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Kurzreisen: 200 Jahre alte Kamelie im Schlosspark Pillnitz

Auch wenn der Winter langsam Einzug hält, gibt es für Freunde der Botanik zahlreiche Möglichkeiten für Unternehmungen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Kurzreise nach Dresden und einem Besuch des Schlossparks Pillnitz? Unter anderem können Sie dort, die zu den immergrünen Teegewächsen zählende und über 200 Jahre alte Pillnitzer Kamelie besichtigen.

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Der Zwinger in Dresden (AZ110/cc )

Außergewöhnliche Schlossanlage

Der unmittelbar vor den Toren Dresdens, rund 15 Kilometer östlich des Stadtzentrums, liegende Schlosspark Pillnitz ist auch in der kalten Jahreszeit eine Reise wert. Auch der Besuch der historischen Anlage inklusive des Wasser- und des Bergpalais, das von 1720 bis 1724 im Auftrag von August dem Starken, König von Polen und Kurfürst von Sachsen, errichtet worden ist, lohnt. Ab 1868 wurde das Schloss Pillnitz Sommerresidenz des sächsischen Königshauses. Neben der herausragenden Architektur, die Schlossanlage ist die größte im chinoisen Stil erbaute in ganz Europa, bietet auch der botanische Garten zahlreiche Besonderheiten.

Botanische Schätze

Natürlich stehen die Pflanzen über den Herbst und Winter nicht in Blütenpracht, dennoch ist ein Besuch des Schlossparks Pillnitz auch in der kalten Jahreszeit lohnenswert. Denn der Schlosspark bietet eine Fülle an botanischen Schätzen: Rund 400 Kübelpflanzen und wertvolle alte Bäume, wie die mehr als 200 Jahre alte Kamelie, sind zu besichtigen.

Einzigartiges Exemplar

Die Pillnitzer Kamelie, lateinisch Camellia japonica, zählt zu den immergrünen Teegewächsen und stammt aus Südost- bzw. Ostasien. Von den in der Regel kleinen Bäumen und Sträuchern, was nicht für die Pillnitzer Kamelie gilt, sind 82 Arten bekannt. Kaufleuten brachten die ersten Pflanzen der Camellia japonica im 17. Jahrhundert nach Europa. Die Herkunft sowie das genaue Alter der Pillnitzer Kamelie sind aber trotz ihrer Bekanntheit bis heute nicht genau geklärt.

Legende & Historie

Der Legende nach brachte der schwedische Botaniker Karl Peter Thunberg im Jahr 1779 insgesamt vier Kamelien Pflanzen von seiner Japanreise in die Königlichen Botanischen Gärten Kew bei London mit. Ein Exemplar verblieb in Kew, die anderen drei Pflanzen sollen in die Gärten-Herrenhausen bei Hannover, Schönbrunn bei Wien sowie Pillnitz bei Dresden weiter gegeben worden sein. Von diesen vier Pflanzen ist die Pillnitzer Pflanze heute das einzige überlebende Exemplar, das aller Wahrscheinlichkeit nach zwischen 1780 und 1790 an den Dresdner Hof kam. Genau belegt ist nur, dass die Kamelie im Jahre 1801 durch den Hofgärtner Terscheck an ihrem heutigen Standort ausgepflanzt wurde.

54 Tonnen Schutzhaus

Seit dem wird die Kamelie im Winter durch Holzhäuser geschützt. Über den alljährlich stattfindenden und komplizierten Auf- und Abbau des Schutzhauses ist vieles in Akten und historischen Dokumenten zu finden. So brannte beispielsweise ein Schutzhaus im Januar 1905 ab. Die Pflanze blieb unversehrt, da sie von dem, bei minus 20 Grad Celsius zu einem Eisberg gefrorenem, Löschwasser geschützt wurde. 1992 erhielt die Pillnitzer Kamelie ihr neues, erstmals fahrbares Schutzhaus, in dem Temperatur, Belüftung, Luftfeuchte und Beschattung exakt durch einen Klimacomputer geregelt werden. Das Haus ist rund 13 Meter hoch und wiegt 54 Tonnen. In der warmen Jahreszeit wird das Haus neben die Kamelie gerollt. Mittlerweile hat die über 200 Jahre alte Kamelie eine Höhe von 8,60 Meter und einen Durchmesser von fast 11 Metern. Während der Blütezeit von Mitte Februar bis April trägt sie zehntausende glockenförmige und karminrote Blüten. Ableger der Pillnitzer Kamelie werden während der Blütezeit in begrenzter Zahl verkauft. Ein Besuch ist dann besonders lohnenswert.

Infos und Tipps

Wenn Sie jetzt Lust auf einen Besuch des Schlossparks Pillnitz bekommen haben, finden Sie alle wichtigen Informationen für einen Besuch des Schlosses sowie des Parks Pillnitz bei Dresden hier. Und falls Sie selbst im heimischen Garten oder auf Ihrer Terrasse Kamelien beherbergen, finden Sie nützliche Tipps zur Pflege der Pflanzen auf hausgarten.net.

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Peggy Reichelt, Reiseexperte

Viele Reisen nach Asien, Nordamerika, Australien, Afrika oder Kurztrips innerhalb Europas durfte ich schon erleben. Der weiße Fleck auf der Wunschliste der bereisten Kontinente – Südamerika – wird hoffentlich bald gefüllt. Bis dahin bin ich weiter auf der Suche nach Insidertipps und freue mich, diese hier zu teilen!

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