Anzeige

Peru – das Land der Inka und Alpakas

Südamerikas drittgrößtes Land ist vor allem eins: Atemberaubend. Und das liegt nicht nur an der Höhe, sondern auch an seinen beeindruckenden Sehenswürdigkeiten. Peru ist geprägt von den endlosen Anden, gigantischen Höhen, unvergesslichen Panoramen, Zeugnissen prächtiger Hochkulturen wie das weltweit bekannte Machu Picchu und einer genauso farbenfrohen wie lebenslustigen Kultur. All dies macht das Land der Inka und Alpakas ideal für einen Kultur- oder Abenteuerurlaub. Die Inka herrschten zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert in Südamerika und noch heute zeugen die Sehenswürdigkeiten Perus von ihrer eindrucksvollen Geschichte. Gerade in Cusco sind zahlreiche Kolonialbauten, Kirchen und vor allem alte Inkamauern, die aus passgenauen Felsblöcken zusammengefügt wurde, noch erhalten. Die Stadt ist gut zu Fuß zu entdecken, auch wenn einem beim Erklimmen der teils steilen Wege auf rund 3.500 Metern schon einmal die Luft wegbleibt. Die Lage in einem Talkessel macht Cusco einzigartig: Um die Stadt herum erstrecken sich die Bergketten der Anden. Davon abgesehen ist Cusco der ideale Ausgangspunkt für Perus größte Attraktion, die Inkastadt Machu Picchu. Auf dem Weg dorthin verwandelt sich die karge Hochlandschaft in eine grüne Tropenlandschaft.

(© jared_smith / <a href="http://www.flickr.com" target="_blank" rel="nofollow" >FLICKR</a>)
(© jared_smith / FLICKR)

Zeugnisse jahrhundertealter Kultur

Nicht umsonst hat die UNESCO die terrassenförmige Stadt der Inka zum Weltkulturerbe erklärt: Auf 2.400 Metern thront die Stadt in den Wolken. Dabei ist es nur einem Zufall zu verdanken, dass das Vermächtnis der Ureinwohner überhaupt gefunden wurde: Der amerikanische Forscher Hiram Bingham hatte sich vor mehr als 100 Jahren eigentlich auf die Suche nach der sagenumwobenen Stadt Vilcabamba, in der auch Inka-Gold vermutet wurde, gemacht. Was er vorfand, war die völlig zugewucherte Ruinenstadt. Heute zählt der Touristenmagnet jährlich etwa 800.000 Besucher. Eine rechtzeitige Anmeldung ist allerdings erforderlich: Der Aufstieg erfolgt entweder über den Inkatrail oder mit der Bahn; die Zahl der Touristen ist eingeschränkt.

(© kanjiroushi / <a href="http://www.flickr.com" target="_blank" rel="nofollow" >FLICKR</a>)
(© kanjiroushi / FLICKR)

Zu ähnlicher Berühmtheit ist der Titicaca-See an der Grenze zu Bolivien gelangt. Er liegt noch 1.600 Meter über Machu Picchu und ist damit der höchstgelegene See der Welt. Von der Stadt Puno aus können die „Islas Flotantes de los Urus“, die schwimmenden Inseln der Seemenschen, besucht werden. Diese künstlich angelegten Inseln sind nur durch einen Anker am Boden verhaftet und bestehen komplett aus Schilf. Das Material dient den Urus seit jeher als Lebensgrundlage und wird ebenso für den Bau ihrer Häuser und Boote sowie als Nahrung und Brennstoff verwendet. Mit dem Einzug des Tourismus haben die Einwohner jedoch auch das Geschäft mit den Touristen als weitere Quelle entdeckt: Souvenirs aus Schilf werden an jeder Ecke angeboten.

Auch die geheimnisvollen Nazca-Linien sollte sich kein Peru-Reisender entgehen lassen – sie sind allerdings nichts für einen schwachen Magen: Die Figuren sind aufgrund ihres enormen Ausmaßes nur vom Flugzeug aus zu erkennen. Kleine, zwölfsitzige Maschinen drehen ihre Runden in allen denkbaren Winkeln, um den Passagieren einen Blick auf den Kolibri, den Kondor und den „Astronauten“ zu gewähren. Bis heute geben die Zeichnungen im steinigen Wüstensand den Wissenschaftlern Rätsel auf. Während einige sie als gigantischen astronomischen Kalender verstehen, deuten andere sie als Zeichen außerirdischen Lebens.

Nicht zuletzt ist auch Lima, die Hauptstadt Perus mit knapp 8,3 Millionen Einwohnern, eine Reise wert. Die Stadt hat viele Gesichter. Europäer sollten sich jedoch von den „Pueblos Jóvenes“, den Armutsvierteln mit Hütten aus Matten, Pappe und Wellblech sowie einer Menge Müll, nicht abschrecken lassen. Fast die Hälfte der Einwohner Limas wohnt hier. Einen krassen Kontrast dazu bilden die Miraflores, das moderne Zentrum Limas mit dem Regierungspalast, dem Erzbischöflichen Palast und der Kathedrale. Wie in jeder peruanischen Stadt sind das eigentliche Zentrum Limas allerdings seine pulsierenden Märkte. Lauter und bunter geht es kaum: Neben grellen Alpaka-Strickereien werden knallgrüne Avocados verkauft. Mais in den verschiedensten Schattierungen und Kartoffeln, über 3.000 Sorten an der Zahl, sind überall zu haben.

Von Froschsaft bis gebratenem Meerschweinchen

Peru verfügt über eine jahrhundertealte Kultur, die sich in zahlreichen Facetten ausgeprägt hat. Naturverbundenheit wird in Peru groß geschrieben. Nicht selten werden Reisende erleben, wie die Peruaner einen Finger in ihr Getränk tippen und einen Tropfen auf den Boden fallen lassen. „Auf Pachamama!“ Für Mutter Erde als Dank für ihre Gaben.

Ein wenig gewöhnungsbedürftig mag dem Europäer die Küche der Peruaner erscheinen: Auf der Speisekarte stehen unter anderem gebratenes Meerschweinchen und gebratenes Rinderherz am Spieß. Zu den meisten Gerichten werden Kartoffeln oder Reis als Beilage serviert. Als ganz besondere Spezialität gilt Frosch-Saft, der potenzsteigernd wirken soll. Für Mutige mit einem starken Magen wird er frisch zubereitet mit Wachteleiern, Kräutern und einem ganzen Frosch, der zunächst in den Kochtopf und dann in den Mixer wandert.

Fast jede Stadt in Peru hat zudem ihr eigenes Fest. Gerade im Hochland haben die traditionellen Feierlichkeiten, die sich kein Reisender entgehen lassen sollte, eine ganz besondere Rolle eingenommen und finden an den kirchlichen und lokalen Feiertagen überall im Land statt. Neben viel Essen und Trinken sind Musik und Tanz die wichtigsten Zutaten. Zu den bedeutendsten lokalen Festen des Andenhochlandes zählen beispielsweise das Marienfest in Puno, das mit der Diablada verbunden ist und eine Woche vor und nach Karneval stattfindet, sowie das Inti Raymi am 24. Juni in Cusco und das Secorde los Mitagros am 18., 19. und 28. Oktober in Lima.

Luxushotels laden zum Entspannen ein

Wer sich auf Entdeckungsreise durch Peru begeben und das Land mit allen Sinnen erleben will, muss dabei auf Luxus nicht verzichten. Prächtige Kolonialstädte, die geheimen Schätze der Ureinwohner und eine beeindruckende Landschaft können mit einer Rundreise durch das Land der Inka verbunden werden, die allen luxuriösen Ansprüchen genügt. Nach einem aufregenden Tag und vielen Impressionen laden traumhafte Luxushotels zum Entspannen ein.

(© Miradas / <a href="http://www.flickr.com" target="_blank" rel="nofollow" >Flickr</a>)
(© Miradas / Flickr)

In der Nähe von Puno auf einer privaten Halbinsel liegt die Luxuslodge Titilaka. Große Panoramafenster in den Suiten bieten einen einmaligen Blick auf den Titikakasee. Mit einer Jahrhunderte alten Geschichte lädt das Hotel Monasterio zu einer Zeitreise nach Cuzco ein. Das heutige Luxushotel aus dem 16. Jahrhundert liegt im Zentrum der Stadt und ist damit der perfekte Ausgangspunkt für Erkundungstouren. In keinem anderen Hotel sind die Gäste Machu Picchu so nah wie in der Machu Picchu Sanctuary Lodge. Das Luxushotel liegt auf einer Bergkuppe, nur wenige Meter von den Ruinen entfernt, so dass die Gärten einen exklusiven Blick auf die verlorene Stadt der Inka bieten.

Das Land der Vielfalt

Der Name Peru entstammt übrigens der Quechua-Sprache und bedeutet so viel wie Üppigkeit. Und das spiegelt sich sowohl in der vielfältigen Kultur als auch in der Mannigfaltigkeit der Natur wider. Mehr als die Hälfte des Landes ist noch von Urwald bedeckt, ein Drittel sind Hochland und Gebirge, nur 10 Prozent bleiben für den schmalen wüstenähnlichen Küstenstreifen am Pazifischen Ozean. Das östliche Amazonasgebiet ist tropisch, das Hochland subtropisch. An der Küste ist es heiß im Sommer von Dezember bis März und kühl von Mai bis November. Während die Küste gezeichnet ist von einem warmen, trockenen Klima, ist es ein Stück weiter östlich in den oftmals schneebedeckten Anden wesentlich kühler. Die Gebiete im äußersten Westen des Landes hingegen sind tropisch, feucht und schwül. Das Land an der Westküste Südamerikas ist mit knapp 1,3 Millionen Quadratkilometern etwa dreieinhalb Mal so groß wie Deutschland. Im Westen bildet die 2.400 Kilometer lange Pazifikküste die natürliche Grenze des Landes, im Norden an der Grenze zu Kolumbien und Ecuador grenzt es fast bis an den Äquator. Im Osten sind die Nachbarn Brasilien und Bolivien, im Süden Chile. Mit knapp 27 Millionen Einwohnern ist das weitläufige Land jedoch verhältnismäßig bevölkerungsarm. Fast die Hälfte der Peruaner sind Indigene, 37 Prozent Mestizen und 13 Prozent haben ihre Wurzeln in Europa. Spanisch ist die Landessprache. Aber auch Quechua und Aymara gehören vielerorts zur Alltagssprache.

Bild 1) ©Flickr - jared_smith / CC BY-SA 2.0

Bild 2) ©Flickr - kanjiroushi / CC BY 2.0

Bild 3)  ©Flickr - Miradas.com.br / CC BY 2.0

Artikel, die dich auch interessieren könnten:

Es wurden keine ähnlichen Artikel gefunden.

1 Comment

  1. Die Prozessionen im Oktober in Lima heissen: “Señor de los Milagros”
    Da wird Jesus als Wunderheiler gefeiert.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>