Ratgeber

Bahnfahren mit Hund: So kommt man stressfrei ans Ziel

Wer sich mit dem Vierbeiner auf Reisen begibt, ist gut beraten, sich im Vorfeld ein paar Gedanken über das beste Transportmittel  zu machen. Ob man beim Urlaub mit Hund auf Zug, Auto oder gar Flugzeug zurückgreift, hängt natürlich vor allem von der Entfernung des Reiseziels ab. Gerade bei kürzeren Distanzen hat die Bahn für Herrchen und Hund viele Vorteile zu bieten: Bei der Bahnfahrt kann sich der Vierbeiner beispielsweise ausstrecken und bewegen. Auch sind Züge meistens gut klimatisiert.

Der Vierbeiner darf im Urlaub nicht fehlen (Robert Agthe /<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a> <a href="" target="_blank" rel="nofollow"></a>)
Der Vierbeiner darf im Urlaub nicht fehlen (Robert Agthe /cc )

Doch auch bei der Bahnfahrt gilt, frühzeitig mit den Reisevorbereitungen zu beginnen. Für eine stressfreie Bahnreise mit dem Vierbeiner haben wir einige Tipps zusammen gestellt.

Für das Wohl des Hundes…

  • Gassigehen: Damit der Hund während der Bahnreise nicht Gassigehen muss, sollte man mit ihm vor Reisebeginn alle zwei bis drei Stunden rausgehen und ihn ca. zwölf Stunden vor Fahrantritt nicht mehr füttern. Während der Nacht zu reisen, ist eine weitere Möglichkeit, das Problem des Gassigehens weitestgehend zu umgehen. Sollte der Vierbeiner unruhig werden, ist es ratsam, sich beim Schaffner über den nächsten Zwischenstopp am Bahnhof zu informieren. Achtung: Plastiktüte und Schaufel zur Beseitigung des Geschäfts nicht vergessen!
  • Ab in die Tasche: Mit kleinen Hunden ist Reisen besonders einfach (jhonnyilbello/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a> <a href="" target="_blank" rel="nofollow"></a>)
    Ab in die Tasche: Mit kleinen Hunden ist Reisen besonders einfach (jhonnyilbello/cc )

    Öfter mal umsteigen: Direktverbindungen sind gut und schön, vor allem sind sie bequem. Zum Wohle des Vierbeiners empfiehlt es sich allerdings, öfter mal umzusteigen. Der Hund freut sich über kurze Fahrtunterbrechungen. Umsteigpausen können für Auslauf und die Verrichtung des Geschäfts genutzt werden.

  • Übung macht den Meister: Eine Zugreise stellt für den Hund immer etwas Neues und Ungewohntes dar. Damit der Stressfaktor für den Vierbeiner (und auch die Belästigung der Mitreisenden durch Jaulen und Bellen) möglichst gering bleibt, heißt es, vorher schon mal üben: Am besten man gewöhnt den Hund durch kurze Zugreisen schon frühzeitig an das Fahren mit der Bahn. Geht es dann in den wohlverdienten Urlaub, ist die Bahnreise für Hund und Herrchen bereits Routine.
  • Leckerlies zur Belohnung:  Auch an die Versorgung des Hundes sollte im Vorfeld gedacht werden. Der Hund braucht Wasser. Hundehalter sollten daher das Mitführen einer Wasserflasche samt Napf nicht vergessen. Auch das ein oder andere Leckerlie kann bei so manchem Vierbeiner wahre Wunder bewirken.

Ticket, Preise und Buchung:

  • Kleine Hunde (bis zur Größe einer Hauskatze) werden bei der Deutschen Bahn gratis befördert. Während der Reise muss der Hund in einer wasserdichten Transportbox untergebracht sein, welche die Größe einer Reisetasche nicht überschreiten darf.
  • So kann man entspannt in den Urlaub fahren (Robert Agthe/<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="nofollow" >cc</a> <a href="" target="_blank" rel="nofollow"></a>)
    So kann man entspannt in den Urlaub fahren (Robert Agthe/cc )

    Ist der Hund etwas größer und passt nicht in einen handgepäckgroßen Transportbehälter, zahlen Besitzer den halben Fahrpreis. Dieses gilt – laut Angaben der Deutschen Bahn – sowohl für den Normalpreis als auch für die Sparpreise im Fernverkehr. Wer mit dem Länder-Ticket oder dem Schönes-Wochenende-Ticket verreist, zahlt für seinen vierbeinigen Freund den vollen Preis, d.h. größere Hunde sind in diesem Fall als Person/Erwachsener zu berücksichtigen.

  • Bei längeren Strecken ist es zwar empfehlenswert, ein Schlafwagenabteil zu buchen, doch gelten bei Zügen wie den City Night Line besondere Regelungen. Ein Einzelreisender mit Hund muss beispeilsweise das ganze Abteil reservieren, denn die unbekannten Mitreisenden könnten etwas gegen Hunde haben.
  • Die Sitzplatzreservierung ist für Hunde nicht möglich, ebenso wenig der Kauf von Online-Tickets zum Selbstausdruck. Die Online-Buchung von Bahntickets für Hunde ist allerdings per Postversand möglich. Hier muss der Reisende angeben, dass ein Kind von sechs bis 14 Jahren ohne Begleitung verreist.
  • Alle Infos zur Bahnreise mit dem Hund gibt es auf bahn.de.

Maulkorb und Leine:

  • Hunde müssen bei einer Reise mit der Bahn einen Maulkorb tragen. Die Maulkorbpflicht gilt nicht bei Hunden, die so klein sind, dass sie in einer speziellen Tierbox transportiert werden können. Blindenhunde und Begleithunde eines schwerbehinderten Menschen sind vom Maulkorbzwang ebenfalls ausgenommen.
  • Auch das Führen an der Leine ist bei der Deutschen Bahn für größere Hunde Pflicht.

Bahnreisen ins Ausland:

  • Wer mit seinem vierbeinigen Begleiter eine Bahnreise ins Ausland unternimmt, zahlt für den Hund grundsätzlich den Kinderfahrpreis der 2. Klasse. Um sicher zu gehen, dass in anderen Ländern die gleichen Regeln gelten, sollte man zuvor unbedingt die Bahngesellschaft des Ziellandes kontaktieren.
  • Achtung: Auch über die Einreisebestimmungen des jeweiligen Urlaubslandes sollte man sich zuvor informieren.

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Alex Fingas, Reiseexperte

Reisen und Kunst sind meine große Leidenschaft, die ich immer wieder gerne miteinander verknüpfe. Bei meinen zahlreichen Entdeckungstouren durch die Welt ist mir vor allem Italien zur zweiten Heimat geworden. Doch jetzt stehen erst einmal entlegenere Orte auf meinem Reiseplan. Bis dahin freue ich mich auf den gegenseitigen Austausch von Reiseeindrücken, -tipps und -erfahrungen.

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