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Berlin mit Kindern: Kurztrip für die Familie

Nicht schon wieder Urlaub auf dem Bauernhof. Wenn die Familie nach mehr Abenteuer ruft, lockt der Großstadtdschungel mit Museen, Szenevierteln und modernen Cafés. Bei einem Kurztrip in die deutsche Hauptstadt sind jedoch starke Nerven gefragt. Wer Berlin mit Kindern entdecken will, braucht Geduld, wache Augen und einen guten Plan. Dann ist Spaß garantiert. Hotels in Berlin sowie Museen und Gastronomen haben sich mit speziellen Angeboten auf Familien eingestellt. Dadurch können Kinder die Stadt auf ihre Art erobern und auch die Eltern kommen nicht zu kurz. Denn Ferien für Kinder unterliegen ihren eigenen Gesetzen.

Entdecke mit der Familie die bunten Kieze von Berlin (angermann/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a> <a href="" target="_blank" rel="nofollow"></a>)
Entdecke mit der Familie die bunten Kieze von Berlin (angermann/cc )

Berlin vom Schiff erleben

Berliner Dom: Sehenswürdigkeiten von der Spree aus erleben (ForsterFoto/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a> <a href="" target="_blank" rel="nofollow"></a>)
Berliner Dom: Sehenswürdigkeiten von der Spree aus erleben (ForsterFoto/cc )

Die Millionenstadt Berlin bietet fast unzählige Höhepunkte. Gerade Familien sollten sich nicht zu viel vornehmen. Einen besonders schönen Eindruck erhält man bei einer Schiffsrundfahrt auf der Spree. Museumsinsel, Kanzleramt und Berliner Dom lassen sich komfortabel vom Boot aus entdecken. Die Vorteile: Kinder erleben eine ungewohnte Stadtführung und können nicht weglaufen. Das Angebot reicht von einer Stunde Fahrt bis hin zu mehrstündigen Touren. Dabei können Familien individuell entscheiden, wie viel Berlin sie vom Schiff aus entdecken wollen. Es gibt unterschiedliche Anbieter. Los geht es von verschiedenen Anlegestellen wie der Friedrichstraße in Mitte.

Berlin für Familien mit kleinen Kindern

Unter Berlinern gilt der Bezirk Prenzlauer Berg als Tummelplatz für Kinderwagen und Schwangere. Nicht nur um den Kollwitzplatz gibt es Spielzeugläden und schnuckelige Restaurants. Spezielle Familiencafés laden in ganz Berlin zum gemütlichen Kaffeeklatsch mit einem ausgiebigen Spiel- und Spaßangebot für Kids. Im Kinderspielcafé Onkel Albert in der Zionskirchstraße 63 wird die kunterbunte Einrichtung mit bequemen Sofas durch Spielbereiche ergänzt. Die Speisekarte offeriert Mittagstisch oder Kuchen. Während die Kleinen spielen, könne sich Eltern erholen oder im integrierten Laden nach Kleidern für ihre Kinder suchen. Öffnungszeiten: Das Geschäft ist von Montag bis Freitag zwischen 10.00 und 19.00 Uhr und am Wochenende von 14.00 bis 19.00 Uhr geöffnet.

Riesen-Dinos und Zootiere

Frühzeitlicher Pflanzenfresser Brachiosaurus in Berlin (Museum für Naturkunde)
Frühzeitlicher Pflanzenfresser Brachiosaurus in Berlin (Museum für Naturkunde)

Wie viele Zähne hat eigentlich ein Flusspferd? Wie entstand der Mensch? Wie groß war ein Dinosaurier? All diese Fragen werden in Berlin geklärt. Mitten in der Hauptstadt können junge und alte Forscher eine Entdeckungsreise starten. Neben Hauptstadtzoo am Bahnhof Zoologischer Garten lädt in Mitte das Naturkundemuseum zur Forschungsreise.

Im Museum für Naturkunde bleibt keine Frage ungeklärt. Die Ausstellungsräume beherbergen laut Museum über 30 Millionen Sammlungsobjekte. Bereits im Eingangsbereich werden Kinder große Augen machen: Mehr als 13 Meter ragt vor ihnen das laut Guinnessbuch weltgrößte Dinosaurierskelett empor. Neben den Überresten des Brachiosaurus wird die Entstehung des Menschen oder das Sonnensystem erklärt. Auch Mama und Papa können sich hier noch weiterbilden. Das Museum hat dienstags bis freitags von 9.30 bis 18.00 Uhr geöffnet. Am Wochenende und an Feiertagen sind die Räume ab 10.00 Uhr für Besucher zugänglich. Der reguläre Eintritt kostet laut Museum sechs Euro für Erwachsene und ermäßigt 3,50 Euro.

Tipp: Taschenlampenführung durch die Ausstellungshallen. Die abendliche Tour wird im November und Dezember angeboten. Sie kostet zehn Euro für Erwachsene und sieben Euro für Kinder. Der Eintritt ist inklusive. Weitere Information gibt es unter der Telefonnummer 0049 (0) 30-20938550.

Hinter dem Elefantentor beginnt die Artenvielfalt des Berliner Zoos (cheek@/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a> <a href="" target="_blank" rel="nofollow"></a>)
Hinter dem Elefantentor beginnt die Artenvielfalt des Berliner Zoos (cheek@/cc )

Der Zoologische Garten Berlin wurde 1844 als erster Zoo Deutschlands eröffnet. Die deutsche Hauptstadt verfügt mit dem Tierpark Berlin über zwei Zoos. Der Zoo überzeugt seine Besucher vor allem mit vielen Tieren, 2010 waren es rund 17.100 Lebewesen, und modernen Gehegen. Nach den neuen Anlagen für Schimpansen und Gorillas wurde im Juni 2011 ein neues zu Hause für Orang Utans eröffnet. Neben klassischen Bewohnern wie Giraffen ist das Nachttierhaus sehenswert, das unter anderem Wüstenfüchse beherbergt. Der Zoo hat von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 13 Euro. Für Kinder zwischen fünf und 15 Jahren beträgt der Eintritt 6,50 Euro.

Vorhang auf heißt es in der Komischen Oper Berlin. Das Haus bietet zusätzlich zum regulären Spielplan auch spezielle Vorstellungen für Kinder. Die Aufführungen in der Behrenstraße 55-57 im Bezirk Mitte sind beliebt. Rund 40.000 Kinder und Jugendliche besuchen laut Opernbetreiber pro Saison die Veranstaltungen für Kids. Am 30. Oktober beginnt die Insektenoper Mikropolis für Kinder ab einem Alter von sechs Jahren. Die Karten kosten zwischen zehn und 28 Euro. Im Februar 2012 findet das Kinderfestival statt.

Berlin für Familien mit Teenagern

Jugendliche können sich in Berlin so richtig austoben. Shopping, politische Demonstrationen und coole Cafés ziehen Teenager in den Bann. Bei folgender Gratwanderung können Eltern ihrer Aufsichtspflicht nachkommen und Heranwachsende Großstadtluft schnuppern. Im Bezirk Kreuzberg trifft das multikulturelle Berlin auf alternative Gastronomie und trendige Modeläden. Zwischen den U-Bahnhöfen Kottbusser Tor und Moritzplatz pulsiert um die Oranienstraße das Großstadtleben. Während die Jugendlichen in den Shops ihr Taschengeld ausgeben, können sich Eltern im Café und Restaurant Kuchenkaiser am Oranienplatz eine Auszeit gönnen.

Mauerreste: East Side Gallery in Friedrichshain (grahamc99/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a> <a href="" target="_blank" rel="nofollow"></a>)
Mauerreste: East Side Gallery in Friedrichshain (grahamc99/cc )

Berlin ist eine Stadt des ewigen Wandels. Vor dem Zweiten Weltkrieg pulsierte das Leben um den Potsdamer Platz. Der Krieg brachte Zerstörung, dann folgten Mauerjahre und der Neuaufbau nach der Deutschen Wiedervereinigung. Umbruch und Veränderung der Metropole an der Spree sind das Thema bei dieser Stadtführung. Die Tour ist für Kinder und Eltern interessant. In Kreuzberg streifen die Teilnehmer durch die Straßen, entdecken Graffiti und Streetart, schauen sich die Wagenburg, einen Sitz der alternativen Szene, an und landen schließlich im Bezirk Friedrichshain. Dort wird ein Teil der letzten Reste der Mauer, die East Side Gallery, begutachtet bis die Führung am Yaam, einem alternativen Kunst-Kultur-Zentrum, endet. Die Teilnahme kostet 20 Euro/Erwachsenen. Hier gleich buchen.

Weiter gehts nach Mitte. Nahe dem Brandenburger Tor warten Rihanna, Lady Gaga oder Brad Pitt. Bei Madame Tussauds kommen die jungen Fans ihren Idolen ganz nah. Das Wachsfigurenkabinett unterhält auch die Eltern. Elvis Presley, The Beatles oder Uwe Seeler wecken Erinnerungen. Die Ausstellung ist begehrt. Ohne Anstehen geht es mit dieser Tour ganz nah an die “Stars” bei Madame Tussauds. Die Eintrittskarte kostet 19 Euro/Erwachsenen. Hier gleich buchen.

Shopping und Schlafen im Westen

Neuer und alter Turm der Gedächtniskirche in Westberlin (robertpaulyoung/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a> <a href="" target="_blank" rel="nofollow"></a>)
Neuer und alter Turm der Gedächtniskirche in Westberlin (robertpaulyoung/cc )

Westberlin war zu Zeiten der Mauer eine umzäunte Insel in der Großstadt. Die Einkaufsstraße Kurfürstendamm (Ku’damm) war damals das Zentrum des städtischen Lebens. Auch heute reihen sich Designerläden und andere Modeketten dicht an dicht. Vom Bahnhof Zoologischer Garten lässt sich Berlins Westen gut erkunden. Einen kurzen Fußmarsch entfernt liegt das traditionelle Restaurant “Schwarzes Café”. Die gemütliche Gaststätte in der Kantstraße 148 hat 24 Stunden geöffnet. Noch immer trifft sich dort die Berliner Szene.

Hoteltipp: Nahe der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Charlottenburg liegt das Familienhotel Berliner Hof. Das Haus bietet insgesamt 76 Zimmer, wovon einige speziell für Familien eingerichtet sind. In dem trennbaren Wohn- und Schlafbereich können sich die Kinder zum Schlafen zurückziehen, während die Eltern bei einem Glas Wein den Tag Revue passieren lassen. Neben einem speziellen Frühstück für Kinder werden für Säuglinge Babywanne, Flaschenwärmer, etc. angeboten. Im Familienzimmer finden zwei Erwachsene und zwei Kinder Platz. Der Preis pro Nacht startet bei rund 120 Euro. Hier gleich buchen.

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25.000 Kilometer – einmal um Australien! Nach diesem Roadtrip war meine Reiseleidenschaft endgültig geweckt. Danach ging es mit dem Rucksack quer durch Südostasien. Meine Traumziel-Liste wird immer länger: Indien, Peru oder Afrika stehen ganz oben. Bis dahin suche ich nach neuen Spots und Trips in der wunderbaren Welt des Reisens.

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