Natur erleben in einer Millionenstadt wie Rom hört sich zunächst einmal wie ein Widerspruch an. Doch wer sich bei einer Städtereise in die Ewige Stadt nach ein wenig Entspannung sehnt, kann diese in den zahlreichen Parkanlagen Roms finden. Diese Parks sind teilweise so groß, dass man sich bei einem Spaziergang leicht verlaufen kann. Wir nehmen drei der schönsten Parks in Rom einmal genauer unter die Lupe.
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![]() Der Park der Villa Doria Pamphili (pmorgan67/cc ) |
1. Der Größte: Der Park der Villa Doria Pamphili
Mit einer Fläche von insgesamt 9 km² ist der Parco der Villa Doria Pamphili der größte Park von Rom. Die riesige Anlage, westlich des historischen Stadtteils Trastevere und südlich vom Vatikan, wurde bereits im 17. Jahrhundert angelegt. Herzstück des Parkes ist die wunderschöne Villa, die der einstigen Papstfamilie Pamphili (neben dem Palazzo Pamphili) als herrschaftliche Residenz diente.
Viele Römer zieht es zur Erholung und Entspannung hierher und trotzdem wirkt diese tolle Parkanlage niemals überlaufen. Auch wer – Städtereise hin oder her – auf sein Sportprogramm nicht verzichten möchte, findet in der Parkanlage genau die richtige Adresse. Der Parco der Villa Doria Pamphili eignet sich wunderbar zum Joggen und wird auch von Freizeitkickern gerne genutzt. Naturliebhaber finden in der Parkanlage darüber hinaus ein regelrechtes Kleinod: Brunnen, kleine Wasserfälle, Wiesen und Baumalleen begegnen einen bei einem Spaziergang durch die wunderschöne Parkanlage.
Einziger Nachteil: Um vom Stadtzentrum zu den Eingängen des Parco di Doria Pamphili zu gelangen, braucht es ein wenig Geduld und einen guten Stadtplan.
| Eingänge: Via di S. Pancrazio, Via Aurelia Antica, Via Vitelia Verkehrsmittel: Bus 44, 87 Öffnungszeiten des Parks: Täglich. Wenn es dunkel wird, müssen Besucher den Park jedoch verlassen (Eintritt frei) |
2. Der Schönste: Park der Villa Borgehese
Einer der schönsten Parks von Rom liegt mitten im Herzen der Stadt. Der Park der Villa Borghese grenzt direkt an die Piazza del Popolo und ist von dieser durch einen kleinen Fußmarsch über die auf den Hügel Pincio führenden Treppen zu erreichen. Wer oben angekommen ist, hat eine gute Sicht auf die Stadt samt Petersdom und sollte von hier gleich sein Erinnerungsfoto schießen.

Der Park und die Villa wurden im 17. Jahrhundert im Auftrag des ehrgeizigen Kardinals Scipione Borghese angelegt. Die Parkanlage hat neben einer wunderschönen Naturlandschaft aus Seen, Wiesen, Brunnen und Rasenfläche auch jede Menge weiterer Highlights zu bieten: An der Piazza di Siena befindet sich beispielsweise das galoppatoio, die Pferderennbahn, auf welcher internationale Reitturniere stattfinden. Hin und wieder werden hier auch Open Air Konzerte ausgetragen.
Nicht verpassen sollte man auch einen Besuch der Galleria Borghese, welche guten Gewissens als eines der schönsten Museen Roms bezeichnet werden kann. Bedeutende Skulpturen von Gianlorenzo Bernini sind hier ebenso zu Hause wie einige Gemälde Caravaggios. Eine neue Attraktion ist die Mongolfiera, ein bunter Fesselballon, mit welchem man bei ruhigem, sonnigem Wetter 100 m über Rom schweben kann. (täglich von 10-18 Uhr). Wie eigentlich bei allen Parkanlagen Roms, ist von einem nächtlichen Spaziergang durch den Borghesepark allerdings abzuraten.
| Verkehrsmittel: Metro A Haltestelle Flaminio – Piazza del Popolo oder Spagna, dann zu Fuß durch den Park Öffnungszeiten des Parks: Durchgehend geöffnet Öffnungszeiten Galleria Borghese: Täglich außer montags 9.00 – 19.00 Uhr (Eintritt bis 18.3 Uhr), Eintritt Galleria Borghese: Euro 6,50, ermäßigt Euro 3,25, Vorbestellung unter 06-32810 notwendig! (Diese kostet auch noch Euro 2,00 extra!) Weitere Infos: Galleria Borghese |
3. Der Faszinierendste: Der Park der Caffarella

Wer im Caffarella Park (offizieller Name: Parco Regionale Appia antica) wandert, kann kaum glauben, dass im Hintergrund das pulsierende Leben einer Großstatt tobt. Man fühlt sich im Caffarella Park eigentlich wie auf dem Lande, was vor allem daran liegt, dass die Natur des hügeligen Caffarella Tals wild und unberührt sich ihre eigenen Wege zu bahnen scheint. Sogar grasende Schafe und ein landwirtschaftlicher Betrieb sind hier – mitten in Rom – zu finden. Ein kleiner Kosmos für sich, der aus landschaftlicher, ökologischer und auch kultureller Sicht große Bedeutung hat.
Durch den Caffarella Park/Parco Regionale Appia Antica führt im westlichen Teil eine der wenigen erhaltenen Straßen des antiken Roms: Die berühmte Via Appia Antica. Ein Spaziergang entlang der Appischen Straße lohnt auf jeden Fall – am besten an Sonn- und Feiertagen, da die Straße dann von 9.00 bis 16.00 und im Sommer bis 18.00 Uhr weitestgehen für Autofahrer gesperrt ist. Entlang der Straße kommt man an zahlreichen Kulturschätzen vorbei: Der Kirche Santa Maria in Palmis oder der Maxentiusvilla. Für Romreisende loht gleich ein ganzer Tagesausflug zur Via Appia Antica.
| Verkehrsmittel: östliche Teil des Parkes: Metro Linie A bis Arco di Travertino, westliche Teil des Parkes (zur Via Appia Antica): Bus 118, 218, 62 Öffnungszeiten des Parkes: Durchgehend geöffnet Weitere Infos: Parco Regionale Appia Antica |



















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