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Städtereise for Beginners: Amsterdam

An einem Tag im Jahr färbt sich Amsterdam orange. Wer Ende April in die Stadt in der Niederlande reist, erlebt sie am Königinnentag von ihrer traditionellen Seite. Multikulti wie die niederländische Hauptstadt ebenfalls ist, feiert jeder mit! Auch sonst können sich Besucher dem unwiderstehlichem Sog aus bunten Märkten, romantischen Grachten, beeindruckenden Museen, verruchtem Rotlichtviertel und fast endlosen Einkaufsmöglichkeiten kaum entziehen. Wir stellen in unserer Serie Städtereise for Beginners einige Höhepunkte vor.

Volle Grachten am Königinnentag (www.atcb.nl)
Volle Grachten am Königinnentag (www.atcb.nl)

Königinnentag Ende April

Ein wahres Fest des Volkes wird um den 30. April am Königinnentag zelebriert. Am 29. April feiert die Stadt die Königinnennacht mit Bands und DJs im Freien sowie in vielen Bars und Clubs. Am nächsten Tag beginnt alljährlich um 6.00 Uhr morgens auf vielen Straßen ein riesiger Trödelmarkt. Auf den Kanälen kann es sich in dieser Zeit sogar stauen. Auf unzähligen, orange geschmückten Booten feiern die Niederländer ihre Königin. Die Farbe Orange repräsentiert dabei das Königshaus.

Rijksmuseum Amsterdam

Bei einer Städtereise nach Amsterdam sollte das niederländische Nationalmuseum fett im Stadtplan markiert sein. Auch Rijksmuseum genannt, beherbergt es Gemälde großer Meister des 17. Jahrhunderts wie von Frans Hals, Jan Steen, Vermeer oder Rembrandt. Von letzterem kann zum Beispiel das Bild “Nachtwacht” bewundert werden. In dem Haus wird die Geschichte des Landes bis ins Jahr 1100 erzählt. Die Exponate umfassen auch Puppenhäuser, Glaskunst, historische Kleidung oder Uhren und Münzen. Das Gebäude des größten Museums der Niederlande stammt aus dem Jahr 1876.

Saal mit Gemälden im Rijksmuseum (www.getyourguide.com)
Saal mit Gemälden im Rijksmuseum (www.getyourguide.com)
  • Information: Eintrittspreis: 12,50 Euro/Erwachsener, täglich zwischen 9.00 und 18.00 Uhr geöffnet, Neujahrstag geschlossen. Adresse: Jan Luijkenstraat 1, 1071CJ Amsterdam, www.rijksmuseum.nl.
  • Ohne Anstehen in das Rijksmuseum für den gleichen Preis: Ticket buchen!

Brücken und Grachten

Paris und Venedig können nicht mit Amsterdams Wasserlandschaft mithalten – was die Zahlen betrifft. In Amsterdam soll es mit rund 1.280 Brücken mehr Übergänge als in Paris geben, wie die Tourist-Info mitteilte. Auch die Zahl der Grachten übertreffe Venedigs Kanäle. Die Wasserstraßen und darüber führenden Brücken verströmen eine fesselnde Stimmung. Bei einem Trip nach Amsterdam darf ein Bummel von Brücke zu Brücke entlang der typischen Kanalhäuser nicht fehlen. Die älteste und gleichzeitig breiteste Original-Brücke ist die Torensluis-Brücke (Turmschleusen-Brücke). An der Ecke zwischen Reguliersgracht and Herengracht soll man 15 Brücken sehen können.

  • Extra-Tipp: Besonders romantisch sind die Grachten am Abend. Dann verströmt weiches Licht aus den historischen Häusern und die indirekte Straßenbeleuchtung eine besondere Atmosphäre. Eine Bootsfahrt ist ideal, um diese Stimmung aufzufangen. Unter anderem führt der Weg unter der Magere Brug hindurch, die bereits als Filmkulisse diente. Eine abendliche, zweistündige Bootsfahrt bei Kerzenschein kostet inklusive Snacks rund 30 Euro/Person. Tour buchen!

Kleinstes Haus Europas

Romantisch beleuchtete Brücken zieren Amsterdams Grachten (www.atcb.nl)
Romantisch beleuchtete Brücken zieren Amsterdams Grachten (www.atcb.nl)

Die Häuservielfalt fällt nach einer Brückentour besonders auf. Backsteinbauten, mal schmal mal breit, dominieren die Straßen. Das angeblich schmalste Haus der Welt steht am Singel Nummer sieben in Amsterdam. Doch der Schein trügt: Auch wenn es nur einen Meter breit erscheint, öffnet sich der Bau in die entgegengesetzte Richtung. Das kleinste Haus Europas steht laut Tourist-Info an der Oude Hoogstraat 22 zwischen dem Dam und dem Kloveniersburgwal. Es misst 2,02 Meter Breite und sechs Meter Höhe. In Amsterdam war die Häuserbreite früher mit Steuern verknüpft. Bei schmalen Häusern versuchten die Architekten offenbar zu sparen.

Leidseplein

Das städtische Leben um den Leidseplein pulsiert. Die Auswahl an Bars, Restaurants und Cafés ist riesig. Nach einem Spaziergang durch die Gassen, finden Besucher hier das richtige Lokal. Während im 17. Jahrhundert die Bauern auf dem Platz ihre Wagen parkten, trifft man sich heutzutage zum Kaffee oder Abendessen. Im Kulturzentrum De Balie wird zu Diskussionen, Konzerten oder Theater geladen. Das Haus beherbergt im Grand Café auch ein Restaurant/Bistro mit entspannter Einrichtung in hohen Räumen.

  • Information: Das Grand Café ist ab 10.00 Uhr geöffnet. Adresse: Kleine Gartmanplantsoen 10 am Leidseplein.

Pfannkuchen essen

Mmh…lecker! Pannenkoeken, Pfannkuchen und Pancakes. Der Begriff ist in dem Bistro “Pancakes Amsterdam!” Programm. Dort werden die leckeren Eierspeisen süß oder deftig serviert. Das Angebot reicht von Pancakes mit selbstgemachter Marmelade über Ahornsirup mit Speck bis zu einem Belag mit Spinat und Ziegenkäse.

  • Information:Das Bistro in der Berenstrat 38 hat von 10.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. In den Wintermonaten bleibt es dienstags geschlossen.

    Schmale Häuser entlang der Kanäle (www.atcb.nl)
    Schmale Häuser entlang der Kanäle (www.atcb.nl)

Shoppen in der Haarlemmerstraat

Eigentlich braucht man zum Einkaufen in Amsterdam keine Tipps. Überall gibt es interessante und ausgefallene Shops, die von Luxusmarken über Selbstgenähtes nahezu alles anbieten. Ein Bummel in der Haarlemmerstraat im Viertel Jordaan ist jedoch ein besonderes Erlebnis. Dort reihen sich kleine Shops neben angesagten Bars und Restaurants. Mehr als 235 Läden laden zum Konsumrausch. Auf dem Haarlemmerplein präsentieren immer mittwochs den Angaben zufolge Händler beim ökologischen Bauernmarkt ihr Sortiment.

Hotel-Tipp: Traditionell Schlafen

Im Zentrum von Amsterdam macht Schlafen in einem traditionellem Haus besonders Spaß. Das Hotel Prins Hendrik liegte nahe der Central Station in der Straße Prins Hendrikkade 53. Das Haus verfügt über 30 Zimmer. Die Nacht im Doppelzimmer inklusive Frühstück kostet 150 Euro. Gleich buchen!

Carolin Bauer, Reiseexperte

25.000 Kilometer – einmal um Australien! Nach diesem Roadtrip war meine Reiseleidenschaft endgültig geweckt. Danach ging es mit dem Rucksack quer durch Südostasien. Meine Traumziel-Liste wird immer länger: Indien, Peru oder Afrika stehen ganz oben. Bis dahin suche ich nach neuen Spots und Trips in der wunderbaren Welt des Reisens.

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