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Das Kunstareal in München: Die schönsten Museen auf einen Blick

Was in Berlin die Museumsinsel, ist in der bayrischen Landeshauptstadt München das Kunstareal. 16 Museen und Ausstellungshäuser, über 40 Galerien und Kulturinstitutionen sowie sieben Hochschulen vereinen sich im Stadtteil Maxvorstadt zu einer einzigartigen Kunst- und Kulturlandschaft. Altartafeln des Mittelalters, monumentale Barockgemälde, zeitgenössische Plastiken – in Münchens Museen können Kulturinteressierte einmal quer durch die Kunstgeschichte reisen.

Spektakuläres Gebäude: Die Pinakothek der Moderne (Rob124/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a> <a href="" target="_blank" rel="nofollow"></a>)
Spektakuläres Gebäude: Die Pinakothek der Moderne (Rob124/cc )

Alte Pinakothek: Gipfeltreffen Alter Meister

Gemäldeschau in der Alten Pinakothek (Scott M/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a> <a href="" target="_blank" rel="nofollow"></a>)
Gemäldeschau in der Alten Pinakothek (Scott M/cc )

Dürers berühmtes Selbstbildnis im Pelzrock (1500), Rembrandts monumentales Gemälde “Raub der Töchter des Leukippos” (um 1618) und Raffales “Heilige Familie” (1506) – diese und noch viele weitere Leckerbissen der frühneuzeitlichen Malerei warten hinter den dicken Mauern der Alten Pinakothek in München.

Mit mehr als 700 Werken aus der europäischen Malerei des 14. bis 19. Jahrhunderts, verteilt auf 19 Säle und 47 Kabinette gehört die Alte Pinakothek zu den bedeutendsten Gemäldegalerien weltweit. Die Schwerpunkte der Sammlung (die Bestände der Alten Pinakothek sind Teil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen) bilden die deutsche und niederländische Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts, die holländische und flämische Malerei des 17. Jahrhunderts, die italienische Malerei des 15. bis 18. Jahrhunderts sowie die französische und spanische Malerei des Barock. Ergänzt wird die Sammlung durch regelmäßig wechselnde Ausstellungen.

Imposant ist allein das Museumsgebäude: Der berühmter Hofbaumeister König Ludwigs I., Leo von Klenze, verwirklichte Anfang des 19. Jahrhunderts mit dem Bau der Alten Pinakothek ein an der italienischen Renaissance orientiertes Gebäude, das für den weiteren, europäischen Museumsbau wegweisend war.

  • Adresse: Alte Pinakothek, Barer Straße 29, 80333 München. Eingang: Theresienstraße, alte-pinakothek.de.
  • Öffnungszeiten: Täglich 10.00 bis 18.00 Uhr, Dienstag 10.00 bis 20.00 Uhr, Montag geschlossen.
  • Preise: Sieben Euro, ermäßigt fünf Euro, am Sonntag einen Euro.
  • Anfahrt: Tram – Linie 27: Haltestelle Pinakotheken. U-Bahn – U3 | U6: Haltestelle Odeonsplatz oder Universität, U4 | U5: Haltestelle Odeonsplatz, U2: Haltestelle Königsplatz oder Theresienstraße.

Neue Pinakothek: Vom Klassizismus bis zum Jugendstil

Außenansicht der Neuen Pinakothek (zhaffsky/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a> <a href="" target="_blank" rel="nofollow"></a>)
Außenansicht der Neuen Pinakothek (zhaffsky/cc )

Bei einer Reise einmal quer durch die Kunstgeschichte darf im Anschluss an die Alte Pinakothek natürlich ein Besuch ihres Pendants, der Neuen Pinakothek München, nicht fehlen.

Mit mehr als 400 Gemälden und Skulpturen des 18. bis 19. Jahrhunderts bietet dieses gigantische Museum eine hervorragende Übersicht über die europäische Kunst von der Aufklärung bis zum Anbruch der Moderne. Künstler wie David, Gainsborough, Goya, Hogarth, Menzel, Degas, Maillol, Delacroix, Achenbach, Corinth, Liebermann, Cézanne, Gauguin, van Gogh, Rodin und noch viele weitere buhlen in den insgesamt 22 Ausstellungssälen mit ihren Meisterwerken um die Gunst der Museumsbesucher.

Ludwig I. gründete Mitte des 19. Jahrhunderts die Neue Pinakothek als erstes Museum für zeitgenössische Kunst. Im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört, verwirklichte der Architekt Alexander von Branca ein spektakuläres Gebäude, das 1981 als größter deutscher Museumsneubau nach dem Krieg eröffnet wurde.

  • Adresse: Neue Pinakothek, Barer Straße 29,
    Eingang Theresienstraße, 80799 München, neue-pinakothek.de
  • Öffnungszeiten: Täglich 10.00 bis 18.00, Mittwoch 10.00 bis 20.00 Uhr, Dienstag geschlossen.
  • Preise: Sieben Euro, ermäßigt fünf Euro, am Sonntag einen Euro.
  • Anfahrt: Tram – Linie 27: Haltestelle Pinakotheken. U-Bahn – U3 | U6: Haltestelle Odeonsplatz oder Universität, U4 | U5: Haltestelle Odeonsplatz, U2: Haltestelle Königsplatz oder Theresienstraße.

Pinakothek der Moderne: Vier Museen unter einem Dach

Gleich vier Museen unter einem Dach vereint die Pinakothek der Moderne (Jonas Lamis/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a> <a href="" target="_blank" rel="nofollow"></a>)
Gleich vier Museen unter einem Dach vereint die Pinakothek der Moderne (Jonas Lamis/cc )

Die Pinakothek der Moderne vereint auf 12.000 Quadratmetern gleich vier eigenständige Museen unter einem Dach: Die Staatliche Graphische Sammlung München, Das Architekturmuseum der TU München, Die Neue Sammlung – Museum für angewandte Kunst und Design und Die Sammlung Moderne Kunst der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Damit zählt die Pinakothek der Moderne zu einem der größten Museen für angewandte und bildende Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts weltweit.

Tipp: Ein wenig mehr Zeit nehmen sollte man sich auf jeden Fall für die Sammlung für Moderne Kunst: Denn mit Werken von Beckmann, Kandinsky, Ernst, Marc, Macke, Klee, Dix, Magritte und Picasso kriegt man fast nirgendwo sonst in Deutschland eine solche Dichte an hochkarätigen Kunstwerken der klassischen Moderne präsentiert. Ergänzt wird die auf 35 Säle verteilte Sammlung durch regelmäßig wechselnde Ausstellungen.

Untergebracht sind die vier Museen in einem hochmodernen, im Jahre 2002 fertiggestellten Gebäudekomplex, dessen Herzstück die Rotunde mit ihrer imposanten Lichtkuppel bildet.

  • Adresse: Pinakothek der Moderne, Barer Straße 40, 80333 München, pinakothek-der-moderne.de.
  • Öffnungszeiten: Täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, Donnerstag 10.00 bis 20.00 Uhr, Montag geschlossen.
  • Preise: Zehn Euro, ermäßigt sieben Euro, am Sonntag einen Euro.
  • Anfahrt: Tram – Linie 27: Haltestelle Pinakotheken. U-Bahn – U3 | U6: Haltestelle Odeonsplatz oder Universität, U4 | U5: Haltestelle Odeonsplatz, U2: Haltestelle Königsplatz oder Theresienstraße.

Museum Brandhorst: Kunst hinter bunter Fassade

Bunter Farbklecks im Kunstareal: Das Museum Brandhorst (digital cat  /<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a> <a href="" target="_blank" rel="nofollow"></a>)
Bunter Farbklecks im Kunstareal: Das Museum Brandhorst (digital cat  /cc )

Mit dem Museum Brandhorst ist die bayrische Landeshauptstadt seit 2009 um ein weiteres spektakuläres Ausstellungshaus reicher. Alleine das Gebäude ist ein Hingucker: Entworfen von dem Berliner Architekten-Büro Sauerbruch und Hutton präsentiert sich das Museum Brandhorst als hochmoderner Kastenbau, der mit seiner auffälligen Fassade sogar die direkt nebenan gelegene Pinakothek der Moderne überstrahlt. 36.000 bunte Keramikstäbe bilden das Gerüst des 15 Meter hohen Baus, der – je nach Betrachter-Standpunkt und Blickwinkel – mal massiv, mal leicht erscheint.

Auch das “Innenleben” dieses Münchener Museums kann sich sehen lassen. 700 Werke bedeutender Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts haben hier ihr Zuhause gefunden – darunter Arbeiten von Andy Warhol, Damien Hirst, Pablo Picasso, Sigmar Polke, Cy Twombly und vielen weiteren.

  • Adresse: Museum Brandhorst, Kunstareal München, Theresienstraße 35a, 80333 München, museum-brandhorst.de.
  • Öffnungszeiten: Täglich 10.00 bis 18.00 Uhr, Donnerstag 10.00 bis 20.00 Uhr, montags geschlossen.
  • Preise: Regulär sieben Euro, ermäßigt fünf Euro, am Sonntag einen Euro.
  • Anfahrt: Tram – Linie 27: Haltestelle Pinakotheken. U-Bahn – U3 | U6: Haltestelle Odeonsplatz oder Universität, U4 | U5: Haltestelle Odeonsplatz, U2: Haltestelle Königsplatz oder Theresienstraße.

Nicht das Richtige dabei? Alle Münchener Mussen auf einen Blick bietet das Museumsportal.

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Alex Fingas, Reiseexperte

Reisen und Kunst sind meine große Leidenschaft, die ich immer wieder gerne miteinander verknüpfe. Bei meinen zahlreichen Entdeckungstouren durch die Welt ist mir vor allem Italien zur zweiten Heimat geworden. Doch jetzt stehen erst einmal entlegenere Orte auf meinem Reiseplan. Bis dahin freue ich mich auf den gegenseitigen Austausch von Reiseeindrücken, -tipps und -erfahrungen.

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