Wer Santorini kennt, denkt sofort an die blauen Kuppeldächer der Kirchen und die weißgetünchten Häuser Griechenlands, die sich auf der Vulkaninsel wie ein weißes Band von der Kraterwand leuchtend abheben. In Fira und Oia bieten phantastische Ausblicke auf das azurblaue Meer der Caldera und man kann bei einem romantischen Candle-Light-Dinner den Sonnenuntergang bewundern. Für kulturell Interessierte bietet sich ein Besuch der Ausgrabungsstätten, z.B. in Alt-Thera an. Wer einfach nur entspannen möchte, ist am besten am dunklen Vulkanstrand in Kamari und Perissa aufgehoben.
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Santorini (häufig übrigens auch nur Santorin genannt) ist eine griechische Insel wie aus dem Bilderbuch und besonders bei Frischvermählten als Flitterwochen-Ziel beliebt. Da die kleine Vulkaninsel Griechenlands nur ca. 100 km von Kreta entfernt liegt, unternehme viele Kreta-Urlauber einen Tagesausflug nach Santorini, jedoch lohnt sich auch ein längerer Aufenthalt auf der Insel.
Erholung am dunklen Vulkanstrand
Ganz in der Nähe des Flughafens von Santorini auf der westlichen Seite der Insel liegen die Ferienorte Kamari und Perissa, die durch den Berg Messa Vuona voneinander getrennt sind. Dort finden sonnenhungrige Urlauber einen wunderschönen dunklen Vulkanstrand. Zwar ist der Strand mit kleinen und auch größeren Kieselsteinen bedeckt, mit dem entsprechenden Schuhwerk lässt es sich aber ganz bequem in das kristallklare, steil abfallende Meer gehen. Auch die Nähe zum Flughafen stört nicht weiter, denn es sind nur wenige Flugzeuge pro Tag, die Santorini anfliegen. Übernachten kann man in einem der vielen kleinen Hotels, die im griechischen Baustil gehalten sind (z.B. im Tamarix del Mar in Kamari).
Ausgrabungsstätte in luftiger Höhe
Wer die Ausgrabungsstätte Alt-Thera besichtigen möchte, kann einen Mini-Bus buchen (wird von den Touristenbüros in Kamari organisiert) oder sich einen Mietwagen oder ein Quad leihen. Letztere sind auf der Insel sehr beliebt, um die steilen Serpentinen hinauf zu fahren. Oben belohnt ein traumhafter Blick über die Insel sowie die Orte Kamari und Perissa, das offene Meer sowie den Flughafen von Santorini. Hier liegt auch die Ausgrabungsstätte. Alt-Thera war über 1000 Jahre lang die Hauptsiedlung der Insel und wurde 1886-1902 ausgegraben. Läuft man über den Bergkamm vor, in Richtung Meer, kommt man zunächst an der alten Kapelle Agios Stefanos vorbei, danach an alten Felsreliefs, Tempelanlagen, dem alten Theater sowie den altertümlichen Wohngebäuden der Stadt Thera. Der Eintritt liegt bei 2 Euro pro Person und ca. 2-3 Stunden sollte man für den Ausflug einplanen.
Griechischer Wein und Moussaka
Abends kann man schön über die autofreie Strandpromenade von Kamari flanieren, die von unzähligen Tavernen, Bars, Hotels und Geschäften gesäumt ist. In den Restaurants isst und trinkt man mit Blick auf das Meer und sollte die griechischen Spezialitäten und den Wein probieren, der auf Santorini angebaut wird.
Einzigartige Ausblicke
Unbedingt einplanen sollte man auch einen Besuch in Fira, der Hauptstadt der Insel Santorini. Fira liegt auf der östlichen Seite der Insel, auf einer bis zu 360 Meter hohen Steilküste des Kraterrands eines Vulkans. Von hier genießt man einen großartigen Blick auf die sogenannte Caldera, ein Vulkankrater, der vor vielen Millionen Jahren bei mehreren Vulkanausbrüchen entstanden ist und mit Meerwasser vollgelaufen ist. In der Mitte der Caldera liegen die kleinen Vulkaninseln Nea Kameni und Palea Kameni.
In Fira gibt es unzähligen Geschäfte, Restaurants und eine Seilbahn, die den alten Hafen mit der hochgelegen Stadt verbindet. Viele Tagesausflügler kommen unten am Hafen mit der Fähre an und wer möchte, kann sich auf dem Rücken eines Esels nach oben bringen lassen.
Läuft man durch die Gassen in Fira Richtung Norden, kommt man zunächst durch die Ortschaft Firostefani, dann nach Imerovigli. In Imerovigli gibt es unzählige Hotels gehobener Klasse, deren Zimmer in die Kraterwand eingelassen sind, oftmals mit eigener Terasse und Pool sowie einem großartigen Blick auf die Caldera (z.B. Hotel Avianto Suites oder Honeymoon Petras Villas in Imerovigli).
Regelmäßig kommen auch große Kreuzfahrtschiffe in die Caldera. Im Gegensatz zu der quirligen Stadt Fira ist es in Imerovigli sehr ruhig, da sich doch relativ wenige Kreuzfahrtschiff-Touristen hierher verirren.
Besonders romantisch wird es beim Sonnenuntergang in einer der vielen am Kraterrand gelegenen Tavernen beim gemütlichen Abendessen oder einem Drink. Auch die Aussichtsplattform der Kirche Agios Georgios in Imerovigli eignet sich hervorragend für den Sonnenuntergang. Jeden Abend pilgern unzählige Menschen hierher, um das Spektakel zu bewundern. Von dort hat man auch einen schönen Blick auf den Skaros-Felsen, eine markante Lavaknolle, auf der sich bis Mitte des 16. Jahrhunderts die Inselhauptstadt befand, die jedoch bei einem Erdbeben 1956 stark zerstört wurde und daher kaum noch Überreste zu sehen sind.
Ausflug zum Vulkan und Hot Springs
Von allen Urlaubsorten auf Santorini werden organisierte Ausflüge zur Vulkaninsel Nea Kameni und den heißen Schwefelquellen auf Palea Kameni angeboten. Mit dem Bus geht’s zum Hafen von Fira und von dort per Boot zur Vulkaninsel. Dort angekommen sieht man schon riesige Vulkanbrocken, welche die gesamte Insel bedecken. Auf der Insel angekommen, besteigt man für 2 Euro Eintritt mit einem Reiseführer den Vulkan und kann die Krater von verschiedenen Ausbrüchen des Vulkans besichtigen. Der letzte Ausbruch war übrigens 1950, aber auch heute ist der Vulkan noch nicht erloschen und stellenweise steigen Schwefelschwaden in die Luft. Ein Forscherteam beobachtet den Vulkan ständig und kann ein Monat vorher einen erneuten Ausbruch vorhersagen, so dass man keine Bedenken haben muss, auf die Vulkaninsel zu gehen. Unbedingt empfohlen: Festes Schuhwerk tragen, da man hier mit Flip Flops wirklich nicht weit kommt.
Von der Vulkaninsel Nea Kameni geht es dann weiter mit dem Boot zu den Hot Springs. Dabei handelt es sich um heiße Schwefelquellen in einer Bucht der kleinen Insel Palea Kameni. Nach einem beherzten Sprung vom Boot ins noch recht frische Wasser kann man in einer Bucht schwimmen, das Wasser erwärmt sich auf 35-40 Grad und ist rötlich gefärbt. Empfohlen wird dunkle Badebekleidung zu tragen, da das Schwefelwasser stark abfärbt und auf das Tragen von Schmuck soll ebenfalls verzichtet werden. Buchen kann man diese Tour als Halbtagestouren (Vulkan und Hot Springs) oder als Ganztagestouren (zusätzlich noch die Nachbarinsel Thirasia) in den Reisebüros auf Santorini.
Schönster Sonnenuntergang Santorinis
Ein weiterer malerischer Ort am Kraterrand ist die ganz im Norden der Insel gelegene Stadt Oia. Hier geht es deutlich ruhiger zu wie in Fira. Lediglich zur Zeit des Sonnenuntergangs kann es schon mal etwas voller werden, wenn die Touristen aus ganz Santorini kommen, um den legendären Sonnenuntergang zu erleben. Wo man in Fira nur den Caldera-Blick hat, hat man in Oia einen Rundum-Blick auf das Meer. Besonders malerisch sind in Oia die vielen blauen Kuppeldächer der Kirchen sowie eine alte Windmühle, die sich hervorragend als Fotomotiv eignet. Der beliebteste Aussichtspunkt für den Sonnenuntergang ist die Londsa Burg. Hier sollte man jedoch früh genug da sein, um noch einen guten Platz zu ergattern.
Allgemeines zu Santorini
Reisezeit
Reisezeit ist auf Santorini Mai bis Oktober, die schönste Zeit ist aber vor allem im Mai und Juni, da die Temperaturen noch erträglich sind und die eher karge Vulkanlandschaft noch blüht. Besonders fallen während dieser Zeit die wunderschönen Zingstrosen ins Auge, die sich malerisch von den weißen Häusern mit ihren blauen Fenstern und Türen abheben.
Anreise
Erreichbar ist Santorini im Sommer ab verschiedenen Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ab Berlin benötigt man beispielsweise ca. 3 Stunden. Außerhalb der Saison sind viele Restaurants und Hotels auf Santorini geschlossen und die Insel wird dann auch nicht mehr direkt angeflogen (Anreise über Athen). Direkt zur Flugbuchung

























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