In unserer Serie “Die schönsten Radwege und Radtouren” darf natürlich auch der Rheinradweg nicht fehlen: Der internationale Fernradweg führt etwa 1.320 Kilometer flussabwärts das Rheinufer entlang. Vier Länder (Schweiz, Deutschland, Frankreich und Holland), unterschiedliche Urlaubsregionen und facettenreiche Naturkulissen werden dabei passiert: Der Fernradweg startet vom Quellgebiet des Rheins in den Schweizer Alpen am Oberalppass und endet nahe der Rheinmündung bei Rotterdam in den Niederlanden.
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![]() Blick auf das Rheintal (Thomas Depenbusch/cc ) |
Eine ganz schön lange Strecke: Passionierte Radler, die den gesamten Radweg an einem Stück bewältigen wollen, sollten daher mindesten zwei Wochen einplanen, damit auch noch genug Zeit für die vielen Sehenswürdigkeiten am Wegesrand bleibt. Kurzurlauber oder Tagesausflügler können sich ihre Fahrradtour natürlich in beliebig viele Etappen aufteilen oder einfach auf einen Abschnitt des Rheinradweges beschränken.
Die Landschaft
Abwechslungsreicher könnte die Landschaft, die sich einem vom Fahrrad aus bietet, kaum sein: Vom Schweizer Alpenpanorama kommend, führt der Rheinradweg entlang des Bodensees zum Rheinfall im Kanton Schaffhausen. Vom Dreiländereck bei Basel radelt man parallel zur deutsch-französischen Grenze durch die Bilderbuchlandschaft des Schwarzwaldes in Baden-Württemberg.

Danach wird man vom Rheingau und seinen sanften Weinbergen empfangen, um anschließend auf das nächste Highlight, das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal mit der sagenumwobenen Loreley bei Sankt Goarshausen in Rheinland-Pfalz zu stoßen.
Die letzte Etappe in Deutschland ist das Bundesland Nordrhein-Westfalen: Hier führt der Radweg durch die Region Mittel- und Niederrhein. Im Rheinland gibt es die lebhaften Städte Bonn, Köln und Düsseldorf mit ihren architektonischen Schätzen zu bestaunen. Etwas weiter nördlich treffen Radfahrer auf die Römerstadt Xanten.
Nach der Überschreitung der holländischen Grenze führt der Weg durch die niederländischen Provinzen Gelderland, Utrecht und Südholland, entlang des Rhein-Maas-Deltas. In der Nähe der Hafenstadt Rotterdam mündet der Rhein in die Nordsee. Als Belohnung winkt am Ende die faszinierende Landschaft der niederländischen Nordseeküste.
Gut zu wissen
- Wegbeschaffenheit: Der Rheinradweg ist größtenteils auf beiden Flussufern befahrbar. Da die Strecke über gut ausgebaute, asphaltierte Wege führt, sind auch weniger Geübte hier bestens aufgehoben. Besonders angenehm zu fahren ist vor allem der obere Teil. Hier ist mit so gut wie keiner Steigungen zu rechnen.
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Öffentliche Verkehrsmittel: Die sehr gute Anbindung des Rheinradweges an den öffentlichen Schienenverkehr in nahezu allen Städten des Rheines ermöglicht es, größere Abschnitte mit dem Zug zu bewältigen. Durch die vielen Fähren über den Rhein kann man bei seiner Radtour zwischendurch auch mal die Rheinseite wechseln. In unzähligen Fahrradstationen entlang des Rheinradweges kann man seinen Drahtesel auch mal zwischenparken.
- Beschilderung: Das Themenroutenlogo des Rheinradweges ist international einheitlich der “Euroradler”. Von der Quelle in der Schweiz bis zur Mündung in den Niederlanden ist der Streckenverlauf gut ausgeschildert. Vielerorts ist das Routenlogo in die lokale Wegweisung integriert.
- Übernachten: Alle Informationen zu den Übernachtungsmöglichkeiten entlang des Rheinradweges gibt es auf bettundbike.de. Tipp: In den Sommermonaten sollte man seine Unterkunft auf jeden Fall vorreservieren, denn dann herrscht in den beliebten Urlaubsregionen des Rheines Hochbetreib.
- Weitere Infos zum Radweg gibt es auf rheinradweg.de.


















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