Kneipen und Kunst, historische Altstadt und eine lebhafte Studentenszene: Heidelberg verführt seine Besucher mit einer bunten Vielfalt. Sehenswert ist vieles. Doch die gemütliche Atmosphäre verbietet ein gehetztes Abhacken aller Sehenswürdigkeiten. Wer eine Städtereise nach Heidelberg in Baden-Württemberg unternimmt, sollte stattdessen abschalten und genießen.
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![]() Illuminierte Schlossanlage von Heidelberg (Rainer Ebert/cc ) |
Klein aber fein präsentiert sich die Stadt am Neckar. Urige Gassen und historische Bauten wie die berühmte Schlossruine ziehen laut Tourismusbehörde jährlich rund 3, 5 Millionen Touristen in ihren Bann. Die Heidelberger versprühen zwischen all dem Trubel lässige Ungezwungenheit. Davon angesteckt, führt der erste Stopp in die wunderschöne Altstadt.
Heidelbergs Altstadt

Entlang des Neckars zieht sich Heidelbergs historischer Kern. Die vorwiegend barocke Altstadt lässt sich bei einer Städtereise am besten zu Fuß erkunden. Am Marktplatz, einer der ältesten Plätze, stehen Rathaus (1701-1703), Herkulesbrunnen (1706-1709) und die frühgotische Heiliggeistkirche (Grundsteinlegung: 1398). Nicht weit entfernt liegt das 1703 bis 1705 entlang der Hauptstraße errichtete Barockgebäude Palais Boisserée.
Bummeln macht hungrig: Auf dem Weg zurück locken in der Altstadt viele Cafés und Bistros zu einer Pause. Von der Hauptstraße geht es rechts in die Haspelgasse. Im Haus Nummer 20 öffnet sich die Tür zum Café Knösel, das eigenen Angaben zufolge älteste Café der Stadt. Die beiden Inhaberinnen bieten neben Torten und Kuchen auch eine warme Küche an.
Gestärkt geht es weiter. Sehenswert und leicht zu finden ist das mittelalterliche Brückentor vor der Alten Brücke (Carl-Theodor-Brücke) am Neckar. Von der Haspelgasse liegt es nur wenige Gehminuten entfernt. Auf der Steinbrücke mit ihren geschwungenen Bögen öffnet sich ein schöner Blick auf den Fluss und die Schlossanlage. Die Ruine des kurfürstlichen Schlosses thront am Hang des Königsstuhls, etwa 70 Meter über dem Fluss. Die Anlage geht auf eine mittelalterliche Burg zurück, deren Alter laut Tourismusbehörde nicht genau bekannt ist. Von der Aussichtsterrasse des Schlosses lockt ein herrlicher Blick auf die Altstadt.
Die Blütezeit Heidelbergs soll begonnen haben, als die Wittelsbacher die Stadt im 13. Jahrhundert zur Residenz der Kurpfalz machten. Wer mehr über die Vergangenheit Heidelbergs erfahren will, sollte das Kurpfälzische Museum besuchen. Es befindet sich im barocken Palais Morass (Hauptstraße 97). Gezeigt werden unter anderem Gemälde, Kupferstiche, Räume, die die damalige Wohnkultur darstellen, sowie Porzellan und Kunsthandwerk.

- Extra-Tipp: Noch heute stehen viele Gebäude aus der Zeit des Mittelalters wie das Brückentor. Wenn du mehr über die Stadt erfahren willst, bist du bei diesem Rundgang genau richtig. Es geht sowohl zu kleinen, verborgenen Gärten und Plätzen als auch zu Top-Sehenswürdigkeiten wie die Heiliggeistkirche oder das Jesuitenviertel. Der Rundgang mit einem qualifizierten Guide dauert 90 Minuten und kostet sieben Euro pro Person. Tour gleich buchen!
Ausgehen und Kultur genießen
Nach dem Stadtrundgang führt der Weg zunächst zurück ins Hotel: Frischmachen für den Abend. Heidelbergs Hoteliers bieten Unterkünfte in Traumlagen. Für jeden Geldbeutel ist etwas dabei. Suche hier nach preisgünstigen Hostels in Heidelberg.
- Wer traditionsreich und zentral nächtigen will, findet im Hotel “Goldener Hecht” an der Alten Brücke den idealen Platz. Selbst Johann Wolfgang von Goethe soll hier nach einem Zimmer gefragt haben. Obwohl damals alles ausgebucht war, verewigten ihn die Besitzer bei den Zimmernamen. Die 13 Räume sind nach Schriftstellern benannt. Der Preis für eine Nacht im Doppelzimmer startet bei 73 Euro. Hier gleich buchen!
Rund um die autofreie Hauptstraße werden in vielen Bars und Kneipen Cocktailshaker geschwungen sowie Wein und Bier serviert. Am Wochenende gibt es bis in die frühen Morgenstunden im Cocktail Cafe Regie in der Theaterstraße 2 neben Speisen eine Auswahl von mehr als 180 Cocktails. Stylisches Ambiente mit Retro-Elementen bietet die Bent Bar in der Leyergasse 2 am Neckarmünzplatz. Auch hier werden Cocktails und Longdrinks gemixt. Neben der Altstadt reihen sich auch im Stadtteil Bergheim Bars und Kneipen aneinander. Im Billy Blues wird an einer 18 Meter langen Bar in der Bergheimer Straße 1b angestoßen. Im hauseigenen Club gibt es neben Partys und Konzerten auch Comedy-Events und Theaterveranstaltungen.
Viele verschiedene Bühnen entführen Theaterliebhaber ganzjährig in andere Welten. Die Hauptspielstätte des Theaters der Stadt wird noch bis 2012 saniert. Weitere Spielstätten sind das Opernzelt sowie Theaterkino & Traumfabrik. Im Kulturhaus Karlstorbahnhof wird neben Theater, Kino und Kleinkunst im klub_k zudem zeitgenössische Musik aufgelegt.
In Heidelbergs Gassen gibt es auch für Kunstinteressierte viel zu entdecken. Zahlreiche Galerien und Antiquitätenläden runden eine Städtereise ab. Mehr Informationen zu Kunst und Kultur gibt es hier.
Weitere Veranstaltungen in Heidelberg
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