Sieben Jahre ist es her, dass das New Yorker MoMA zu Gast in Berlin war. Der Andrang, den die große MoMA Ausstellung 2004 in der Neuen Nationalgalerie in Berlin erlebte, war enorm. Damals kamen ganze 1,1 Millionen Besucher. 2011 dürfen sich Kunstliebhaber auf eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte freuen: Denn das MoMA is back in town.
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Die MoMA Schau in Berlin weckt also große Erwartungen. Bei der diesjährigen Ausstellung sind es diesmal aber nicht die großen Gemälde-”Klassiker“ des Museums, die im Fokus stehen. Die seit dem 11. März im Berliner Martin Gropius Bau gezeigte Ausstellung “Kompass” konzentriert sich ganz auf die Zeichnung. Insgesamt 250 Werke aus dem MoMA (als kleine Erinnerung: MoMA – das ist das Museum of Modern Art in New York) sind im frisch sanierten Ambiente des Berliner Gropius Bau zu bestaunen. Es handelt sich dabei um Arbeiten, die zwischen dem Ende der 50er Jahre und der Gegenwart vor allem in den USA und Europa entstanden.
MoMA im Berliner Gropius Bau
Wie schon 2004 sind in der Berliner MoMA Ausstellung alle großen Namen der Nachkriegskunst vertreten: Darunter Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Jasper Johns, David Hockney, Robert Rauschenberg, Hanne Darboven, Jeff Koons, Mona Hatoum, A. R. Penck, Rosemarie Trockel, Donald Judd, Neo Rauch und Martin Kippenberger. Neben einem großen Star-Aufgebot sind aber auch Künstler aus dem 21. Jahrhundert zu sehen, deren Name für den ein oder anderen noch unbekannt klingen dürfte. Alle Zeichnungen stammen aus dem Fundus der „Judith Rothschild Foundation Contemporary Drawings Collection“ – eine Sammlung, die 2005 als Schenkung ins MoMA ging.
Die zu sehenden Zeichnungen reichen von abstrakten Kunstwerken bis hin zu Skizzen und punktgenauen Konstruktionszeichnungen. Die Spannbreite der zu Papier gebrachten Themen ist ebenso vielfältig und auch bei den Materialien – darunter Schießpulver, Erde, Körperflüssigkeiten, Fotografien oder Zeitungsausschnitten – merkt man die Lust der einzelnen Künstler am Experiment.
Gerade bei den jüngeren Objekten der Ausstellung ist der freie, experimentierfreudige Umgang mit dem Material besonders deutlich zu spüren. Papier ist hier meist nicht nur Untergrund, sondern gleich auch Material und Quelle; Collage- und Assemblage-Techniken spielen gerade bei den Werken des 21. Jahrhunderts eine besonders große Rolle. Das Werk des deutschen Künstlers Marcel Odenbach, “You Can’t See the Forest for the trees” aus dem Jahre 2003 ist beispielsweise eine Birken-Collage, die aus hellem Noten- und Zeitungspapier besteht. Erst beim näheren Herantreten sieht man die ebenfalls verwendeten, grün eingefärbten Fotos von Soldaten und Ikonen wie James Dean, Elvis Presley und Marilyn Monroe. Auch bei der Deutschen Amélie von Wulffen (“die Welt als Welle und Vorstellung” 2003) ist die Collage ebenfalls ein zentrales Medium.
Doch warum eigentlich „Kompass“ als Ausstellungstitel? Der Titel „Kompass“ bezieht sich auf das Navigationsgerät, aber auch auf den Zirkel als wichtiges Gerät jedes Zeichners, der im Englischen ebenfalls „compass“ heißt.
Die Ausstellung “Kompass – Zeichnungen aus dem Museum of Modern Art New York” kann noch bis zum 29. Mai 2011 im Martin Gropius Bau besichtigt werden. Um für den großen Ansturm gewappnet zu sein, bietet der Martin Gropius Bau schon seit Wochen Online-Vorbestellungen für Eintrittskarten an.
| Wichtige Infos:Adresse: Martin-Gropius-Bau Berlin, Niederkirchnerstraße 7 | Ecke Stresemannstr. 110, 10963 Berlin Anfahrt: U2 (Potsdamer Platz), S-Bahn Linien 1, 2, 25 (Potsdamer Platz) Öffnungszeiten: Mittwoch bis Montag 10 bis 20 Uhr, Dienstag ist geschlossen Preise: 12 Euro für Erwachsene, 8 Euro ermäßigt Tickets gleich online buchen |




















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Ich bin eben das erste mal auf die Seite gekommen. Gefaellt mir ziemlich gut.