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Städtereise nach Dresden

Wer bei Dresden nur an die Frauenkirche oder Semperoper denkt, wird schnell eines Besseren belehrt: Wachgeküsst wie nach einem langen Dornröschenschlaf präsentiert sich das sogenannte „Elbflorenz“ heute als quirlige Metropole, die weit mehr als nur Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Besucher der Hauptstadt Sachsens finden einen bunten Misch aus allem vor: Eine lebendige Kulturszene und ein ausgelassenes Nachtleben bestimmen das Stadtbild Dresdens ebenso wie die eindrucksvollen Baudenkmäler längst vergangener Tage.

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Der Zwinger in Dresden (AZ110/cc )

Du hast für deine Städtereise nach Dresden nur ein Wochenende Zeit? Dann heißt es – wohl oder übel – sich zu entscheiden, so groß ist die Fülle der Must-Sees oder Dos. Doch keine Panik: Unser Überblick verrät dir, die absoluten Dresden Highlights für den Kurztrip.

Tag 1: Spaziergang durch die Altstadt und Museumsbesuch

Im neuen Glanz erstrahlend: Die Frauenkirche (martinroell /<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a> <a href="" target="_blank" rel="nofollow"></a>)
Im neuen Glanz erstrahlend: Die Frauenkirche (martinroell /cc )

Die Bezeichnung „Elbflorenz“ für die sächsische Landeshauptstadt kommt natürlich nicht von ungefähr. Denn kaum eine andere Stadt in Deutschland hat eine solche Dichte an bedeutenden Bauwerken und Kunstschätzen aufzuweisen wie Dresden.

Das Schöne an Dresden ist, dass sich eigentlich alles bequem zu Fuß erkunden lässt. Ballungszentren für viele Sehenswürdigkeiten ist die innere Altstadt Dresdens (rund um den Theaterplatz, Altmarkt und Neumarkt). Hier sollte man sich ruhig ein wenig mehr  Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang nehmen. Vorbei geht die Tour an…

  • Frauenkirche: Dieses beeindruckende protestantische Gotteshaus – entstanden 1726 bis 1743 – ist Dresdens Wahrzeichen. Seit 2005 erstrahlt die im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstörte Kirche wieder im neuen Glanz. Freie Besichtigung in der Regel von Montag bis Freitag von 10.00 bis 12.00 und 13.00 bis 18.00 Uhr, am Wochenende variierende Öffnungszeiten, Einschränkungen auch bei Veranstaltungen.
  • Residenzschloss: Die einstige Residenz der Wettiner ist ein wahres Highlight deutscher Schlossarchitektur. Das ca. 1547 als prachtvolles Renaissanceschloss erbaute und danach barock neugestaltete Gebäude brannte 1945 fast vollständig aus und wird seitdem aufwendig restauriert. Besucher sollten unbedingt einen Blick in den schönen Schlosshof werfen.
  • Grünes Gewölbe (Residenzschloss): Wer ein bisschen mehr Zeit mitgebracht hat, dem sei unbedingt ein kleiner (oder größerer) Zwischenstopp im Grünen Gewölbe empfohlen. Das Schatzkammermuseum fand nach der Zerstörung des Schlosses für Jahrzehnte Exil im Albertinum. Im September 2004 zog der erste Teil der Ausstellung in die modern hergerichteten Räumen des Westflügels. Achtung: Vorreservierung notwendig! Öffnungszeiten: Neues Grünes Gewölbe 10.00 bis 18.00 Uhr, dienstags geschlossen, Historisches Grünes Gewölbe 10.00 bis 19.00 Uhr, dienstags geschlossen. Weitere Infos unter skd.museum.de.
  • Zwinger: Mit dem Kronentor, seinen Pavillons, dem Nymphenbad, den vielen Steinmetzarbeiten wie Putten, Bögen, Säulen, stellt der Zwinger ohne Zweifel eines der beeindruckendsten Meisterwerke des europäischen Barock dar. Das Schloss entstand 1709 bis 1732 im Auftrag Augusts des Starken  und nach Entwürfen des Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann und des Bildhauers Balthasar Permoser. Durch den Wallpavillon gelangt man in das verspielte Nymphenbad sowie auf die Dächer der Galerien. Den Ausblick auf die gesamte Anlage sollte man sich nicht entgehen lassen, ebenso wenig wie einen Spaziergang entlang der Balustrade bis zum Glockenspielpavillon. Weitere Infos unter besuchen-sie-dresden.de.
  • Semperoper: Unweit des Zwingers liegt eines der schönsten und bedeutendsten Opernhäuser der Welt, die Semperoper. Nach der Zerstörung 1945 des im Stil der italienischen Hochrenaissance erbauten königlichen Hoftheaters entschied man sich für einen weitgehend originalgetreuen Wiederaufbau. 1985, dem 40. Jahrestag ihrer Zerstörung, wurde die Semperoper wieder eröffnet.

Den Nachmittag der Städtereise sollte man sich für einen ganz besonderen Höhepunkt freihalten, die Gemäldegalerie Alte Meister. In diesem Museum (im Semperbau am Zwinger) kann man locker ein paar Stunden verbringen, ohne alles gesehen zu haben. Das „Staraufgebot“ ist riesig und reicht von Vermeer und Rembrandt bis zu Canaletto. Das berühmteste Werk der Gemäldegalerie Dresden ist wohl Raffaels „Sixtinische Madonna“ samt der allgegenwärtigen, kleinen Putti. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr,  Eintritt 6 Euro. Weitere Infos unter skd.museum.de.

Tag 2: Elbe und Neustadt

Schönes Ausflugsziel: Schloss Pillnitz (Birgit Kühnel/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a> <a href="" target="_blank" rel="nofollow"></a>)
Schönes Ausflugsziel: Schloss Pillnitz (Birgit Kühnel/cc )

Nichts prägt das Stadtbild Dresdens mehr als die Elbe: In weiten Bögen windet sich dieser gigantische Fluss durch die Stadt, vorbei an Schlössern, Weinbergen und Wiesen. Die Elbe schafft eine Landschaft wie in sonst keiner anderen europäischen „Groß“-Stadt. Grund genug also, das Flussufer einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und einen kleinen Ausflug entlang der Elbe zu machen. Unsere Empfehlung…

  • Fahrrad mieten: Auf rund 6 km elbaufwärts geht es auf dem Elbradweg von der Innenstadt bis zum „Blauen Wunder“ (volksmundliche Bezeichnung der Loschwitzer Brücke). Rechts und links der Brücke ist auf beiden Elbseiten je ein toller Biergarten (Schillergarten / Körnergarten) zu finden – ideal für eine kleines Verschnaufpäuschen. Wem die Kräfte noch nicht versagen, sollte sich Schloss Pillnitz samt wunderschönem Schlossgarten nicht entgehen lassen.
  • Per Schiff: Auch ein Ausflug mit dem Dampfer lohnt. Abfahrt ist Brühlsche Terrasse bis Pillnitz oder Bad Schandau und dann wieder zurück.
  • Tipp: Wer sich über das Elbtal einen – im wahrsten Sinne Wortes – „Überblick“ verschaffen möchte, sollte mit dem Fahrrad die Bautzner Landstraße zum Loschwitzer Elbhang hochradeln. Weiter oben liegt  das wunderschöne Lingner Schloss. Hier ist auch ein toller Biergarten samt Panoramablick zu finden. http://www.lingnerschloss.de/

Den 2. Tag sollten Dresden Besucher noch einmal dazu nutzen, auf Entdeckungstour durch Dresden zu gehen. Das junge Dresden ist vor allem in der Neustadt, auf der anderen Elbseite der Altstadt zu Hause. Das Künstler- und Multi-Kulti-Viertel Neustadt hat neben vielen Bars, Restaurants und Kneipen auch viele schöne Geschäfte und kleine Galerien zu bieten.  Das Viertel ist der ideale Ort, einen Happen zu essen oder den Abend ausklingen zu lassen. Weitere Infos zu Neustadt.

Wichtige Infos

  • Wo übernachten in Dresden? Hier eine kleine Auswahl an tollen Hotels in Dresden.
  • Wo essen und trinken in Dresden? Eine breite Auswahl an Bars und Restaurants findest du vor allem im Stadtteil Neustadt vor.
  • Wie anreisen nach Dresden? Mit dem Zug: Züge im Fernverkehr halten am Hauptbahnhof und/oder am Bahnhof Neustadt. Direkte ICE Verbindung besteht u.a. von/nach Frankfurt am Main. Mit dem Auto: Von Berlin über die A 13, von Görlitz, Jena, Eisenach, Aachen über die A4. Von Westen die Abfahrt Altstadt nehmen, von Norden Hellerau.

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Alex Fingas, Reiseexperte

Reisen und Kunst sind meine große Leidenschaft, die ich immer wieder gerne miteinander verknüpfe. Bei meinen zahlreichen Entdeckungstouren durch die Welt ist mir vor allem Italien zur zweiten Heimat geworden. Doch jetzt stehen erst einmal entlegenere Orte auf meinem Reiseplan. Bis dahin freue ich mich auf den gegenseitigen Austausch von Reiseeindrücken, -tipps und -erfahrungen.

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