt täglich von 9.00 bis 17.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 3,50 Euro pro Erwachsenen. Weitere zentral gelegene Kirchen sind Maria am Gestade, Peterskirche, Ruprechtskirche oder Jesuitenkirche.
- Bei einem Zwischenstopp in einem der fast 1.000 Kaffeehäuser treffen Besucher auf den berühmten Wiener Schmäh. Das traditionsreiche Café Hawelka liegt vom Stephansplatz nur einen kurzen Fußmarsch entfernt. Über den Graben biegt man in die Dorotheergasse. Im Haus Nummer sechs werden Wiener Kaffeeköstlichkeiten wie Brauner (schwarzer Kaffee mit Milch) oder Fiaker (schwarzer Kaffee mit Rum oder Kirschwasser und Kirsche) serviert.
- Koffein gibt Energie. Am Mittag empfiehlt sich ein Bummel durch die Altstadt. Zum Shoppen laden fast unzählige Läden ein. Trendige Mode von Jungdesignern gibt es bei Spodd in der Straße Salzgries 11 oder Salztorgasse 5. Die Mariahilfer Straße ist eine weitere bekannte Einkaufsstraße. Sie reicht vom Museumsquartier bis zum Auer-Welsbach-Park. Weniger bekannt ist die Kirchengasse, die von der Mariahilfer Straße abzweigt. Dort finden sich kleinere Shops und eine Galerie. In der Siebensterngasse 31 kommen im Shultz neben Speisen auch Cocktails auf den Tisch.
- Früher war die Wiener Hofburg das Zentrum des Habsburger-Reiches. Die Burganlage aus dem 13. Jahrhundert wurde im Laufe der Zeit stets erweitert. Derzeit hat in der Hofburg unter anderen der österreichische Bundespräsident seinen Sitz. Zudem geben verschiedene Sammlungen wie das Sisi-Museum einen Einblick in die Kaiserzeit. Die Hofburg hat täglich geöffnet. Der Eintritt in das Museum, die Kaiserappartements und die Silberkammer kostet laut Betreiber inklusive Führung 13 Euro. In der Hofburg befinden sich noch weitere bekannte Institutionen wie die Spanische Hofreitschule.
- Am Abend wird es in Wien romantisch. Zahlreiche Prachtbauten sind illuminiert und in Szene gesetzt. Eine Kutschfahrt in einem Zweispanner, der ebenfalls Fiaker genannt wird, ist am Abend besonders schön. Sommer wie Winter gibt es auf dem Rathausplatz Open-Air-Veranstaltungen. Wer typisch zu Abend essen will, sollte einen Tisch im Restaurant Schnattl (Lange Gasse 40, +43 (0)1-4053400) oder im bekannten Feinkosttempel Meinl am Graben (Graben 19, +43 (0)1-53233346000) reservieren.
Zweiter Tag: Kunst, Naschen und Schloss Schönbrunn
Auch der zweite Tag der Städtereise nach Wien bietet ein volles Programm. Kunst und Kultur im Zentrum, eine Stadtrundfahrt und der abschließende Besuch des berühmten Schlosses Schönbrunn.

- Wien kann sich kulturell mit anderen europäischen Städten messen: Kulturinteressierte Besucher finden nur wenige Meter von der Hofburg entfernt im Museumsquartier am Museumsplatz Kunst und Ausstellungen verschiedener Epochen sowie Cafés und Restaurants. 3,8 Millionen Menschen besuchen das Quartier laut Betreiber jährlich. Besonders das Leopold Museum unter anderem mit Kunstwerken des Expressionisten Egon-Schiele oder Gustav Klimt zieht Besucher an. Auch das Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (mumok) und Ausstellungs- und Wirkungsstätten weniger bekannter Künstler sind sehenswert.
- Wer keine Lust auf Museen und Ausstellungen hat, kann über den Naschmarkt schlendern. Dort präsentiert sich Wien multikulti: Neben österreichischen Spezialitäten werden Leckereien aus aller Welt verkauft. Am Ende lädt ein Trödelmarkt zum Stöbern. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 6.00 bis 18.30 Uhr, samstags in der Regel 6.00 bis 17.00 Uhr (Straße: Wienzeile 1).
- Habsburger Geschichte und Herzschmerz in den Sisi-Filmen mit Romy Schneider spielten sich hier ab: Schloss Schönbrunn ist seit 1996 im UNESCO-Welterbe gelistet und sollte bei keiner Städtereise nach Wien fehlen. Wem die langen Warteschlangen der meist besuchten Touristenattraktion Österreichs abschrecken, kann sich zurücklehnen und folgendes Angebot wahrnehmen: Diese Tour führt “ohne Anstehen” ins Schloss. Zuvor geht es bei einer Stadtrundfahrt entlang weiterer Wiener Sehenswürdigkeiten wie Staatsoper und Burgtheater. Am Schloss Schönbrunn angekommen, beginnt die Führung durch die Prunkräume. Die Baugeschichte Schönbrunns reicht bis ins Mittelalter zurück. 1569 ging es in habsburgischen Besitz über und entwickelte sich zur kaiserlichen Residenz. Die dreistündige Tour endet an der Staatsoper und kostet 39 Euro/Erwachsenen. Tour gleich buchen!
- Vergnügungssüchtige können sich am Ende der Städtereise im Wiener Prater austoben. Das Gelände wimmelt vor Attraktionen wie Riesenrad, Achterbahn und Geisterschloss. Neben Imbissbuden gibt es im Prater auch ein großes Angebot an Restaurants. Der Eintritt zum Prater ist frei. Die Fahrkarten für die einzelnen Fahrbetriebe kosten zwischen einem und zehn Euro, wie der Praterverband mitteilte. Riesenrad und Co haben zwischen 10.00 und 1.00 Uhr geöffnet. Das Areal ist jederzeit zugänglich. (U1-Haltestelle: Praterstern)
Hoteltipp: In Wien gibt es ein breite Auswahl an Unterkünften. Guten Service, schöne Zimmer, praktische Lage und ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis gibt es im Hotel Mercure Wien Westbahnhof. Die Zimmer sind komfortabel eingerichtet und das Frühstück bietet die passende Stärkung für ein ereignisreiches Wochenende. Mit der U-Bahn geht es vom Westbahnhof direkt in die Innenstadt. Die Preise für die Zimmer starten bei rund 80 Euro. Zimmer gleich buchen!



















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