Reise Inspiration, Strand & Meer

Bali, die Insel der Götter

Die Insel Bali gilt als ein sehr exotisches Reiseziel. Sonne, Strand und Meer gehen hier eine Symbiose ein mit pulsierenden Städten, undurchdringlichem Dschungel, Hotels der internationalen Spitzenklasse und einer weltweit einzigartigen Kultur.

Reisterrassen - Reiseinfo-bali.deDie entsteht vor allem durch die Kombination aus dem aus Indien stammenden Hinduismus mit der auf Bali früher praktizierten Naturreligion. Und da die balinesische Bevölkerung ihren Glauben Tag für Tag aktiv praktiziert, wird auch der Besucher ganz automatisch daran teilhaben.

Unglaublich viele Tempelanlagen werden regelmäßig für Feste, Zeremonien und Rituale genutzt, ihre Zahl wird auf über 20.000 geschätzt und da sind die kleinen Familientempel noch gar nicht mit eingerechnet.

Kein Tag vergeht, an dem der Besucher nicht die Einheimischen beim Herstellen oder Darbringen von Opfergaben beobachten kann, mit etwas Glück findet sogar eine größere Prozession statt. Besucher sind immer willkommen, vorausgesetzt sie verhalten sich entsprechend zurückhaltend und höflich. Das Fotografieren ist normalerweise aber erlaubt.

Die Insel Bali ist etwa 5600 Quadratkilometer groß, gehört zum eigentlich muslimischen Indonesien und beherbergt knapp 3,9 Millionen Einwohner. Trotz dem das Eiland relativ klein ist, unterscheiden sich die verschiedenen Regionen stark voneinander, was sich auch im Tourismus bemerkbar macht.

Während der Süden der Insel mit dem Flughafen und der Hauptstadt zur Hauptsaison schon mal recht überlaufen sein kann, findet der Reisende im Norden noch Ruhe und kleine traditionelle Dörfer vor, während der Westen fast vollständig vom großen Nationalpark der Insel eingenommen wird.

So teilen auch die meisten Reiseführer die Insel in die fünf Regionen Süden, Osten, Norden, Westen und Zentrum ein.

Südbali - Strand von Nusa Dua - reiseinfo-bali.deSüdbali

Der Süden Balis ist der touristisch und wirtschaftlich am besten erschlossene Teil des Eilandes. Hier befindet sich die Hauptstadt Denpasar und der internationale Flughafen Ngurah Rai, sowie die Urlaubsorte Kuta, Sanur und Nusa Dua. Das Land ist hier recht flach und so konnten größere Städte und vor allem auch große Hotelanlagen entstehen.

Auch wenn es hier sehr westlich zugeht und zur Hauptsaison sehr viele Touristen unterwegs sind, lässt sich doch schon einiges vom Flair der Insel erahnen. So beginnen die meisten Bali-Rundreisen im Süden, was natürlich aufgrund der Flughafennähe auch praktische Gründe hat.

Die Hotels sind alle innerhalb wenigen Minuten erreichbar und die Strände von Kuta oder Nusa Dua sind legendär. Neben einigen der berühmtesten Tempelanlagen wie dem Pura Tanah Lot und dem Pura Luhur Uluwatu gibt es hier mehrere der weltbesten Resorts.

Aber auch für den normalen Geldbeutel finden sich gerade in Nusa Dua sehr hochwertige Anlagen und der Strand ist für kleine Kinder geeignet. Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants mit Spezialitäten aus aller Welt sind genug vorhanden und es werden Ausflüge über praktisch die ganze Insel angeboten. Die Orte Kuta, Legian und Sanur sorgen mit ihrem bunten Nachtleben dafür, dass auch die jüngere Generation ihren Spaß hat.

Ostbali

Die Ostküste der Insel hinauf, wird die Landschaft schnell schroffer. Nach einem an manchen Stellen recht schmalen Küstenstreifen steigen die Berge Balis steil in große Höhen an. Das verhindert den Bau großer Hotelanlagen und Städte, hier dominieren also kleinere Ortschaften.

Ostbali: Amed - reiseinfo-bali.deEtwas weiter im Hinterland ist der höchste Vulkan der Insel, der 3142 Meter hohe und noch aktive Gunung Agung kaum zu übersehen. Dieser Berg ist nicht nur die höchste Erhebung der Insel, sondern auch heilig. An seinen Hängen befindet sich die größte und möglicherweise auch älteste Tempelanlage Balis, der Pura Besakih. Daneben gibt es im Osten den Gunung Batur mit immerhin 1717 Metern Höhe und den Gunung Seraya mit 1175 Metern. Beide ebenfalls noch aktiv.

Wer die Kultur Balis erleben möchte, der kann das in der Stadt Semarapura, die auch als Klungkung bekannt ist. Dort befindet sich die berühmte Gerichtssäle Kerta Gosa und die Reste des einst imposanten Herrscherpalastes.

Das Dorf Tenganan ist ebenfalls ein beliebtes Ausflugsziel. Hier leben die Bali Aga, eine Volksgruppe die noch so lebt wie ganz Bali vor dem Eintreffen des Hinduismus.

Wer Ruhe, Erholung und lange Sandstände sucht, der wird in Amed fündig, einem kleinen langgezogenen Dorf an der Küste. Hier finden sich eine Vielzahl von Buchten einige davon mit Kies- andere mit Sandstrand und viele kleine Hotels und Herbergen. Auch die Hafenstadt Padang Bai ist nicht weit, mit ihrem Fähranleger und der Verbindung zur Nachbarinsel Lombok.

Nordbali - reiseinfo-bali.deNordbali

Im Norden Balis geht es noch etwas ruhiger zu als im Osten. Hier gibt es mit Lovina zwar auch ein touristisches Zentrum, das aber sehr viel ruhiger ist als die Zentren in Südbali. Lovina ist übrigens kein Dorf, sondern ein Kunstbegriff basierend auf “I love Indonesia”. Der Strand von Lovina ist wunderschön und auch für Kinder gut geeignet.

Schon ein paar Kilometer ausserhalb dieses Zentrums findet sich kaum noch Tourismus, dafür aber kleine Dörfer in denen das ursprüngliche balinesische Leben beobachtet werden kann. Das Hinterland lädt ein zu langen Wanderungen durch dichten Dschungel und zwischen Feldern hindurch. Da der Norden der Insel relativ trocken ist, finden sich hier allerdings kaum Reisterrassen.

Westbali-Nationalpark - reiseinfo-bali.deWestbali

Der Westen der Insel wird fast vollständig vom 1983 eröffneten Taman Nasional Bali Barat, dem Nationalpark Balis eingenommen. Hier ist die Natur noch unberührt, Menschen leben kaum im Park und Besucher dürfen ihn nur mit einem ausgebildeten Führer betreten.

Straßen gibt es im Westen nur an der Küste entlang, bis zur Hafenstadt Gilimanuk. Sie ist das Tor zur Nachbarinsel Java, die Fährverbindung verkehrt rund um die Uhr im 30 Minuten Takt. Die Stadt an sich ist für Touristen eher nicht das Hauptziel, vor allem hat sie wirtschaftliche Bedeutung.

Aber schon ein paar Kilometer ausserhalb steht der Besucher mitten im Nationalpark in unberührter Natur. Dort leben Tiere wie das bedrohte Banteng Rind und der fast ausgestorbene Balistar.

Zentralbali

Das Zentrum der Insel ist nicht nur der geografische sondern auch der kulturelle Mittelpunkt Balis. Traditionell sehen die Balinesen die Berge als Sitz der Götter und das Meer als Sitz der Dämonen. Auch wenn das Heute kaum noch eine Rolle spielt, so haben sich die Menschen doch früher eher im Hinterland angesiedelt als am Meer.

ZentralbaliKulturell hat diese Region also einiges zu bieten. Allen voran die Künstlerstadt Ubud, mit ihren Kunstgalerien und weltbekannten Malern. Hier ist der Bali-Stil entstanden und hier wird er laufend weiterentwickelt.

Berühmte europäische Künstler wie Walter Spies und Rudolf Bonnet hatten hier den Mittelpunkt ihres Schaffens und halfen dabei, die Künstler Balis in aller Welt bekannt zu machen. Etwas ausserhalb finden sich zahlreiche Dörfer in denen das traditionelle Kunsthandwerk der Insel zu bestaunen ist.

Dörfer mit Holzschnitzern, Bildhauern und natürlich auch Gold- und Silberschmieden. Daneben lockt stets die atemberaubende Landschaft mit den für Bali so berühmten Reisterrassen, tiefen Schluchten, hohen Bergen und den allgegenwärtigen Tempeln.

Zeremonie - reiseinfo-bali.deErkunden lässt sich die Insel Bali auf verschiedenste Art und Weise. Die einfachste ist wohl mit einem Führer, der in der Regel viel über die Menschen und die Sehenswürdigkeiten zu berichten weiß. Aber auch auf eigene Faust lässt sich die Insel bereisen, fast überall wird auch englisch gesprochen und die Menschen sind stets freundlich und hilfsbereit.

Die beste Reisezeit ist übrigens während der Trockenzeit von April bis Oktober. Aber auch die Regenzeit hat ihren Reiz und speziell im trockeneren Norden der Insel gibt es auch dann lange Zeiten ohne Regen. Die Temperaturen liegen in Meeresnähe immer um die 30 °C, auch wenn es mal regnet wird es nicht kühler, nur etwas feuchter.

Die Einreise ist für Europäer denkbar einfach, ein Visum für 30 Tage wird direkt bei der Einreise am Flughafen ausgestellt. Es ist lediglich ein gültiger Reisepass erforderlich.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Gerhard Zirkel www.sunda-spirit.com

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