Schon ihre Namen wecken Fernweh. Ob Lago di Garda oder Lago Maggiore – die italienischen Seen ziehen Urlauber aus Deutschland magisch an. Wer einen Urlaub an Italiens schönen Gewässern verbringt, kriegt neben jeder Menge Erholung auch eine große Portion Abwechslung geboten: Mit Möglichkeiten zum Wandern, Klettern und Sightseeing sind die italienischen Seen auch jenseits der Badesaison das perfekte Reiseziel. Doch welcher Badesee ist eigentlich der Schönste? Hier kommt unsere ganz persönliche Top-Vier.
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![]() Tolle Aussichten am Comer See (Niklas Hellerstedt/cc ) |
Lago di Garda: Der Größte

Der größte See Italiens ist auch einer der Schönsten. Allein die Lage des Gardasees ist erwähnenswert: Das schmale Nordende des 369,98 Quadratkilometer großen Gewässers im Norden Italiens ragt bis in die Alpen hinein. Das weite Südende erstreckt sich bis in die Poebene herüber. Das schafft eine Landschaft, die facettenreicher kaum sein könnte. Während man im oberen Teil des Lago di Garda eine alpine Bergwelt mit satten Wiesen und mächtigen Erhebungen vorfindet, herrscht im Süden ein eher mediterranes Flair vor.
Der See ist vor allem bei Wassersportlern ein beliebtes Reiseziel. Die Königsdisziplin des Gardasees stellt dabei aber eindeutig das Windsurfen dar. Vor allem im Trentiner Teil des Sees tummeln sich in den Sommermonaten die Surfbretter, denn hier sind Motorboote verboten. Für Wander- und Kletterbegeisterte ist die Besteigung des Bergrückens Monte Baldo ein Muss. Kulturliebhaber zieht es vor allem zur Opernsaison Richtung Verona: In den Sommermonaten kriegt man in der Arena di Verona eine der spektakulärsten Opernvorführungen unter freiem Himmel geboten.
Lago Maggiore: Der Facettenreichste

Mit einer Länge von mehr als 60 Kilometern und durchschnittlich vier Kilometern Breite (ca. 212,5 Quadratkilometer) ist der Lago Maggiore (auch Lago Verbano) der zweitgrößte See Italiens. Auch die Schweizer haben Anspruch: Zwar liegt der größte Teil des Sees auf italienischem Gebiet, der nördliche Teil gehört allerdings noch zum schweizerischen Kanton Tessin. Ebenso wie am weiter südwestlich gelegenem Gardasee wird die Landschaft dieses gigantischen Gewässers von Kontrasten bestimmt: Von der südlichen Alpenkette bis an den Rand der Poebene reichend, ist der obere Teil von hohen Felswänden umgeben. Im Süden sind die Berge weniger hoch und gehen schließlich in die norditalienische Tiefebene über. Auch die Ost- und Westseite unterscheiden sich: Wer Ruhe und Entspannung sucht, findet in der nahezu unerschlossenen Natur der Ostseite genau das richtige Plätzchen. Im Westen geht es allgemein etwas lebendiger zu.
Ein Muss ist ein Abstecher zum wöchentlichen Markt in Luino (dem größten Oberitaliens), auch die Stadt Stresa mit ihrer reichen Geschichte lohnt den Besuch. Beliebte Ausflugsziele sind die Borromäischen Inseln des Lago Maggiores. Charmante Hotels, niedliche Pensionen und gepflegte Campingplätze machen die Idylle komplett.
Lago di Como: Der Tiefste

Am Comer See ist der Glamourfaktor besonders hoch: George Clooney und noch andere Promis haben hier ein schickes Feriendomizil. Mit 146 Quadratkilometern ist der zur Lombardei gehörende Lago di Como der drittgrößte See Italiens und mit einer maximalen Tiefe von 425 Metern sogar einer der tiefsten Seen in Europa. Einzigartig ist seine Form: Die Gabelung beschert dem Gewässer eine Uferlinie von insgesamt 170 Kilometern – die längste des gesamten Landes.
Durch das milde Klima werden Urlauber am Comer See mit mediterraner Vegetation vor alpiner Bergkulisse verwöhnt. Auch die kulturellen Schätze sind an diesem See überaus zahlreich. Rund um die Städte Como und Lecco an den beiden südlichen Armen finden Urlauber das reichste Freizeitangebot. Etwas ruhiger geht es im mittleren Teil des Sees zu. Der Norden kann mit idealen Wassersportbedingungen trumpfen. Besonders sehenswert ist die einzige Insel des Comer Sees, die Isola Comacina. Nicht verpassen sollte man auch einen Aufstieg zum Sacro Monte di Ossuccio (Westseite), der seit 2003 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.
Lago di Bolsena: Der Sauberste

Etwa 90 Kilometer nördlich von Rom liegt der Bolsenasee: Das Schwimmen macht in diesem zur Region Latium gehörendem Gewässer besonders viel Spaß, denn der Lago di Bolsena kann mit einer besonders guten Wasserqualität glänzen. Viele seltene Wasserpflanzen und Fische sind im Bolsenasee immer noch beheimatet. Eingebbetet ist der beinahe kreisrunde See in eine nahezu intakte Naturlandschaft, deren Erhalt durch sanften Tourismus gesichert werden soll.
In der Mitte des 114 Quadratkilometer großen Gewässers erheben sich die beiden Inseln Matana und Bisentina. Letztere kann mit der Fähre (vom Ort Capodimonte) erreicht und besichtigt werden. Einigen Päpsten einst als Sommerresidenz dienend sind hier viele kulturelle Schätze wie die Kirchen St. Jakob, St. Christopherus und Rocchina zu finden. Auch die am See liegenden Städte wie Montefiascone, Capodimonte oder Bolsena haben ihren Reiz. Ein bisschen Grusel gefällig? Dann auf zum Monsterpark Bomarzo (Sacro Bosco).



















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