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Der Weser-Radweg: Vom Bergland bis zur Nordsee

Von Süd nach Nord, vom Weserbergland bis zur Nordsee: Einer der schönsten Fernradwege Deutschlands führt passionierte Radler ca. 500 Kilometer die Weser entlang. Der Weser-Radweg startet in der Fachwerkstadt Hann.Münden in Niedersachsen, schlängelt sich etwa 40 Kilometer durch Nordrhein-Westfalen, um dann wieder den Kurs durch Niedersachen, in Richtung Nordessküste, aufzunehmen.

Das Rathaus Bad Karlshafen (© WeserKontor)
Das Rathaus Bad Karlshafen (© WeserKontor)

Die Tour

Bei einer Fahrradtour entlang der Weser eröffnen sich einem Landschaften wie aus dem Bilderbuch. Ausgangspunkt des Fernradweges ist der Zusammenfluss der Werra und Fulda in Hann.Münden. Gleich auf der ersten Etappe, das Weserbergland, wird man mit allerlei landschaftlichen und architektonischen Highlights verwöhnt: Schlösser im Stil der Weserrenaissance, Burgen, Klöster und die sanften Hügel des Weserberglandes – hier sollte man sein Zweirad ruhig mal zwischenparken.

Landschaftlich kriegt man auf dem Weg einiges geboten (© ADFC)
Landschaftlich kriegt man auf dem Weg einiges geboten (© ADFC)

Kurz vor Minden verlässt die Weser das Bergland. Von der Porta Westfalica führt der Radweg durch die norddeutsche Tiefebene, vorbei an faszinierenden Moor-, Marsch- und Geestlandschaften. Die größte Stadt an der Weser, die Freie Hansestadt Bremen, wartet am Ende dieser Etappe.

Wenn man die Bremer Stadtmusikanten hinter sich gelassen hat, geht es im Schutz der Deiche weiter. Die Weser wird ab Bremen immer breiter, das ein oder andere Handelsschiff kann man auf seiner Reise Richtung Nordsee begleiten. In Nordenham an der Mündung der Weser in die Nordsee müssen sich Fahrradfahrer dann entscheiden:

Wer auf der westlichen Seite der Weser weiter radelt, stößt entlang der Halbinsel Butjadingen auf malerische Küstenbadeorte und den Nationalpark “Niedersächsisches Wattenmeer”. Auf der östlichen Weserseite lockt die Küstenstadt Bremerhaven. Danach geht es weiter in Richtung Cuxhaven. Auch hier kriegt man landschaftlich einiges geboten: Vorbei führt die letzte Etappe unter anderem entlang eines zwölf Kilometer langen Sandstrandes.

Gut zu wissen:

  • Übrigens: Laut der Radreiseanalyse 2011 des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) gehört der Weser-Radweg zu den drei beliebtesten Radwanderwegen in Deutschland.
  • Das Logo des Radweges (Aeggy/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a> <a href="" target="_blank" rel="nofollow"></a>)
    Das Logo des Radweges (Aeggy/cc )

    Etappen: Hann.Münden, Bad Karlshaven, Fürstenberg, Höxter, Bodenwerder, Hameln, Minden, Petershagen, Nienburg, Verden, Achim, Bremen, Bremerhaven, Wremen und Cuxhaven.

  • Wegbeschaffenheit: Die Tour führt größtenteils über asphaltierte oder befestigte Strecken. Da beim Weser-Radweg nur mit wenigen Steigungen zu rechnen ist, können auch Ungeübte den Weser-Radweg problemlos befahren. Der Weg ist verkehrsarm und dank der guten touristischen Infrastruktur – so der ADFC – besonders für Einsteiger und Familien geeignet.
  • Beschilderung: Das gelbe Weser-Radweg-Logo begleitet Radler auf allen Abschnitten des Weges. Der Radweg ist in beide Richtungen ausgeschildert: Sowohl von Süd nach Nord, als auch von Nord nach Süd. Wer sich dennoch verfährt, orientiert sich einfach am Fluss.
  • Eines der Highlights am Wegesrand: Das Klimahaus in Bremerhaven (© DPR2011-12/ADFC)
    Eines der Highlights am Wegesrand: Das Klimahaus in Bremerhaven (© DPR2011-12/ADFC)

    Öffentliche Verkehrsmittel: Für die An-, Ab- und Weitereise eignen sich besonders die Angebote der Deutschen Bahn. Bahnhöfe sind unter anderem in den Städten Hann.Münden, Höxter, Hameln, Minden, Nienburg, Verden, Bremen, Bremerhaven, Cuxhaven (etc.) zu finden. Entlang der Route können Kurzurlauber aber auch den Service von “Radler-Bussen” nutzen, die Reisende samt Gepäck und Rad befördern. Eine schöne Alternative ist auch eine Tour mit einem der vielen Fahrgastschiffe der Weser.

  • Dauer: Wer täglich 80 bis 120 Kilometer zurücklegt, kann den Weser-Radweg zwar ohne Probleme in vier oder fünf Tagen schaffen, hat am Ende allerdings wenig von den vielen Highlights am Wegesrand gesehen. Besser man lässt es etwas ruhiger angehen und plant immer mal wieder ein paar Zwischenstopps zum Sightseeing ein.
  • Übernachten: Alle Informationen zu den Übernachtungsmöglichkeiten entlang des Weser-Radweges gibt es auf bettundbike.de.
  • Infos: Weitere Infos gibt es auf der offiziellen Webseite des Weser-Radweges.

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Alex Fingas, Reiseexperte

Reisen und Kunst sind meine große Leidenschaft, die ich immer wieder gerne miteinander verknüpfe. Bei meinen zahlreichen Entdeckungstouren durch die Welt ist mir vor allem Italien zur zweiten Heimat geworden. Doch jetzt stehen erst einmal entlegenere Orte auf meinem Reiseplan. Bis dahin freue ich mich auf den gegenseitigen Austausch von Reiseeindrücken, -tipps und -erfahrungen.

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