Im Mittelalter versuchten die reichen Familien von San Gimignano, sich in der Höhe ihrer Türme gegenseitig zu übertrumpfen. Bis zu 72 Geschlechtertürme mit einer Höhe von teilweise mehr als 50 Metern sollen einst das Stadtbild des toskanischen Ortes geprägt haben. Erhalten haben sich davon immerhin noch 15.
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![]() Das Manhattan des Mittelalters (kevinpoh/cc ) |
Das zur Provinz Siena gehörende Städtchen San Gimignano gehört neben Florenz zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Toskana. Das heißt, ab Ostern wird es auf der zum Domplatz führenden Hauptstraße, der Via San Giovanni, recht voll. Wer in die kleinen, seitlichen Gässchen abbiegt oder sich hügelabwärts bewegt, findet aber noch ein wenig Ruhe und einen herrliches Panorama auf das Umland vor.
Die Highlights

“Das Manhattan des Mittelalters” – wie San Gimignano auch gerne genannt wird – gleicht einer begehbaren Schatzkammer. Im Jahr 1990 wurde die auf einem Hügel thronende Stadt von der UNESCO sogar mit dem Titel des Weltkulturerbes geadelt. Italien-Urlauber nehmen sich für die Entdeckung dieses Toskana-Schatzes am besten einen ganzen Tag Zeit.
- Piazza del Duomo: Um den Domplatz tummeln sich die Sehenswürdigkeiten der Stadt: Hier liegt die romanische Kirche Collegiata Santa Maria Assunta und der Palazzo del Popolo, der im Inneren unter anderem das städtische Museum, das Museo Civico, und die Pinakothek beherbergt.
- Torre Grossa: Einer der einst 72 Geschlechtertürme (beim Palazzo del Popolo) kann heute noch bestiegen werden. Wer die Stufen des zum Museo Civico gehörenden, ca. 54 Meter hohen Turmes bewältigt hat, kann sich an einem herrlichen Rundumblick über die Stadt und die Gegend erfreuen.
- Rocca: Hinter der Collegiata Santa Maria Assunta gelangt man über einen kleinen Weg zur Rocca. Die Ruine einer im 14. Jahrhundert erbauten Burg ist der höchste Punkt von San Gimignano.
- Piazza Cisterna: Vielleicht der schönste Plätz der Stadt mit einem mittelalterlichen Brunnen in der Mitte.
- Sant‘Agostino: Die am nördlichen Ortsrand San Gimignano liegende romanische Kirche Sant’Agostino behrebergt im Inneren einen Schatz: Der 17teilige Freskenzyklus mit der Lebensgeschichte des heiligen Augustinus wird dem bedeutende Renaissancemaler Benozzo Gozzoli zugeschrieben.
Anreise nach San Gimignano
- Mit der Bahn: Wer mit der Bahn anreisen möchte, fährt von Florenz oder Siena bis nach Poggibonsi und steigt hier in den Autobus (fährt vom Bahnhof ab) um.
- Mit dem Bus: San Gimignano wird täglich durch regelmäßige Busfahrten der Gesellschaft SITA mit Florenz und Siena verbunden. Meist muss man in Poggibonsi umsteigen.



















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