Wer einen Italiener danach fragt, wo die schönsten Strände Italiens liegen, wird wahrscheinlich immer wieder die gleiche Antwort hören: Auf Sardinien. Die zweitgrößte Insel des Mittelmeeres ist ein einziger großer Traumstrand. Klar, dass sich dieser “Geheimtipp” inzwischen auch bei vielen deutschen Urlaubern rumgesprochen hat.
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![]() Die wunderschöne Insel Sardinien (michfield/cc) |
Sardinien gleicht einer Schatzkiste, die aber noch viel mehr als nur Traumstrände zu bieten hat. Bei einem Urlaub auf Sardinien eröffnet sich Reisenden ein kleiner Kontinent für sich: Die atemberaubende Landschaft, die Geschichte Sardiniens mit ihren tief verwurzelten Traditionen ist so einzigartig, dass sie eigentlich in keine Schublade passt.
“Liebliche Weite ringsum, entgleitende Entfernungen – nichts endet, nichts ist endgültig. Es ist wie die Freiheit selber …” – so schwärmte einst der englische Dichter David Herbert Lawrence und stellte fest: “Sardinien ist ganz anders.”
Sardinien – von den Griechen Ichnusa genannt (da ihre Form an einen Fußabdruck erinnert) – ist das perfekte Reiseziel für alle, die einfach mal komplett abtauchen wollen. Wir verraten, wo sich die Insel Sardinien von ihrer ganz besonders schönen Seite zeigt. Dazu geht es in Sardiniens Süden.
Baia Chia

Hinter der Stadt Pula gelegen, vorbei an der historischen Ruinenstadt Nora, liegt im Südosten Sardiniens die Baia Chia. Kristallklares Wasser, das in allen Türkis Facetten leuchtet, Meter hohe Dünen aus weißem, feinem Sand, dazu ein leichter Wind und das beruhigende Rauschen des Meeres – an der Baia Chia glaubt man tatsächlich mitten in der Karibik zu sein. Uralte Wacholderbüsche wachsen in der Uferregion. Einige übrig gebliebene Steine bezeugen, dass hier einst die phönizische Stadt Bithia lag. Wer Glück hat, kann an der Baia Chia sogar Delphine und auf den Binnenseen Flamingos sehen.
Vor Baia Chia liegt das kleine Inselchen Su Giudeu, zu dem es sich durch das brusttiefe Wasser mal eben hinüber wandern lässt. Die nächste Bucht Cala Cipolla ist nur zu Fuß zu erreichen, sollte bei einem Badeurlaub in diesem Küstengebiet Sardiniens aber unbedingt besichtigt werden: Der malerische Strand mit Sand und Felsen ist eine Attraktion im Gebiet von Chia: Mit sieben Riffen in 25 m Tiefe ist die Cala Cipolla ein echtes Paradies für jeden Tauch und Schnorchel Begeisterten.
Villasimius

Ebenfalls im Südosten Sardiniens liegt Villasimius: Man munkelt, dass sich in dieser Region der schönste Strand der gesamten Insel befindet. Und tatsächlich: Die Spiaggia di Porto Giunco, in der Nähe des Hafens von Villasimius, ist mit seinem glasklaren, perlenden Wasser ein echtes kleines Paradies.
Wer in Richtung Capo Carbonara reist, trifft hinter Sanddünen verscheckt auf den Salzwassersee Timi Ama. Mit etwas Glück kann man hier Schwärme rosafarbener Flamingos sehen. Vom Boot oder vom Capo Carbonara aus begegnen einen nicht selten springende Delphine.
Wer hier einen Badeurlaub verbringt, sollte sich die kleine Badebucht Cala Pira unterhalb der Straße zur Costa Rei, gegenüber der Insel Serpentara, nicht entgehen lassen. Am Ende der Bucht erinnert einer der über 7000 Nuraghen Sardiniens (ein prähistorischer Turmbaut der Bonnanaro Kultur) an lang vergangene Zeiten der Insel. Das Meer erscheint hier unglaublich transparent und verwandelt sich erst in der Ferne in das für Sardinien so typische türkisfarbene Dunkel.
Pula

Ein wenig weiter westlich, aber immer noch im Süden Sardiniens und unweit von Cagliari (ca. eine halbe Stunde entfernt) liegt das kleine Dörfchen Pula. Verwinkelte Gassen, in Anlehnung an die Patrizierzeiten gestaltete Häuser versetzen jeden Urlauber hier in eine Atmosphäre historischer Zeiten. Die kleine Piazza des Ortes ist Treffpunkt für abendlichen Festivitäten und Konzerte. Nicht verpassen sollte man den typisch sardischen Markt an jedem Dienstag.
Rund um Pula finden Sardinien Reisende den abwechslungsreichsten Küstenabschnitte der ganzen Insel: Traumhafte Strände und Buchten, römische Ausgrabungen und weiße Sanddünen, die in der Sonne leuchten, machen den Reiz der Gegend um Pula aus.
Bei Santa Margherita di Pula kann man im glasklaren, türkisblauen Wasser baden und in der abwechslungsreichen Küstenlandschaft wandern. Häufig in dieser Gegend anzutreffen und ein typisches Merkmal für naturbelassene Strände, ist das trockene Seegras.
Unweit von Pula, bei Nora, liegt eine römische Ausgrabungsstätte mit einem direkt am Meer gelegenen Amphitheater. Die Ruinen befinden sich am äußersten Ende einer steil ins Meer reichenden, kleinen Landzunge.
Eine atemberaubende Kulisse bietet sich auch am Strand Porto d’Agumu: Eingefasst von zwei spanischen Badetürmen lässt es sich in der Bucht wunderbar schwimmen.
Anreise (Cagliari)
Am besten erreicht man den Süden der Insel mit dem Flugzeug: Die Hauptstadt Sardiniens, Cagliari, verfügt über einen internationalen Flughafen sowie einen Fährhafen und ist über das Bahn- und Busnetz des öffentlichen Nahverkehrs mit dem Rest Sardiniens verbunden. Cagliari ist damit das bedeutendste Verkehrsdrehkreuz im Süden Sardiniens und eines der wichtigsten Ziele für eine Anreise aus Mitteleuropa.
Cagliari wird von einer Vielzahl von Fluggesellschaften aus Deutschland angeflogen (u.a. Tuifly bietet Direktflüge von Köln, München Stuttgart und Wien). Auch die Möglichkeit, gleich hier einen Mietwagen zu leihen besteht.



















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