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Städtereise Rom: Die Szeneviertel San Lorenzo und Pigneto

Während sich Rom Touristen am Abend gerne um das Centro Storico tummeln, zieht es die Römer in die Szeneviertel der Stadt. In diesen Vierteln – jenseits des Stadtzentrums – zeigt sich die Ewige Stadt von ihrer jungen, dynamischen Seite. Allen, die bei einer Städtereise schon immer mal das etwas andere Rom entdecken wollten, sei ein Besuch dieser „Quartieri“ wärmstens empfohlen.

(antmoose/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a>), yeah chià/<a href="hhttp://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a>, zak mc/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a>)
(antmoose/cc), yeah chià/cc, zak mc/cc)

San Lorenzo

Etwas versteckt, hinterm Hauptbahnhof von Rom, liegt San Lorenzo. In diesem Viertel haben sich vor allem Studenten und Künstler angesiedelt. Politisch ist man hier traditionell dunkel rot eingestellt: Einst fanden in San Lorenzo die Demonstrationen der Arbeiter gegen die Faschisten statt und auch die Kommunisten marschierten hier auf. Während es am Tag in diesem Viertel eher locker und gemütlich zugeht, erwacht San Lorenzo am Abend zu vollem Leben. Dann herrscht auf den Straßen rund um die Alte Stadtmauer reger Betrieb. Vor allem die zentrale Piazza ist dann ein beliebter Treffpunkt.

Essen und Trinken in San Lorenzo

Rund um die Piazza von San Lorenzo (Simone Artibani/ <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a>)
Rund um die Piazza von San Lorenzo (Simone Artibani/ cc)

In San Lorenzo kann man zahlreiche nette Bars, kleine Ateliers und originelle Shops finden. Vor allem aber zum Essen ist das Viertel San Lorenzo ein echter Geheimtipp.

Eine tolle Adresse um im typisch römischen Ambiente Pizza zu essen, ist zum Beispiel die Pizzeria Formula Uno. Rom Reisende sollten sich nicht von der spartanischen Einrichtung der Pizzeria abschrecken lassen: Denn die Pizza schmeckt fantastisch, die Preise sind mehr als moderat und die Stimmung ist gewohnt ausgelassen. Da die Pizzeria auch von Einheimischen geliebt und geschätzt wird, kann man nur mit sehr viel Glück direkt einen Platz ergattern. Ansonsten heißt es: Warten (Formula Uno, Via degli Equi 13).

Auch Fischliebhaber kommen in San Lorenzo auf ihre Kosten, denn hier befindet sich mit Da Franco ar Vicoletto eines der besten Fischlokale Roms. Dafür sind die Preise noch relativ günstig. (Da Franco ar Vicoletto, Via die Falisci 1a, Ecke Via die Latini).

Sehenswertes in San Lorenzo

Unbedingt anschauen sollten sich Städtereisende die auf das 4. Jahrhundert zurückgehende Kirche San Lorenzo fuori le Mura. Diese mehrfach veränderte Basilika ist eine der sieben Pilger-Kirchen Roms. Die Kirche wurde über dem Grab des Märtyrers San Laurentius errichtet, der dem Viertel seinen Namen gab. In der Nähe befindet sich mit dem Campo Verano der größte Friedhof Roms. Wer vom hektischen Trubel der Ewigen Stadt mal eine kleine Pause braucht, findet hier ein wenig Erholung und Ruhe (Piazzale del Verano).

Pigneto

In der Fußgängerzone von Pigneto (Asrúbal WERT/ <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a>)
In der Fußgängerzone von Pigneto (Asrúbal WERT/ cc)

Nur die wenigsten Rom Urlauber werden bei einer Städtereise nach Rom dem Viertel Pigneto schon mal einen Besuch abgestattet haben. Das liegt vor allem daran, dass sich das Viertel Pigneto außerhalb des Stadtzentrums befindet und auf vielen Stadtplänen gar nicht mehr verzeichnet ist.

Pigneto, im Südosten Roms und eingeschlossen von wichtigen Hoch- und Umgehungsstraßen, hat sich darüber hinaus erst in den letzten Jahren zu einem echten Szeneviertel gemausert.

Noch vor wenigen Jahren sah es in diesem ehemaligen Arbeiterviertel noch anders aus. Heute haben sich rund um die Hauptachse Via del Pigneto viele Bars und Restaurants angesiedelt, die kleinen Häuser aus den 20er Jahren wurden teilweise renoviert und die Via del Pigneto wurde – für Rom höchst ungewöhnlich – zur Fußgängerzone erklärt.

Nur selten verliert sich mal ein Tourist nach Pigneto, stattdessen sind hier Künstler, Globetrotter, Trendsetter, Journalisten und Intellektuelle aller möglichen Nationalitäten zu Hause, welche die beinah dörfliche Atmosphäre dieses Viertels, inmitten der Millionenstadt, zu schätzen wissen. Das Szeneviertel jenseits des Bahnhofs Termini wirkt wie eine Stadt in der Stadt und erinnert mit seinen vielen Graffitis ein wenig an Berlin Kreuzberg.

Essen und Trinken Pigneto

In den Cafés von Pigneto (Asrúbal WERT/ <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a>)
In den Cafés von Pigneto (Asrúbal WERT/ cc)

Die meisten Bars und Restaurants des Viertels tummeln sich um die Fußgängerzone, Via del Pigneto. Bis zum Morgengrauen hängt die Szene Roms bei Cocktails und Prosecco draußen an den Tischen der Bars ab. Eine der besten Adressen zum Schlemmen ist hier das Ristornate Primo al Pigneto (Via del Pigneto, 46). Ebenfalls zu empfehlen ist das Kitchen, das seinen Gästen für Brunch bis Mitternachtscocktail offen steht. In der wiederbelebten Bar Legende Necci dal 1924 (Via Fanfulla da Lodi 68) gib es fast rund um die Uhr frisches Brot und Croissants. Auch der täglich stattfindende  kleine Obst- und Gemüsemarkt von Pigneto ist einen Besuch wert.

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Alex Fingas, Reiseexperte

Reisen und Kunst sind meine große Leidenschaft, die ich immer wieder gerne miteinander verknüpfe. Bei meinen zahlreichen Entdeckungstouren durch die Welt ist mir vor allem Italien zur zweiten Heimat geworden. Doch jetzt stehen erst einmal entlegenere Orte auf meinem Reiseplan. Bis dahin freue ich mich auf den gegenseitigen Austausch von Reiseeindrücken, -tipps und -erfahrungen.

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3 Comments

  1. Erwin Erpel sagt:

    Hallo Alex,

    vielen Dank für deinen wirklich lesenswerten Artikel. Ich war schon seit ein paar Jahren nicht mehr in Rom und merke gerade wie es mich unter den Fingern juckt, diese wunderschöne Stadt mit ihrem riesen Angebot an Kunst und Architektur mal wieder zu besuchen. Das letzte Mal war ich in Rom, als die Vatikanstadt zum Weltkulturerbe erklärt wurde. San Lorenzo war damals allen Anschein nach ein ganz anderes Pflaster mit einer komplett anderen Zielgruppe.

    Danke, dass Du alte Erinnerungen in mir geweckt hast

    Erwin

  2. Erwin Erpel sagt:

    Hallo Alex,

    vielen Dank für deinen wirklich lesenswerten Artikel. Ich war schon seit ein paar Jahren nicht mehr in Rom und merke gerade wie es mich unter den Fingern juckt, diese wunderschöne Stadt mit ihrem riesen Angebot an Kunst und Architektur mal wieder zu besuchen. Das letzte Mal war ich in Rom, als die Vatikanstadt zum Weltkulturerbe erklärt wurde. San Lorenzo war damals allen Anschein nach ein ganz anderes Pflaster mit einer komplett anderen Zielgruppe.

    Danke, dass Du alte Erinnerungen in mir geweckt hast

    Erwin

  3. marinetti sagt:

    Wohl nicht mehr ganz aktuell die Beschreibung. Der Bereich um den Hauptbahnhof Termini ist inzwischen schwarz und Schildkrötenland…und das ist auch gut so!

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