Er gehört zu den meistgelesenen Schriftstellern Deutschlands, der Schweizer Romancier Max Frisch! Zu seinen berühmtesten Werken zählen “Homo Faber”, “Stiller” und “Montauk”. Doch, sind diese Texte über den Identitätsverlust und eine technisch-rationale Weltsicht heute überhaupt noch aktuell? Dieser Frage widmet sich die Akademie der Künste Berlin mit einer Ausstellung anlässlich seines 100. Geburtstages.
Homo Fabers Leben in Berlin
Vom 13. Januar bis 11. März sind in Berlin erstmals Auszüge aus Frischs unveröffentlichtem “Berliner Journal” zu sehen. Das geheime Werk entstand in den 70er Jahren und wurde nach seinem Tod zwanzig Jahre lang unter Verschluss gehalten. Präsident der offiziellen Max-Frisch-Stiftung Peter von Matt erklärte, bei den freigegebenen Notizen handele es sich um Texte von “unbestreitbar literarischem und öffentlichem Wert“. Die Akademie der Künste zeigt einige der insgesamt dreißig Tagebuchnotizen über Frischs Leben in Berlin-Friedenau und Begegnungen mit anderen renommierten Schriftstellern wie Günter Grass und Christa Wolf.
Zum Fundus der interaktiv gestalteten Ausstellung gehören außerdem Interviews mit dem 1991 verstorbenen Autor, O-Töne von Kollegen und Lesern sowie Fotografien, Briefe und Originalskripte verschiedener seiner Bücher. Im Mittelpunkt der gesamten Schau soll jedoch der Leser selbst stehen. Die Akademie der Künste versucht die Frage zu beantworten, wie Max Frisch heute rezipiert und gelesen werden kann. Dazu wurden unter anderem Befragungen im Rahmen einer vorangegangen Ausstellung in Zürich durchgeführt. Obwohl seine Texte teilweise über ein halbes Jahrhundert alt sind, zeigte sich, dass sie noch immer kontrovers gelesen und diskutiert werden.
Die Ausstellung “100 Jahre Max Frisch” wird am 13. Januar um 19.00 Uhr in der Akademie der Künste eröffnet und ist bis zum 11. März 2012 zu sehen. Informationen gibt es unter: www.adk.de















