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Oktoberfest: Tipps zu Festzelten, Karussells und Co

Ein Umzug kündigt das Spektakel an: Wenn am Samstag, den 17. September, die Festwirte mit ihren traditionell geschmückten Pferden samt Kutschen Richtung Theresienwiese aufbrechen, startet das 178. Oktoberfest in München. Die Wiesn soll in diesem Jahr so groß wie nie werden. Das riesige Volksfest zog 2010 rund 6,4 Millionen Besucher an. Sieben Millionen Liter Bier wurden verkauft. Auch 2011 präsentiert die Landeshauptstadt von Bayern bis zum 3. Oktober irrwitzige Fahrgeschäfte und eine Riesengaudi. Hier findest du nützliche Tipps für einen gelungenen Besuch sowie einen Überblick über Zelte und Karussells.

Bajuwarischer Himmel im Hackerzelt (Christl Reiter)
Bajuwarischer Himmel im Hackerzelt (Christl Reiter)

Nach dem Einzug der Wiesnwirte wird um 12.00 Uhr von Oberbürgermeister Christian Ude das erste Bierfass angestochen. Wenn es „O´zapft is“ tönt, wird in der Schottenhamel-Festhalle die erste Maß gefüllt.

Festhallen und Zelte

Zünftig, urig und gemütlich: Die Stimmung beim Mitsingen und Schunkeln ist in allen Zelten stets heiter und wird umso ausgelassener, je später es wird. Trotz der gestiegenen Bierpreise auf teils über neun Euro pro Maß werden auch 2011 wieder Massen erwartet. Insgesamt präsentieren sich laut Tourismusamt 16 große Festhallen, darunter die fünf Münchner Großbrauereien.

Hippodrom: Es gilt als eines der beliebtesten Zelte der Münchner. Auch viele Prominente treffen sich hier unter anderem wegen der Champagner-Bar. Innen und außen gibt es rund 4.200 Sitzplätze.

Brauereigespann beim Festzug (Robert Hertz)
Brauereigespann beim Festzug (Robert Hertz)

Käfer´s Wiesn-Schänke: Ein weiterer Treff für Schauspieler, Profi-Fußballer und andere Stars. Hier wird Feinschmecker-Küche serviert. 2.900 Gäste finden im Innen- und Außenbereich Platz.

Festhalle der Spaten-Franziskaner-Brauerei: Hier gibt es eine Ochsenbraterei.  Jeder Ochse, der auf den Spieß kommt, wird traditionell namentlich bekanntgegeben. Insgesamt wurden beim vergangenen Oktoberfest 117 Ochsen gegessen.

Hofbräu-Festzelt: Es ist eines der größten Zelte auf der Wiesn. Rund 10.000 Besucher finden hier innen und außen Platz. Besonders Amerikaner und Australier reihen sich auf den Bänken.

Hacker-Festzelt: Die Dekoration zeigt Wolken und Sterne. Viele Gäste fühlen sich im Hacker-Zelt wie im „Himmel der Bayern“. Musikalisch wird neben Volksmusik auch Rock ´N´Roll geboten. In dem Zelt finden samt Außenanlage rund 9.400 Menschen Platz.

Schottenhamel-Festhalle: Im Schottenhamel wird nicht nur das erste Fass der Wiesn angezapft. Auch der Flirtfaktor ist hoch: Besonders junge Gäste treffen sich in dieser Festhalle zum Feiern und Trinken. Angefangen mit 50 Sitzplätzen haben nun rund 10.000 Menschen innen und außen Platz.

Weinzelt: Zwar wird auf dem Oktoberfest hauptsächlich dem Bier gefrönt, doch auch Wein wird ausgeschenkt. Zur Wahl stehen mehr als 15 Weine sowie Sekt-und Champagner-Sorten. Rund 3000 Besucher finden innen und außen Platz.

Wer keine Reservierung hat und in einer Gruppe unterwegs ist, sollte sich frühzeitig für ein Zelt entscheiden. Wochentags gibt es meist vor 14.30 Uhr noch freie Plätze. Am Wochenende hat man vor 11.00 Uhr das größte Glück. Nachmittags und besonders abends sind viele Zelte wegen der Menschenmassen für neue Gäste geschlossen. Raucher müssen die Zelte für eine Zigarette nicht verlassen, sondern finden in einigen Zelten extra ausgezeichnete Bereiche oder Balkone.

172 Schaustellerbetriebe angekündigt

Wiesn-Fahrgeschäfte mit Alpenpanorama (Thorsten Naeser)
Wiesn-Fahrgeschäfte mit Alpenpanorama (Thorsten Naeser)

Wahnwitzige und Angsthasen kommen beim Oktoberfest auf ihre Kosten. 2011 haben sich mit dem Raftingerlebnis „Rio Rapidos“ und der Riesenschaukel „Monster“ zwei neue Schausteller angemeldet. Insgesamt soll es 172 Betriebe geben. Die Palette an Fahrgeschäften reicht vom schwindelerregenden freien Fall bis zu Jahrmarktsillusionen wie dem Hexenhaus. Die Münchner Rutschn ist ein Klassiker: Auf 55 Metern geht es auf den weiß-blauen Bahnen abwärts. Neben Riesenrad, Geisterbahn oder Kettenkarussell hat Original Pitt´s Todeswand auf der Wiesn Tradition. Stuntmänner zeigen in dem runden Kessel auf Motorrädern oder Go-Karts wilde Akrobatik. Die hölzerne Steilwand ist seit mehr als 70 Jahren in Betrieb. Techno-Fans finden beim Hochgeschwindigkeitskarussell Techno Power Erfüllung. Ein DJ heizt die Fahrt des sich rotierenden Drehkörpers zusätzlich an.

Günstige Preise für Familien

Eltern aufgepasst: Die Wiesn ist ein Fest für die ganze Familie. Jeden Dienstag gibt es deshalb in einem speziellen Bereich bei vielen Fahrgeschäften und Imbissbuden Sonderpreise. Schausteller oder Grillmeister bieten von 10.00 bis 18.00 Uhr vergünstigte Preise an. In der gut gekennzeichneten Straße „3/Ost“ lädt unter anderen das traditionelle Karussell aus der Biedermeierzeit, „Pemperlprater“, zu einer Fahrt. Auf dem sogenannten Familienplatzl gibt es auch einen speziellen „Hau den Lukas“, eine Ponyreitbahn und einen Biergarten. Als besonderer Service werden ein Kinderwagenparkhaus sowie ein Wickelraum eingerichtet.

Eintritt: Der Eintritt zum Oktoberfest ist frei – auch für die Zelte.Reservierung: Sitzplätze in den Zelten können über den Veranstalter gebucht werden. Dazu muss eine bestimmte Anzahl an Essens- und Getränkemarken gekauft werden.Fundbüro: Jährlich landen hier kuriose Dinge. Wer etwas verloren hat, findet es vielleicht im Servicezentrum wieder.

Mittagswiesn: Einige Wirtsleute und Schausteller bieten zwischen 10.00 und 15.00 Uhr Rabatte an.

Öffnungszeiten: Die Zelte schließen um 23.30 Uhr. Wochentags gibt es von 10.00 bis 22.30 Uhr Bier. Am Wochenende und an Feiertagen wird bereits ab 9.00 Uhr ausgeschenkt. Die „Käfer Wiesn-Schänke“ und das „Weinzelt“ schließen um 1.00 Uhr und schenken bis 0.30 Uhr aus.

Italiener-Wochenende: Traditionell gilt das zweite Wochenende des Oktoberfestes als Italiener-Wochenende. Dann reisen besonders viele Gäste aus Bella Italia an.

Oide Wiesn: Nach dem Erfolg vom vergangenen Jahr gibt es auch 2011 nostalgische Fahrgeschäfte auf dem Südteil der Theresienwiese zu bestaunen. Der Eintritt zur Oiden Wiesn kostet für Erwachsene drei Euro. Kinder bis 14 Jahren haben freien Eintritt.

Mehr Informationen zum Oktoberfest gibt es hier.

Carolin Bauer, Reiseexperte

25.000 Kilometer – einmal um Australien! Nach diesem Roadtrip war meine Reiseleidenschaft endgültig geweckt. Danach ging es mit dem Rucksack quer durch Südostasien. Meine Traumziel-Liste wird immer länger: Indien, Peru oder Afrika stehen ganz oben. Bis dahin suche ich nach neuen Spots und Trips in der wunderbaren Welt des Reisens.

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