Städtereisen, Reise Inspiration, Kroatien

Städtereise for Beginners: Dubrovnik

Wer einen Urlaub in Kroatien verbringt, sollte sich ein ganz besonders Highlight nicht entgehen lassen: Die Stadt Dubrovnik am südlichsten Zipfel der Adria Küste Kroatiens. „Perle der Adria“, „Perle des Südens“ oder „Kroatisches Athen“ –  Dubrovnik hat viele Namen, die auf die Schönheit, Bedeutung und Faszination dieser Stadt hinweisen.

Die Altstadt Dubrovniks (jns001/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a>)
Die Altstadt Dubrovniks (jns001/cc)

Die kulturelle Hauptstadt Dalmatiens ist ein Ort voller Geschichte und mediteranem Flair und auch für einen Spontantrip übers Wochenende hervorragend geeignet. Wir sagen, was du bei einer Städtereise nach Dubrovnik unbedingt sehen, erleben und tun solltest.

1. Seilbahn Fahren

Wer Dubronik bei einer Städtereise entdecken möchte, dem empfehlen wir, sich erst einmal einen Gesamtüberblick zu verschaffen. Nirgendwo lässt sich das besser als von Dubrovniks Hausberg Srd. Auf 400 m bietet sich vom Berg ein fantastisches Panorama auf die roten Dächer Dubrovniks. Auf den Berg gelangt man mit einer nagelneuen Seilbahn. Auch wenn die Stadt überall in neuem Glanze erstrahlt, die Spuren des Krieges sind immer noch sichtbar: Direkt neben der modernen Bergstation mit Amphitheater, Restaurant und Terrassen finden sich kaum verschüttete Schützengräben aus dem Jugoslawien Krieg.

2. Die Altstadt Dubrovniks erkunden

Rund um den Stradun (hanspoldoja/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a>)
Rund um den Stradun (hanspoldoja/cc)

Die kroatische Stadt Dubrovnik ist vor allem für die wunderschöne Altstadt bekannt. Das innerhalb des komplett erhaltenen Mauerrings gelegene Stadtzentrum wurde zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Als bei der Belagerung serbischer Truppen 1991/92 tausende Artilleriegranaten einschlugen, nahm die Altstadt jedoch erheblichen Schaden.

Heute ist im Stadtzentrum selbst davon nur noch wenig zu merken. Die zerstörten historischen Paläste, Klöster, Kirchen und Brunnen – allesamt aus dem gleichen hellen Stein – wurden größtenteils wieder aufgebaut. Alles wirkt wie frisch poliert und erscheint teilweise glanzvoller als je zuvor. Es gibt drei Zugänge zur Altstadt von Dubrovnik: Auf der Nordseite der Stadtmauer durch die Vrata od Buza, durch das Plocetor im Südosten beim Fort Revelin oder durch das Piletor im Nordwesten in der Nähe der Festung Lovrijenac.

3. Flanieren

Wer durch Altstadt Dubrovniks läuft, wird automatisch auf den Stradun (bzw. Placa) gelangen. Die lange Hauptstraße der Altstadt ist der begehrteste Teil Dubrovniks und gleichzeitig die Flaniermeile der Stadt. Die Steinplatten des Stradun sind so glatt, dass sie wie gespiegelte Wasserflächen wirken und auch die historischen Gebäude rundherum mit beleuchten. Die zahlreichen Geschäfte, Bars und Cafés entlang des Stradun laden zum Shoppen und Verweilen ein. Die netteren und günstigeren Bars und Cafés sind allerdings eher in den Seitenstraßen zu finden.

4. Auf die Uhr schauen

Der Stradun Dubrovniks führt auf den Lužaplatz und damit direkt zu einigen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Schon von weitem fällt der schlanke, Mitte des 15. Jahrhunderts erbaute Uhrenturm (Zvonik) ins Auge, der mit einer Höhe von ca. 30 m die Ostseite des Lužaplatzes dominiert. Hier, im Zentrum der Altstadt, herrscht eigentlich immer reger Betrieb. Eine hohe Säule mit der Figur des Ritters Roland (im Mittelalter Sinnbild jeder freien Handelsstadt) markiert die Mitte des Platzes. Eine breite Freitreppe auf der Südseite führt hinauf zur eindrucksvollen Fassade der Kirche Sveti (einer der im 18. Jh. anstelle eines abgebrannten Vorgängerbaus errichteten Kirche des Stadtpatrons). Auch ein Blick ins Innere der Kirche lohnt.

5. Am Onofrio Brunnen entspannen

Der Onofrio Brunnen (hanspoldoja/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a>)
Der Onofrio Brunnen (hanspoldoja/cc)

Am westlichen Teil des Stradun finden Städtereisende eine weitere Sehenswürdigkeit, den großen Onofriobrunnen. Der große Wasserbrunnen ist eine faszinierende Anlage aus dem 15. Jahrhundert, an der sich wunderbar einige Minuten verweilen lässt.

6. Dubrovnik umrunden

Zu den To Dos in Dubrovnik gehört auf jeden Fall auch ein Rundgang über die Stadtmauer der Stadt (entstanden zwischen dem 12. und dem 17. Jh.). Für umgerechnet zehn Euro (Preise schwanken je nach Saison) bieten sich von hier herrliche Ein- und Ausblicke in die Altstadt, über die Dächer und auf das Meer. Ein bisschen körperliche Aktivität muss aber sein: Die steinernen Treppen sind hoch und steil. Bei der fast zwei Kilometer langen Runde geht es immer mal wieder Treppen rauf und runter.

Tipp: Da es in Kroation im Sommer sehr warm wird und die Mauer keinerlei Schatten bietet, sollte man entweder morgens gleich nach Öffnung oder am frühen Abend auf die Mauer steigen. Die Aufstiege befinden sich neben der Kirche Sv. Spas (direkt hinter dem Piletor) und bei der Festung Sv. Ivan in der Nähe des Alten Hafens.

7. Fisch essen

In schmalen Gängen der Altstadt Dubrovniks tummeln sich rustikale Tische und Bänke zahlreicher Restaurants. Viele Lokale bieten regionale Köstlichkeiten an. Fisch und Meeresfrüchte stehen weit oben auf der Karte. Typisch regionale Gerichte sind Austern aus Ston und Miesmuscheln. Die  Preise  sind nicht mehr so günstig wie noch vor ein paar Jahren, aber mit Deutschland durchaus vergleichbar. Eine gute Adresse zum gemütlichen Abendessen ist z.B. das Domino auf der Gartenterrasse inmitten der Altstadt. Dalmatinische und internationale Küche gehören hier zum Speiseplan (Od Domina 6).

8. Sich ins Getümmel stürzen

Das Nachtleben von Dubrovnik ist vielseitig und lebendig. Am Abend muss es jedoch nicht immer der Gang in die nächste Bar oder Club sein, denn auch Galerien und Ateliers sind bis in die späten Abendstunden geöffnet. Im Sommer hat man allabendlich die Qual der Wahl und kann zwischen Konzerten oder folkloristischen Darbietungen wählen. Doch auch tanzfreudige Nachteulen kommen auf ihre Kosten. Es gibt zahlreiche Clubs, in denen man ausgelassen feiern und zu den verschiedensten Musikrichtungen tanzen kann (z.B. der 2008 eröffnete Factory Club oder der Latino Club Fuego).

9. Seeluft schnuppern

Am Glockenturm des Lužaplatz  öffnet sich das kleine, spitzbogige Seetor und führt hinaus zum Alten Hafen Dubrovniks.  Hier liegt die Johannesfestung aus dem 14. Jh. Die Festung bewachte einst die Hafeneinfahrt und beherbergt heute das Seefahrtsmuseum.

10. Im Meer baden

Baden in Dubrovnik (jns001/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a>)
Baden in Dubrovnik (jns001/cc)

Wer vom Stadtbummel genug hat und von den recht hohen Temperaturen des Sommers eine kleine Erfrischung braucht, kann sich zum Baden in die Adria stürzen. Leider ist es schwierig, in der Nähe einen Sandstrand zu finden.

Dafür gibt es aber einige tolle Alternativen: Viele Straßen Dubrovniks enden auf einem Felsvorsprung, von dem eine Treppe nach unten führt. Folgt man der Treppe, landet man oft auf einigen Felsen, wo es sich bestens baden lässt. Das Wasser ist hier nicht sehr tief, man sollte allerdings die Schuhe anbehalten, da es von Seeigeln nur so wimmelt. Noch mehr zu empfehlen ist allerdings eine Fahrt mit der Fähre zur benachbarten Insel Lokrum.

Übrigens: Die beste Reisezeit für Dubrovnik ist der Früh- oder Spätsommer, außerhalb der Hochsaison. Ab September muss allerdings mit Kälte, Sturm und Regen gerechnet werden.

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Alex Fingas, Reiseexperte

Reisen und Kunst sind meine große Leidenschaft, die ich immer wieder gerne miteinander verknüpfe. Bei meinen zahlreichen Entdeckungstouren durch die Welt ist mir vor allem Italien zur zweiten Heimat geworden. Doch jetzt stehen erst einmal entlegenere Orte auf meinem Reiseplan. Bis dahin freue ich mich auf den gegenseitigen Austausch von Reiseeindrücken, -tipps und -erfahrungen.

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